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Laufende Arbeiten
Laufende Arbeiten zur 3. Arbeitskampagne
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| Abb. 8: Gesamtplan der Sondagen 2004-2008
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Laufende Arbeiten:
- Nachbearbeitung der 3. Arbeitskampagne (Datenbank bearbeiten,
Dokumentation abschließen und auswerten, Harris-Matrix etc.)
- Vorbereitungsarbeiten zur zeichnerischen Aufnahme der Keramik in der
Kampagne 2009
- Umzeichnen und Auswertung der Bauaufnahme
- Vorbereitung von Beiträgen zum Teilkolloquium des SPP 1209 Netzwerkes "Urbane
Infrastruktur der hellenistischen Polis" im November 2008
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3. Arbeitskampagne 26. 7. – 23. 8. 2008
Die Sondagen wurden in diesem
Jahr in drei unterschiedlichen Bereichen im westlichen Teil der oberen
Gymnasions-Terrasse angelegt (Schnittleitung M. Mathys). Durch eine Sondage in
der Südwest-Ecke des Palästra-Hofes konnte geklärt werden, dass beim Bau der
Terrasse erst die lange Nordmauer des Kellergangs und anschließend die
westliche Perisytl-Halle errichtet wurden. Der Bauplatz wurde hierfür durch
einem Planierhorizont nivelliert (vgl. die Sondagen in den Räumen G, H und K
von 2007 im Gesamtplan der Sondagen, Abb. 8). Die Südmauer der
Palästra-Terrasse liegt auf einer Fundamentlage, die in den Planierhorizont
eingebracht wurde. In den Auffüllschichten war nur sehr wenig Keramik
vorhanden. Spätere Umbauten konnten in diesem Bereich nicht festgestellt
werden.
Zur Überprüfung und Erweiterung
der Ergebnisse der Sondage in der Kammer 24 des Südabschlusses des Kellergangs
vom vergangenen Jahr, wurde in dieser Kampagne die Kammer 55 im Westteil untersucht
(vgl. Gesamtplan der Sondagen Abb. 8). Dabei konnten Unterschiede in der
Bautechnik festgestellt werden, deren Interpretation noch ausstehen (Abb. 9, vgl. auch Abb. 5).
Aus der Auffüllung der Kammer konnte ein große Menge Keramik geborgen werden,
die sehr homogen ist und die Bauzeit des Gymnasions in die 1. Hälfte des 2.
Jhs. v. Chr. bestätigt.
Ein wesentlicher Bestandteil der
Arbeiten in diesem Jahr war die Gesamtreinigung des Loutron im Gymnasion (Raum
L; Abb. 10). Anschließend wurde in den Raum eine Sondage gelegt, die ihn in
ost-westlicher Richtung komplett durchmaß (vgl. Gesamtplan der Sondagen Abb. 8).
Zusammen mit den Ergebnissen der Bauforschung (Fotogrammetrie der Wände) wurde
deutlich, dass der Ausbau der wasserführenden Installationen im Loutron (Druckwasserleitung,
Muffen, Bassins etc.) in mindestens zwei späthellenistischen Phasen erfolgte. Renovierungs-
bzw. Wartungsarbeiten an den Wasserleitungen wurden vermutlich noch in
römischer Zeit durchgeführt. Durch die Eingriffe der Arbeiten von W. Dörpfeld
von 1907 konnte nur noch ein letzter Rest des antiken Materials beobachtet
werden.
Die Bauaufnahme konzentrierte
sich in dieser Arbeitskampagne auf die Obere Terrasse des Gymnasions (V.
Stappmanns, K. Köhler). Dabei wurde das Ziel verfolgt, die Raumaufteilung der
hellenistischen Phase zu rekonstruieren. Zusätzlich konnte durch eine Säuberung
im Kellergang ein System aus älteren Quermauern auf einer Länge von ca. 45
Meter dokumentiert werden, das bereits W. Dörpfeld 1908 beobachtet jedoch nicht
dokumentiert hatte (Abb. 11). Es handelt sich dabei vermutlich um eine ältere
Stützmauer in diesem Bereich, deren Deutung noch aussteht.
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Abb. 11: Reinigung im Kellergang
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Abb. 10: Wasserleitung in Raum L
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Abb. 9: Ostwand der Kammer 55
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Herr Th. Zimmermann (Fotodesign, Glücksburg) erstellte während der
Kampagne 2008 eine interaktive Panorama-Ansicht des aktuellen
Baubestandes des Gymnasions
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2. Arbeitskampagne 28. 7. - 2. 9. 2007
Die baugeschichtliche Untersuchung des Südabschlusses
der oberen Gymnasions-Terrasse – der sog. Kellergang – sowie des Rampenweges und des Festtores
konnten in dieser Kampagne abgeschlossen werden (Dipl.-Ing. V. Stappmanns, S.
Kneifel) (Abb. 4 s.a.
Projektbeschreibung Abb. 1). Zusammen mit den Ergebnissen der in diesem Jahr
durchgeführten Sondage in einer der östlichen Fundamentkammern ergeben sich nun
starke bauliche Veränderungen am ursprünglichen Entwurf der Anlage, die möglicherweise
durch statische Probleme bedingt waren (Abb.
5
). Offenbar hat das
hellenistische Gymnasion in seiner ursprünglichen Planung im Süden und Osten
anders ausgesehen, als es die bisherigen Pläne (s. Projektbeschreibung Abb. 1)
erwarten lassen. Darauf hatte schon die massive östliche Abschlussmauer
hingedeutet, die 2005/6 hinter dem Ostflügel nachgewiesen wurde.
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| Gesamtplan mit Arbeitsstand
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Abb.5: Kammer 24, Ostmauer
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Abb. 6: Raum-G, Basis vor der Rückwand
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Durch drei Sondagen in Nord- und im Westflügel der
oberen Gymnasions-Terrasse wurden weitere Hinweise auf die Gestaltung und die
Raumnutzung der hellenistischen Gymnasions-Anlage gewonnen (Schnittleitung lic.
phil. M. Mathys). So konnte nachgewiesen werden, dass im hervorgehobenen
Mittelraum der Nordseite (Raum H) der hellenistische Fußboden gegenüber der
Palästra nicht höher gelegen hat, die halbrunde Basis in der rückwärtigen
Nische aber wohl über eine oder mehrere Stufe(n) zu erreichen war
(Höhenunterschied max. 0.5 m). Im östlich anschließenden Raum G (sog.
Kaisersaal) wurde vor der Nordwand ein großer Andesitblock eines hellenistischen
Fundaments (Basis / Postament) in situ beobachtet (Abb. 6). Zudem wurden im Süden der Sondage die Reste eines hellenistischen
Fußbodens angetroffen, der ins frühe 2. Jh. v. Chr. datiert werden kann. Im
westlichen Bereich der oberen Gymnasions-Terrasse konnte in Raum K eine Auffüllung
über dem anstehenden Fels/Planierung des Geländes festgestellt werden, die überraschenderweise
über 30 Fragmente von späthellenistischen weiblichen Terrakotta-Figuren enthielt
und ins frühe 1. Jh. v. Chr. datiert werden kann. Überreste eines älteren
Fußbodens fehlen. Es muss also im Westflügel mit massiven Umbauten in
späthellenistischer Zeit gerechnet werden.
Die beiden in Fragmenten erhaltenen
hellenistischen Panzerstatuen aus dem Raum H des Gymnasions wurden von
Christoph Kronewirth restauriert (Abb. 7
).
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Abb. 7: Raum H: restaurierte Panzerstatue
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Laufende Arbeiten:
- Nachbearbeitung
der 2. Arbeitskampagne (Datenbank, Dokumentation,
Harris-Matrix etc.)
- Zusammenstellung
der epigr. Zeugnisse zu Raumfunktionen und Tätigkeiten im
Gymnasion
- Umzeichnung der
Bauaufnahme, Raumbuch etc.
- Diskussion von
Projektergebnissen im Rahmen des Netzwerkes des DAI Istanbul
- Vorbereitung von
Beiträgen zu Kolloquien des SPP 1209
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Laufende Arbeiten
- 1. Arbeitskampagne 31.7. – 26.8.2006
- Laufende Arbeiten
1. Arbeitskampagne 31.7. – 26.8.2006
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Abb.2 - Pergamon, oberes Gymnasion, Raum C (So 1)
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Im Laufe der diesjährigen Arbeiten wurde mit der baugeschichtlichen Untersuchung des sog. Kellerstadions des Gymnasions begonnen (Verena Stappmanns). Die in wesentlichen Punkten differierenden bisher publizierten Pläne Dörpfelds und Schazmanns konnten auf der Grundlage einer georeferenzierten Übertragung und durch Aufnahmen vor Ort wesentlich verbessert und korrigiert werden.
Im Ostflügel des oberen Gymnaions wurden außerdem zwei Sondagen angelegt, die dazu dienten, Raumfunktionen und Baugeschichte dieses
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| Abb.3 - Pergamon, oberes Gymasion, Fragment einer Ehreninschrift
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Gymnasionsteiles zu klären. Neben Befunden, die die Vielzahl von Umbaumaßnahmen im 1. und 2. Jh. n. Chr. bezeugen, bestätigten sich bereits aus früheren Untersuchungen hervorgegangene Vermutungen zur im wesentlichen schlichten Gestaltung des attalidischen Gymnasions (Lehmfußböden, fehlende Marmorausstattung). Nach Osten war das Gymnasion in seiner Frühzeit durch eine massive, doppelte Mauer begrenzt. Durch einzelne Baubeobachtungen und Befunde ergab sich überdies größere Klarheit über die bauliche Gestaltung der Exedren der oberen Gymnasionsterrasse in dieser Zeit. Erstmals konnte eine späthellenistisch-kaiserzeitliche Wanddekoration im Gymnasion z. T. in situ nachgewiesen werden (Abb. 2). In kaiserzeitlichen Mauerzügen verbaut fanden sich Fragmente von Ehreninschriften (Abb. 3).
Laufende Arbeiten:
- Nachbereitung der 1. Arbeitskampagne
- Erstellung eines Übersichtsplanes zu hellenistischen Baubefunden aus dem Gymnasions
- Vorstellung von Projektteilen im Rahmen eines Forschungsnetzwerkes des Deutschen Archäologischen Instituts Istanbul (Stappmanns, Mathys)
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Letzte Änderung:
11.03.2009
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