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Bybassos und Kastabos
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Arbeitsberichte 2006-2011



1. Kampagne (4. September - 6. Oktober 2006)

Bybassos, Gesamtplan 2006   [zoom]
An der ersten Kampagne des Surveys in Bybassos nahmen 17 Mitarbeiter teil. Die Arbeiten konzentrierten sich in drei Bereichen: Der Siedlung Bybassos und ihrer unmittelbaren Umgebung, dem Heiligtum Kastabos sowie dem Bereich des Dorfes Orhaniye. Dabei wurden die einzelnen Gebiete jeweils begangen und skizziert, fotografiert, mit Tachymeter und GPS vermessen und Oberflächenkeramik gesammelt. Ausgewählte Befunde wurden darüber hinaus zu einer exakten Bauaufnahme gezeichnet.

BYBASSOS
Die drei Hügel von Bybassos   [zoom]

1) Die Siedlung Bybassos

Bybassos liegt auf dem mittleren von drei Hügeln, die sich aus der Ebene von Hisarönü erheben. Die auf dem heutigen Hisartepe gelegene Siedlung wurde bereits während einer Vor-Kampagne 2005 begangen. Unter dem dichten Bewuchs des Hügels konnte die Stadtmauern zum größten Teil verfolgt werden und ließen sich in drei Phasen gliedern: Eine archaische, eine klassische und eine spätbyzantinische. Die größte Ausdehnung hatte die Siedlung in der klassischen Epoche, die kleinste in der spätbyzantinischen Zeit. An Innenbebauung ist nur ein spätbyzantinischer Baukomplex in der Zitadelle erhalten. Eine neue Entdeckung war eine frühhellenistische Vorstadt, die den steilen Nordhang zwischen der klassischen Mauer und dem Hafen einnimmt und von einer eigenen Stadtmauer umgeben ist.

Oyuklu Tepe   [zoom]
2) Der Oyuklu Tepe

Der im Osten von Bybassos gelegene Oyuklu Tepe ist ein steiler, markanter Felsen. Auf und am Oyuklu Tepe wurden Keramik, Obsidiane und ein Marmorgefäß der chalkolithischen Epoche gefunden. In der Antike befand sich auf dem Gipfel ein Heiligtum. Von einem Sakralbau auf der höchsten Felsspitze sind nur noch Felsabarbeitungen, eine in den Felsen gehauene Treppe, Dachziegel und ein Quaderfragment mit Dübellöchern erhalten. Zwei weitere Felsspitzen sind ebenfalls oben horizontal abgearbeitet, auf einem befindet sich zudem eine Einarbeitung in Form eines ‚Schalenfelsen‘, wie sie aus hethitischen und phrygischen Fundorten, aber auch aus Loryma bekannt sind. Etwas tiefer befinden sich eine große Zisterne, eine Felsbettung für eine Stele und eine kleine Stufenbasis.
Am Südfuß des Oyuklu Tepe befindet sich darüber hinaus ein gut erhaltenes frühhellenistisches Gehöft mit einer großen Weinkelter.

3) Das Heiligtum von Bybassos
Bybassos, Heiligtumsterrasse   [zoom]

Am Südfuß des Oyuklu Tepe befindet sich eine 105 m lange und mindestens 80 m breiten Terrasse. Erhalten sind Teile der Terrassenmauern und eines repräsentativen Gebäudes nahe der Nordostecke der Terrasse, die wohl im 3. Jh. v. Chr. errichtet worden sind. Das gesamte Heiligtum wurde in frühbyzantinischer Zeit wohl von einem Kloster überbaut, von dem ein rundes Gebäude, ein Martyrion oder Baptisterion, von besonderem Interesse ist. In den byzantinischen Ruinen sind zahlreiche antike Spolien verbaut.
Die Anlage ist als das Hauptheiligtum von Bybassos zu interpretieren, das ähnlich wie das Apollonheiligtum von Loryma außerhalb der Siedlung und am Fuß eines markanten Felsen ein sehr großes Areal einnimmt. Hinweise auf die hier verehrte Gottheit fehlen. Die Nähe zum Heiligtum auf dem Oyuklu Tepe ist jedoch bezeichnend und läßt vermuten, daß die Terrasse und der Felsen zusammen als ein Heiligtum fungierten.

Hellenistischer Hafen   [zoom]
4) Antiker Hafen

Am Nordfuß des Hisartepe, unterhalb der hellenistischen Vorstadt, konnte der Hafen von Bybassos identifiziert werden, der heute in der Schwemmebene, 200 bis 300 m von der heutigen Küstenlinie entfernt, gelegen ist. Von der hellenistischen Mauer ragt im Norden ein aus großen Quadern gemauertes Quadrat von etwa 20 x 20 m in die Ebene hinein. Dieser für eine Bastion erheblich zu große Vorsprung war der Ausgangspunkt eines geomagnetischen Surveys, bei dem eine Innenbebauung des Quadrats nachgewiesen werden konnte. Darüber hinaus führt eine 100 m lange Anomalie von dem Quadrat nach Nordosten, die als Hafenmole zu interpretieren ist. Noch weiter im Osten befindet sich eine Reihe sehr großer Quader, die ebenfalls als Teil einer Hafenmole anzusehen sind. Der Hafen hatte damit eine Ausdehnung von mindestens 200 m und ist deutlich größer, als man es für die kleine Siedlung Bybassos erwarten würde.
Daraus geht außerdem hervor, daß die drei Hügel von Bybassos, die heute zwischen zwei Schwemmebenen gelegen sind, in der Antike eine Halbinsel bildeten.

5) Speicherviertel
Speicher   [zoom]

Im Bereich des Sattels zwischen dem Hisartepe und dem Oyuklu Tepe befinden sich zahlreiche Mauerreste eines großen, rechtwinklig geplanten Viertels. Die wenigen besser erhaltenen Gebäude gliedern sich in lange, schmale Räume, wie sie für Speicherbauten typisch sind. Die Oberflächenkeramik stammt aus hellenistischer Zeit. Dieses zwischen Siedlung und Heiligtum angelegte Speicherviertel ist im Kontext des Hafens zu sehen und diente dem Lagern von Waren, die von hier aus verschifft wurden. Bei einer Anlage des Hafens in hellenistischer Zeit war dies außerdem das einzige Areal, das zu diesem Zweck zur Verfügung stand. Die Ausdehnung des Speicherviertels entspricht der Größe des Hafens und verweist auf eine überregionale Bedeutung von Bybassos als Warenumschlagplatz.

Kastabos, Gesamtplan 2006   [zoom]


KASTABOS
Das Heiligtum Kastabos war von überregionaler Bedeutung, zum einen, weil Hemithea als Heilgöttin wirkte, zum anderen, weil hier vermutlich das politische Zentrum der Chersonesier angesiedelt war. Kastabos liegt im Bergland oberhalb von Bybassos und umfaßt ein Areal von ca. 350 x 250 m. Es wird von der auf einem Hügelrücken angelegten Tempelterrasse beherrscht, die 1959 und 1960 in zwei kurzen Kampagnen von J. M. Cook – W. H. Plommer ausgegraben worden. Der ionische Marmortempel aus dem Anfang des 3. Jhs. v. Chr. ersetzte einen kleinen Vorgängerbau, von dem Kultbild und Kultbildbasis übernommen worden waren. Am Rand der Tempelterrasse standen mehrere kleine ‚Naiskoi‘. Eine erforderliche neue Bauaufnahme der Tempelterrasse konnte 2006 begonnen werden.

Die Begehung ergab darüber hinaus zahlreiche Baureste an beiden Hängen dieses Hügelrückens und in dem südwestlich daran anschließenden Tal. Dort befindet sich auch das Theater, von dem Sitzreihen, die südliche Analemmamauer sowie vom Bühnengebäude ein Stück der Rückwand und drei Proskenionpfeiler sichtbar sind, so daß eine fast vollständige Rekonstruktion möglich ist.
Theater   [zoom]


Die übrigen Ruinen sind meist kleine Bauten mit ein bis zwei Räumen auf einem Terrassenunterbau. Einer dieser Bauten, südwestlich des Theaters gelegen, ist deutlich größer, mit mindestens vier Räumen und könnte eine Funktion in der Heiligtumsverwaltung gehabt haben. Zwei Bauten am Nordhang waren Quellhäuser. Die Funktion der übrigen Bauten sind wegen ihres schlechten Erhaltungszustandes und erheblicher Zerstörungen durch Raubgräber nicht sicher zu bestimmen. Zu erwarten sind jedoch Bauten, die mit dem Heilkult und der politischen Funktion von Kastabos verbunden waren.

Als Kern des Heiligtums erwies sich nicht die Tempelterrasse, sondern der westlich daran anschließende Felsen. Während sich das Heiligtum von hier aus entwickelte, blieb der Fels während der ganzen Antike unberührt. Drei natürliche Felsspalten auf der Nordseite weisen möglicherweise auf Quellen hin.
Kastabos, Statuenfragment   [zoom]
Das Heiligtum läßt sich bis in das 7. Jh. v. Chr. zurückverfolgen. Die ältesten Teile sind der Felsen, die Tempelterrasse und der Bereich südlich unterhalb davon, wo Oberflächenkeramik archaischer und klassischer Zeit gefunden wurde. In frühhellenistischer Zeit ist eine grundlegende Erneuerung und Ausweitung des Heiligtums festzustellen, bei der die Tempelterrasse erneuert, das Theater erbaut und die zahlreichen kleinen Terrassenbauten errichtet worden sind.




KERAMIK
Bei der Bearbeitung der Oberflächenfunde sticht die archaische bis hellenistische Keramik aus Kastabos durch ihre hohe Qualität hervor. Im Bereich der Tempelterrasse (FS 36 A) sind zwei Terrakotta-Köpfe und eine -Basis als Weihgeschenke zu interpretieren. Unter der klassisch bis hellenistisch zu datierenden Keramik ist ein hoher Anteil qualitätvollen Trinkgeschirrs (Schalen, Skyphoi, Kratere) von Bedeutung. Das südlich unterhalb davon gelegene Areal (FS 36 C) ergab archaische bis hellenistische Keramik mit einem Spektrum, das Lampen, Kalathoi, Kratere und Pyxiden umfaßt. Das Gebiet unterhalb davon bis zum Theater ergab Keramik ab dem 5. Jh. v. Chr., alle übrigen Areale nur hellenistische Keramik.
Die Keramik aus dem Gehöft am Südfuß des Oyuklu Tepe verweist auf eine intensive Nutzung in der ersten Hälfte des 3. Jhs. v. Chr., mit einem hohen Anteil von Amphoren.
Das Viertel am Nordhang von Bybassos oberhalb des Hafens war besonders reich an Keramik, die zum größten Teil ebenfalls in die erste Hälfte des 3. Jhs. v. Chr. zu datieren ist.






Hellenistische Spolien   [zoom]
Orhaniye, Kirche   [zoom]


ORHANIYE
In Orhaniye wurde eine gut erhaltene byzantinische Basilika untersucht und vermessen, die heute mitten im Jachthafen Martı Marina steht. Darin sind zahlreiche antike Spolien verbaut, darunter eine Basis mit einer bereits bekannten Inschrift, die den antien Ortsnamen Aulai nennt.

Darüber hinaus wurde im Bereich der Ebene von Orhaniye mehrere Fundplätze der chalkolithischen, hellenistischen und spätbyzantinischen Epochen begangen.



ERGEBNIS
Die Karische Chersones war in der Antike ein regionaler Bund von etwa 20 kleinen Siedlungen, die ihrerseits als lokale Bünde organisiert waren. Bybassos war, wie das in einem früheren Survey untersuchte Loryma, eine typische Siedlung des regionalen Bundes der Chersonesier. Es hatte ein Hauptheiligtum außerhalb der Stadtmauern, das aus dem Felsen Oyuklu Tepe und der nördlich vorgelagerten Terrasse bestand. Hier befand sich vermutlich das Zentrum des lokalen Bundes von Bybassos. Kastabos hingegen ist als religiöses Zentrum und Versammlungsort des regionalen Bundes der Chersonesier anzusehen. Das Theater von Kastabos ist der größte Versammlungsbau der Halbinsel.
In der ersten Hälfte des 3. Jhs. v. Chr., nachdem die Chersones unter rhodische Herrschaft geriet, wurden auf der gesamten Halbinsel Gehöfte mit Keltern errichtet und die Hänge terrassiert. Gelichzeitig entstanden Töpferwerkstätten wie jene des Hieroteles in Hisarönü-Çubucak, in denen vor allem Transportamphoren hergestellt worden sind. Dies hatte eine intensive Produktion von Wein zum Ziel, der in die gesamte antike Welt exportiert worden ist, wie entsprechende Amphorenfunde belegen. Zu der bereits in Loryma beobachteten intensive Weinproduktion kommt in Bybassos nun ein regionaler Exporthafen hinzu, in dem offenbar die Erzeugnisse aus dem Hinterland gesammelt, im Speicherviertel zwischengelagert und schließlich verschifft wurden. Die dazu notwendigen zusätzlichen Arbeitskräfte wurden im neuen Nordviertel von Bybassos angesiedelt. In Kastabos wurde zur gleichen Zeit das Heiligtum erneuert und mit einem neuen Tempel und einem Theater ausgestattet.
In der römischen Kaiserzeit war die Chersones verlassen, mit Ausnahme einiger weniger Gehöfte. Eine neue Siedlungsphase brachte erst wieder die frühbyzantinische Epoche.

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2006 BYBASSOS YÜZEY ARAŞTIRMASI

Muğla ili, Marmaris ilçesi, Hisarönü köyü, antik Bybassos ve çevresindeki Yüzey Araştırması, 4 Eylül – 6 Ekim 2006 tarihleri arasında 17 kişilik bir bilim heyeti ve Kültür ve Turizm bakanlığı temsilcisinin katılımıyla gerçekleştirilmiştir. 2006 yılı Bybassos yüzey araştırması Hisarönü Köyü sınırlarında bulunan Oyuklu Tepe, Hisartepe, Zelle Tepesi, Kastabos/Pazarlık Kutsal Alanı ve Orhaniye Köyü sınırları içinde gerçekleştirilmiştir.


BYBASSOS
Bybassos Yerleşimi
Hisartepe üzerinde bulunan Bybassos Antik kenti oldukça sık bitki örtüsüyle kaplanmıştır. Yüzey araştırmalarıyla kentin surlarının üç evresi tespit edilmiştir: Buna göre en eski evre, Arkaik döneme (M. Ö. 7./6. yy.), ikinci evre Klasik döneme (M. Ö. 5./4. yy.), üçüncü evre ise geç Bizans dönemine aittir (M. S. 11.–12. yy.).


Oyuklu Tepe
Hisartepe’nin doğusunda bulunan Oyuklu Tepesi, prehistorya uzmanımız Dr. Christoph Gerber tarafından detaylı olarak incelenmiştir. Oldukça sarp ve kayalık olan tepenin üzerinde ve yamaçlarında, Khalkolitik döneme ait keramik ve obsidyen buluntulara rastlanmıştır. Tepenin güney yamacın dibinde, modern yolun hemen kenarında Khalkolitik döneme ait bir mermer kap, keramik ve aynı döneme ait bir duvar ortaya çıkmıştır. Khalkolitik dönemde çok az rastlanan mermer kap, bu buluntu yerinin özel önem taşıdığı göstermektedir.
Antik dönemde, tepenin zirvesine bir kutsal alan kurulmuş olmalıdır. En yüksek kayanın üstü yontularak düz bir şekile getirilmiş ve yanına bir kaya merdiveni yontulmuştur. Üzerinde üstü kapalı bir yapı olduğu, çatı kiremitlerinden ve bir bloktan anlaşılmaktadır. Aynı şekilde iki kaya daha düzleştirilmiş olup birinde bir ‚Schalenfels‘ (kaya kabı) yontulmuştur. Bunun benzeri, Hitit ve Frig merkezlerinden bilinmektedir. Benzer diğer bir örnek de Loryma’da bulunmaktadır. Biraz daha aşağıda, bir sarnıç, stel için kullanılan bir kaya oyuğu ve küçük, basamaklı bir kaide tespit edilmiştir.
Tepenin güney yamacında, 2005 yılında tespit ettiğimiz çok iyi durumda korunan büyük Hellenistik çiftliğe ait mimari kalıntıların topoğrafik ölçüleri alınmış, yüzey keramiği sistematik bir şekilde toplanmış ve fotoğrafları çekilmiştir. Çiftlikte ele geçen yüzey buluntuları yapı topluluğunun bölgenin ekonomisinde önemli yer tuttuğu bilinen şarap üretimiyle ilgili olduğunu belgelemektedir.


Bybassos Kutsal Alanı
2006 yılı yüzey araştırmalarında Oyuklu Tepe’nin kuzey eteğinde büyük bir kutsal alan tespit edilmiştir. Batı-doğu yönünde 105 m, güney-kuzey yönünde en az 80 m’lik alan, büyük ve düzgün kesilmiş taş blokardan inşaa edilmiş teras duvarla çevrilmiştir. Teraslı alanın üzerinde, Kuzeydoğu köşesine yakın gösterişli bir antik yapının kalıntılarına rastlanmıştır. Bu yapı ve teras duvarı muhtemelen Hellenistik döneme tarihlendirilmelidir.
Bütün bu alan üzerinde, erken Bizans döneminde yeni yapılar inşaa edilmiştir, Muhtemelen bir manastırla ilişkili olduğunu düşündüğümüz yapılar arasında bir martyrion veya baptisterion olabilecek yuvarlak bir yapı bulunmaktadır. Bizans yapılarında pek çok antik taş, blok, kaideler ve benzeri yapı ögeleri devşirme malzemesi olarak kullanılmıştır.
Barındırdığı dini yapılarla Kutsal alanın, Bybassos’un kutsal merkezi olarak yorumlanması olasıdır. Bu alan Loryma’daki Apollon kutsal alanı gibi, yerleşimin dışında bulunmakta olup oldukça büyük bir araziye sahiptir. Yüzey araştırmaları kutsal alanın hangi tanrıyla ilişkili olduğunu aydınlatacak sonuçlar henüz vermemektedir. Bununla birlikte bu alanın Oyuklu Tepe ile organik bir bağı olduğu kesindir. Loryma Apollon ve Kastabos Hemithea kutsal alanları birlikte değerlendirildiğinde bir kayanın yanında veya etrafında gelişen bu dini alanların Anadolu ve Anadolu’nun bir kült geleneğin devamını gösterdiği düşünülebilir.


Antik Liman
Hisartepenin kuzey eteğinde gerçekleştirilen çalışmalar bir limanın kalıntılarını belirlememize neden olmuştur. Liman, bugünkü sahilden 200-300 m uzaktaki tarlaların altında bulunmaktadır. Bybassos’un Hellenistik döneme tarihlendirilen kuzey mahallesinin surunun en kuzey kısmı, bu tarlanın içinde yaklaşık 20 x 20 metrelik bir kare oluşmaktadır. Bir bastion için çok fazla büyük olduğunu düşündüğümüzden bunun bir liman yapısıyla ilişkili olduğu yorumuna varılmıştır. Bu nedenle bölge jeomanyetik ölçümlerle araştırılmış, Robert Fesler ve asistanlarının gerçekleştirdiği jeomanyetik ölçüm çalışmalarından elde edilen sonuçlar da topoğrafik planımıza yerleştirilmiştir.
20 x 20 metrelik karenin içinde birkaç duvar yapısı tespit edilmiştir. Jeomanyetik ölçüm çalışmalarıyla belirlenen kareden kuzeydoğuya uzanan yaklaşik 100 metre uzunluğunda geniş bir anomali tespit edilmiştir. Bu anamolinin olasılıkla bir mendireğe ait olduğu düşünülmelidir. Bu alanın 100 m doğusunda, mendirek olarak yorumlanabilecek ve çok büyük taş bloklardan oluşan bir duvar tespit edilmiştir. Bu sonuçlara göre, burada en az 200 m uzunluğunda bir liman bulunmalıdır. 2006 yılı kampanyasının önemli sonuçlarından biri de Hisartepe ve Oyuklu Tepe’nin, antik dönemde bir yarımada olduğu ve bugünkü Kerdime mevkii ve Limanbaşı mevkii adlı düzlüklerin antik dönemde deniz olmasıdır.


Depo mahallesi
Hisartepe ve Oyuklu Tepe’nin arasındaki alanda, yüzeyde dikdörtgen planlı bir mahallenin duvar kalıntıları görülmektedir. Planların sadece yüzeyde görünen bölümlerinden anlaşıldığı üzere bazı yapılar çok uzun ve dar mekanlardan oluşmaktadır. Bu formdaki mekanlar, evler için değil, fakat depo binaları için tipik bir şekildir. Bundan dolayı, surların dışında bulunan bu mahalle‚ depo mahallesi olarak adlandırılmıştır.
Depo mahallesini limanla ilişkilendirmek için coğrafi yakınlık ve ticari gereklilikler dışında elimizde bir veri henüz bulunmamaktadır. Bununla birlikte Karia Chersonesosu’nda benzeri bugüne kadar bilinmeyen liman ve liman tesisleri organizasyonun buluntular doğrultusunda Hellenistik döneme tarihlendirmek gerekmektedir. Bybassos’un liman üzerindeki kuzey mahallesi de aynı dönemde inşaa edilmiş olmalıdır. Liman ve tesisleri, Bybassos gibi küçük bir yerleşim için çok fazla büyüktür ve bu yapılar topluluğunu tüm bölgenin limanı olarak görmek gerekmektedir. M.Ö. 3. yy.’ın ilk yarısında bölgede çok yoğun bir şarap imalatı ve ihracatı olduğunun bilinmesi Liman ve depo mahallesinin işlevi hakkında bir fikir yürütmemize neden olmaktadır.


KASTABOS
Batı-Doğu yaklaşık 350 m, Güney-Kuzey 250 m’lik bir araziyi kapsayan Hemithea Kutsal alanında, tapınak terasının dışında da bir çok kalıntı tespit edilmiştir. Kutsal alanın en önemli yapısını barındıran tapınak terası, bir tepenin sırtında yer almaktadır. Mimari yapılar ise bu sırtın üzerinde, her iki yamacında ve güneybatısındaki derenin çevresinde bulunmaktadır. Derenin üst kodunda Chersonessos’un üç tiyatrosu arasında yeralan orta ölçekli bir tiyatro bulunmaktadır. Tiyatroda, cavea’nın oturma sıralarının bir bölümü, güneydeki analemma duvarı ve sahne binasının üç proskenion pilasterleri ile arka duvarı tespit edildi.
Diğer kalıntılar, çoğunlukta küçük teraslar üzerindeki bir-iki mekanlı yapılardır. Tiyatronun hemen güneybatısında, bunlardan daha büyük bir yapının en az dört adet mekanı tespit edilmiştir. Belirlenen bu büyük yapı, muhtemelen idari bir işleve sahip olmalıdır. Kutsal alanın kuzey yamacında bulunan iki adet yapı kalıntısı ise muhtemelen kaynak binalarına ait olmalıdır. Diğer yapıların işlevleri için ise, muhtemelen kutsal alanın idari ve hasta tedavisi için kullanılan bölümleri oldukları yorumları yapılabilir. Kutsal alandaki kalıntıların çok sık gerçekleştirilen kaçak kazılarla tahrip olduklarının belirlenmesi işlevleri hakkında sağlıklı yorumların bu aşamada yapılmasını mümkün kılmamaktadır.
Kutsal alanın çekirdeğinin ise, tapınak yapısı olmadığı, fakat onun hemen batısındaki kaya olduğu anlaşılmıştır. 2006 yılı sonuçlarına göre kutsal alanın, bu kaya etrafında oluşmaya başladığı, fakat kayanın kendisine hiç dokunulmadığı saptanmıştır. Kayanın kuzey tarafındaki üç adet doğal oyuk, antik dönemde burada bir kaynak olduğunun işareti olarak değerlendirilebilir.
Tapınak terasındaki çalışmalar, mimar Dr. Nicole Röring yönetimin altında gerçekleştirilmiştir. Amaç, tapınağın ve terastaki diğer binaların detaylı rölövesini çizmekti. Bu çalışmalarda, Kastabos’un özel şartlarından dolayı sadece küçük bir bölüm tamamlanmıştır. Tamamlanan bölümler özellikle tapınağın halen açıkta bulunan temel kısmı, kaçak kazılarla ortaya çıkan tahrip olmuş alanlar, teras duvarları ve doğudaki iki küçük yapı olarak sayılabilir.
Kastabos kutsal alanı bir kutsal kaya etrafında, muhtemelen M. Ö. 7. yüzyılda oluşmaya başlamış olmalıdır. Bir tedavi merkezi ve Karia Chersonesosu’nun siyasal toplantı merkezi olarak kullanıldığı için, buraya gelen insanlar için küçük teraslar üzerinde yapılar inşaa edilmiştir. M. Ö. üçüncü yüzyılın başında, Kastabos geniş bir yenileme ve genişletme görmüş olup bugün tespit edilen yapıların çoğu o döneme aittir.


ORHANIYE
Orhaniye Köyü’nde, Martı Marina’da bulunan kilisenin üç boyutlu fotogrametrik ölçümü yapılmıştır. Aralarında üzerinde Aulai ismi geçen yazıtlı bir kaide de bulunan antik döneme ait devşirme taşlar tespit eidlmiştir. 2006 yılında Orhaniye Köyü’nün ovasında gerçekleştirilen araştırmalarda üç adet Hellenistik döneme tarhlendirilen çiftliğin varlığı belirlenmiş. Ovanın kuzeybatısında bulunan bir mağara incelenerek (FS 61), mağaranın yanında, Hellenistik dönemine ait, muhtemelen bir sarnıca ait kalın bir duvar tespit edilmiştir. Kuzeyindeki Kuletepe üzerinde, geç Bizans dönemine tarihlendirilen bir kale ve khalkolitik dönemine ait keramik bulunmuştur (FS 62).


KERAMIK
2006 yılı Bybassos yüzey araştırmasında ele geçen yüzey buluntuları Yrd. Doç. Dr. Gonca C. Şenol’un sorumluluğunda üç öğrenciden oluşan bir ekip tarafından envanterlenmiştir.
Kastabos Hemithea kutsal alanında toplanan yüzey keramikleri kutsal alanın kronolojisii hakkında önemli bilgiler sunmaktadır. Buna göre BY-FS 36A olarak kodlanan tapınak alanında bulunan keramik buluntular arasında Klasik ve Hellenistik dönemlere tarihlenen seramiklerin kalitesi dikkat çekicidir. Bu alanda ele geçen iki terrakotta baş ve bir terrakotta kaidenin adak pratikleriyle ilişkili olduğunu düşünmek olasıdır. Ayrıca çok sayıda kaliteli ince seramik (kylix, skyphos, krater) buradaki zenginliğin diğer göstergeleri arasındadır. C olarak kodlanan ve tapınağın güney yamaçlarının altından başlayan alanda ele geçen seramikler arasında M.Ö. 6. yy’a tarihlendirilen siyah figür tekniğindeki keramik örnekleri kutsal alanın tarihinde erken evreyi oluşturmaktadır. Bu alanda 5. ve 4. yy.’a tarihlendirilen kandil, kalathos, krater, pyxis gibi formlara ait parçalar da ele geçmiştir. Aynı şekilde vadinin ortasına doğru, tiyatrodan önceki alanda da M.Ö. 5. yy’ın erken evresine tarihlendirilen seramikler bulunmuştur. F olarak kodlanan tiyatro alanından ise kutsal alanın erken Hellenistik döneme tarihlendirilen evresine ait amphora parçaları ve günlük seramik ele geçmiştir. Vadinin güneyinde ve batısında kalan alanlarda ele geçen seramik de özellikle M.Ö. 3. yy’ın ilk yarısına ait olmalıdır.
Bybassos’un yerleşim alanında bulunan önemli bir çiftlik kompleksi BY 13 olarak kodlanan Oyuklu Tepe’nin güney yamacında yeralmaktadır. Burada bulunan yüzey keramikleri çiftliğin M.Ö. 3. yy’ın ilk yarısında aktif olarak kullanıldığını göstermektedir. Bu alanda ele geçen çok sayıda amphora ve günlük kullanım keramiği Bybassos’un genelindeki kronolojiyle uyum göstermektedir.
2006 yılı çalışma alanları içinde yeralan Liman yapısının güneyinde bulunan yamaçlarda keşfedilen yapılar grubuyla ilişkilendirilmesi gereken keramik yoğunluğu dikkat çekici boyutlardadır. Burada tespit edilen 271 adet profil veren seramik parçasının büyük çoğunluğu M.Ö. 3. yy.’ın ilk yarısına tarihlendirilmektedir. Bu dönemde önemli sayılabilecek bir nüfusa da işaret eden buluntu yoğunluğu içinde depo kaplarının yanında ince seramik de yerleşimin niteliği hakkında bilgi vericidir.


GENEL SONUÇ
Bybassos antik kenti Karia Chersonesos’unun tipik bir yerleşim yeri olarak, Chersonesos Koinon’unun bir üyesi olarak tanınmaktadır. Bu bölgesel Koinon (Birlik), Chersonesos’taki bütün yerleşimlerden oluşmaktadır. Daha önce araştırdığımız Loryma antik kenti gibi, burada da en önemli kutsal alan sur dışında, Oyuklu tepesinin kuzeyinde bulunmaktadır. Burası, muhtemelen yerel Bybassos koinon’unun merkeziydi. Kastabos’taki Hemithea kutsal alanını ise, bölgesel Chersonesos Koinon’unun dinî ve siyasal toplantı merkezi olarak yorumlamak gerekmektedir.
Hellenistik dönemde, Chersonesos Rodos hakimiyeti altındayken, bütün bölgede çiftlik ve tarım teras inşaa edilmiştir. Aynı zamada, Hisarönü-Çubucak’taki Hieroteles keramik atölyesindeki amphora imalatı da bu tarımsal üretime bağlı olarak M.Ö. 3. yy.’ın ikinci çeyreğinde başlamıştır. Bu tesislerin Bybasos’daki tarımsal potansiyelin ticarete dönüşmesinde önemli rol oynadıkları bilinmektedir. 2006 yılı yüzey araştırmaları sırasında bu yoğun şarap üretimi ve ihracatının gerçekleştirilmiş olduğunu düşündüğümüz liman yapısının ve tesislerinin yerleri belirlenmiştir. Liman ve ona bağlı olan depo mahallesinin, Bybassos yerleşimi için çok fazla büyük olması ancak bütün bölgenin ihraç limanı olarak yorumlanmasına neden olmaktadır. Aynı dönemde, Kastabos’ta da yeni ve çok geniş bir yapı evresi tespit edilmiştir. Yeni bir tapınak ve tapınak terası dışında, ayrıca bir tiyatro ve çok sayıda küçük teraslar üzerindeki yapılar Hellenistik dönemin ilk yüzyılı içine tarihlendirilmelidir.
Roma İmparatorluk döneminde, Bütün Chersonesos’un terk edilmiş olduğu, bu döneme ait birkaç çiftlikte ele geçen az sayıdaki yüzey keramiğinden anlaşılmaktadır. Erken Bizans döneminde, Bybassos ve çevresindeki bazı çiftlikler tekrar canlanmıştır. Bu dönemde FS 2 ve Orhaniye Martı Marina’da bulunan kiliseler de inşaa edilmiştir.
2006 yılı yüzey araştırmalarında Bybassos’un çoğrafi yayılımı hakkında da yeni sonuçlara varılmıştır. Buna göre Zelle Tepesi, Hisartepe ve Oyuklu Tepe’yi, antik dönemde bir yarımada olarak düşünmemiz gerekmektedir. Kuzey ve Güneyindeki deniz, bugüne kadar dolmuş ve Limanbaşı ve Kerdime Ovaları oluşmuş olmalıdır. Bundan dolayı, tepelerin kenarlarındaki ovalarda antik buluntulara rastlanamamaktadır. Sadece kuzeyinde, hellenistik limanın kalıntıları tespit edilmiştir. Antik sahil, muhtemelen Oyuklu tepenin hizasında olmalıdır. Güneyde bulunan çiftlik yerleşimi ise bu bölgenin tarımsal amaçla kullanıldığını dolayısıyla deniz olamayacağını göstermektedir.
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2. Kampagne (27. August – 5. Oktober 2007)

An der zweiten Kampagne in Bybassos nahmen 23 Mitarbeiter teil. Die erste Woche der Kampagne war für eine Voruntersuchung der byzantinischen Denkmäler des Surveygebiets vorgesehen und wurde durch eine finanzielle Unterstützung der Universität Erlangen ermöglicht. Diese Arbeiten wurden von Prof. Dr. Carola Jäggi beaufsichtigt und haben die Erforschung dieser Epoche während der kommenden Kampagnen zum Ziel. Die Hauptarbeiten der folgenden fünf Wochen galten den antiken Befunden. In Bybassos und Kastabos wurden die Arbeiten der ersten Kampagne fortgeführt, darüber hinaus wurde ein weiterer Siedlungsplatz auf dem Köklü Dağ untersucht.


BYBASSOS

Archaische Stadtmauer   [zoom]
1) Stadtmauern

Der Verlauf der Stadtmauern konnte dank eines Waldbrands, der im Mai Teile des Nordhangs von Bybassos heimgesucht hatte, weiter vervollständigt werden. In diesem zuvor völlig undurchdringlichen Gebiet konnten nunmehr die archaische und die klassische Stadtmauer fast vollständig verfolgt und kartiert werden. Daran anschließende Mauerabschnitte wurden von Arbeitern freigelegt und konnten ebenfalls dokumentiert werden. Darüber hinaus wurden Mauerbeschreibungen der einzelnen Abschnitte angelegt, um die verschiedenen Mauerphasen und -techniken zuverlässig unterscheiden und bestimmen zu können. Die Arbeiten wurden von Matthias Nöth M.A. durchgeführt, der eine Dissertation über die Stadtmauern und Festungen auf der Karischen Chersones vorbereitet.

2) Geophysikalische Prospektion, v. a. im Gebiet des antiken Hafens
Im Vorjahr stellte sich bereits heraus, dass Bybassos in der Antike auf einer Halbinsel gelegen war und die heute angrenzenden Ebenen erst ab dem späteren Hellenismus entstanden sind. Die Ergebnisse des von Robert Fesler durchgeführten, in der Fläche begrenzten geomagnetischen Surveys 2006 ermutigten zu einer Fortsetzung mit einer geomagnetischen Prospektion größeren Umfangs. Diese wurde von Christian Hübner und Birthe Hemeier mit einem Cäsium-Magnetometer und mit Georadar durchgeführt. Erfasst wurden alle Flächen entlang des Hisartepe, sowohl im Norden als auch im Süden, die als Hafengebiete in Frage kamen. Dabei wurden die Ergebnisse des Vorjahrs bestätigt, einige weitere, nicht sicher zu interpretierende Befunde kamen hinzu. Es stellte sich jedoch heraus, dass der hier anstehende Felsen aus einem metamorphen, stark magnetischen Gestein besteht, das die geomagnetischen Messungen sehr beeinträchtigt und auf dem Hügel selbst – versucht wurde es im Speicherviertel – gänzlich unmöglich macht. Das Georadar wurde wiederum durch einen sehr hohen Tonanteil im Boden stark gedämpft, weshalb die Resultate nicht sehr scharf sind und auf einen Bereich bis ca. 2 m Tiefe begrenzt waren. Auf der Südseite des Hisartepe konnten gar keine antiken Befunde ausgemacht werden. Hier kam zu den beschriebenen Problemen noch die massive Störung durch Eisenpfosten eines früheren Gewächshauses hinzu. Im Speicherviertel konnten durch Georadar-Messungen jedoch einige an der Oberfläche nicht sichtbare Mauerzüge zu den Speicherbauten hinzugefügt werden. Ermutigender waren die Ergebnisse auch weiter im Norden am Ördekbakacak Tepesi, wo mittel Geomagnetik ein antiker Töpferofen lokalisiert werden konnte (s. u.)

3) Speicherviertel
Im frühhellenistischen Speicherviertel wurden alle im Vorjahr kartierten Mauern erneut kontrolliert und beschrieben, um die Grundrisse und Straßenverläufe genauer bestimmen zu können. Es stellte sich dabei heraus, dass es ein zumindest im zentralen Bereich regelmäßiges System aus rechtwinklig angelegten Straßen gab, mit einer besonders breiten Hauptstraße, die von Süden nach Norden über den Hügelsattel führt. In den Randbereichen wurde vom Straßenraster hingegen abgewichen. Von zwei ausgewählten Bauten wurden Maueransichten im Maßstab 1:20 gezeichnet. Es handelt sich um das bisher einzige bekannte Beispiel eines geplant angelegten Viertels auf der Karischen Chersones. Diese Arbeiten wurden von Alice Bieniussa durchgeführt, die über das Speicherviertel ihre Magisterarbeit verfasst.

Widerlager der Presse   [zoom]
4) Gehöft am Oyuklu Tepe

Eine genauere Untersuchung des Gehöfts am Oyuklu Tepe führte zur Entdeckung weiterer Mauerzüge, insbesondere im Osten. Darüber hinaus wurde eine Maueransicht der Gehöftterrasse mit der Kelter im Maßstab 1:20 gezeichnet. Sophia Walz, die diese Arbeiten unternahm, verfasst darüber ihre Bakkalaureus (B.A.)-Arbeit.

Kastabos, Pronaos   [zoom]

KASTABOS (FS 36)
Die Arbeiten am Tempel der Hemithea in Kastabos wurden dieses Jahr von Dipl.-Ing. Christine Wilkening übernommen. Dr.-Ing. Nicole Röring, die diese Arbeiten im Vorjahr begonnen hatte, hatte inzwischen eine Stelle am DAI Madrid angetreten und wird in Kastabos auf Wunsch ihre Arbeitgebers nicht weiterarbeiten. Frau Wilkening bearbeitet das Heiligtum als Thema ihrer Dissertation, die von Prof. Klaus Rheidt an der TU Cottbus betreut wird. Mit der Unterstützung durch zwei Architekturstudenten wurden der Steinplan des Tempels im M 1:20 gezeichnet, ein Fundlageplan der verstürzten Bauglieder im M 1:50 erstellt, 75 Bauteile in Karteikarten erfasst und davon 41 gezeichnet. Die gefundenen Bauteile weisen trotz ihrer z.T. sehr geringen Größe und der schlechten Qualität des Marmors eine sehr hohe Präzision in ihrer Bearbeitung auf. Auch konnten weitaus mehr Bauteile der Außenordnung aus Marmor gefunden werden, als im Vorfeld anzunehmen war. Die meisten sind so stark gebrochen, dass sie wenig Rückschlüsse auf ihre ursprüngliche Verwendung zulassen. Viele weisen jedoch Flächen mit sehr fein gearbeiteter Anathyrose auf, so dass sie zweifelsfrei als Bauteil dem Tempel zuzuordnen sind.
Zu den bedeutenden Funden im Jahr 2007 zählen ein mit Akanthus verzierter Block, der vermutlich ein Antenkapitell ist, sowie ein in seiner Höhe und Tiefe weitgehend erhaltener Block mit Lotus- und Palmetten-Fries, dem auf der Oberseite eine schräge Fläche angearbeitet ist. Bei diesem Stein handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den Eckblock des Frieses mit dem Auflager für den Eckakroter des Tempels. Die Fundlage an der Nordostecke der Krepis weist darauf hin, dass der Akroter auch von dort stammt. Dies wiederum zeigt, dass viele Bauteile noch in Sturzlage zu finden sind und eventuell eine steingenaue Rekonstruktion möglich ist.
Kastabos, Sima   [zoom]
Im gesamten Areal gibt es sehr viele Fragmente von Säulen und Säulenbasen. Ebenso konnten drei große Fragmente der Sima dokumentiert werden, von denen zwei den Ansatz eines Löwenkopfes mit Wasserspeier zeigen. Viele Geisonfragmente sowie einige Fragmente von unterschiedlichen Kymata wurden um den Tempel herum gefunden.
Die Kalksteinblöcke, aus denen die Krepis und die Cella bestehen, sind von guter Steinqualität, sehr präzise gearbeitet und auch heute noch sehr gut erhalten. Die Untersuchung einiger vollständig erhaltener Cellawandquader gibt Hinweise darauf, dass der Tempel eine Kurvatur besaß. Dieser Frage soll in der kommenden Kampagne weiter nachgegangen werden.
In der Cella konnten im Jahr 2007 keine Reinigungsarbeiten durchgeführt werden, da dafür keine Genehmigung vorlag. Der stark durchwühlte Bereich soll in den folgenden Kampagnen genauer untersucht werden, um ergänzende Informationen zu dem Vorgängerbau herauszufinden. Im Raubgrabungsschutt konnten vereinzelt Kiesel gefunden werden, die zu dem von Cook und Plommer wenig dokumentierten Kieselfussboden gehören. Die Kiesel von 1-3 cm Länge sind sehr glatt und hauptsächlich in den Farben rot, weiss, grün gehalten.
Die Bearbeitung der Ziegel übernahm Sophia Walz, die neben den Zeichungen auch die weitere Dokumentation der Ziegel durchführte. Dabei konnten alle Formen, die bereits Cook und Plommer fanden, bestätigt werden. Ergänzende Beobachtungen an unterschiedlichen Linienverzierungen, Oberflächen und Ziegelprofilen könnten über die Bauabfolge und eventuelle Reparaturarbeiten noch weitere Erkenntnisse bringen.
Schnitte durch die Tempelterrasse, die die Anbindung des Tempels an die Naiskoi darstellen, sollen über den Zusammenhang der einzelnen Gebäude Aufschluss geben und die Einbettung des Tempels in den heiligen Felsen zeigen. In diesem Jahr wurde mit einem Querschnitt durch den Pronaos begonnen, weitere Längs- und Querschnitte sollen in den kommenden Kampagnen folgen.


Köklü, Bau 5   [zoom]
Aussicht vom Köklü   [zoom]
KÖKLÜ DAĞ (FS 66)

Ein bei Cook nur kurz erwähnter Siedlungsplatz wurde auf dem Köklü Dağ, auf ca. 600 m Höhe und 300 m oberhalb von Kastabos, untersucht. Es handelt sich um eine befestigte Siedlung des 7. und 6. Jhs. v. Chr., die im Laufe des 5. Jhs. aufgegeben worden ist. In der Keramik sind begrenzte Aktivitäten im 3. Jh. v. Chr. und dann erneut in frühbyzantinischer Zeit belegt. Die Stadtmauern sind als Trockenmauern aus kleineren bis mittelgroßen Bruchsteinen errichtet und folgen in Kurven den natürlichen Hangkanten. Sie zeigen damit Merkmale von Befestigungen früharchaischer Zeit und sind mit den Mauern der frühen karischen Fluchtburgen vergleichbar. Die Bauten im Inneren sind zum Teil aus großen, groben Polygonalquadern errichtet, einer für die archaischen Stadtmauern von Loryma und Bybassos typischen Bauweise, die in das 6. Jh. v. Chr. zu datieren sein dürfte. Es wurden in der Siedlung 31 Bauten kartiert, weitere ca. 20 sind im Nordostbereich der Stadt anzunehmen, wo das Gestrüpp zu dicht ist, um die Ruinen untersuchen zu können. Auf dem höchsten Grat des Berges befinden sich drei herausgehobene Bauten, von denen zwei als mehrgeschossige Türme zu rekonstruieren sind. Diese wurden in Steinplänen und einer Maueransicht im M 1:20 dokumentiert. Ein dritter hat einen Mauersockel aus Orthostaten, der als ‚Würdezeichen’ die besondere Bedeutung dieses Gebäudes herausstreicht.
Insgesamt sind die Gebäude meist ein- bis zweiräumige, einzeln stehende Häuser, bisweilen mit einer vorgelegten Terrasse, und haben damit große Ähnlichkeit mit den Häusern von Loryma, die bis in hellenistische Zeit bewohnt waren. In zwei Häuser wurden in frühbyzantinischer Zeit Zisternen eingebaut.
Es handelt sich damit um eine der ca. 20 antiken Siedlungen, die Mitglieder des Bundes der Chersonesier waren, doch ist sie die einzige bisher bekannte, die bereits so früh aufgegeben worden ist. Die anderen Siedlungen bestanden in der Regel bis in späthellenistische Zeit, als die ganze Chersones entvölkert worden ist. Dies ist für die Beurteilung der chersonesischen Siedlungen ein großer Gewinn, da hier erstmals die archaische Bauweise von Stadtmauer und Häusern ohne nennenswerte spätere Phasen untersucht werden kann. Dies erlaubt umgekehrt Rückschlüsse darauf, welche Bauweisen in den übrigen Siedlungen auf die Frühzeit zurückgehen und welche als klassische und hellenistische Neuerungen zu interpretieren sind.

Ördekbakacak Tepesi (FS 2A)
Unterhalb der im Vorjahr untersuchten Fundstelle am Ördekbakacak Tepesi, einer byzantinischen, dreischiffigen Kirche, wurde ein ca. 2 m tiefer Graben durch den Acker gezogen. Im Aushub und in den Profilen des Grabens fanden sich so erhebliche Mengen an hellenistischer Keramik, dass eine Interpretation des Befundes als Abfallhaufen einer Töpferwerkstatt nahelag. Fehlbrände und Keramikschlacken wurden, wenn auch nur in geringem Umfang, ebenfalls angetroffen. Die geomagnetische Prospektion des Gebiets zeigte schließlich eine Anomalie, die für Hochtemperaturbereiche typisch ist und hier als Töpferofen interpretiert werden darf.

Vermessung
Die Vermessung wurde von Elisabeth Riepel und Torsten Buchwald (FH Würzburg) durchgeführt. Zum Einsatz kamen dabei Tachymeter und GPS. Die Geräte stellte die FH Würzburg zur Verfügung.

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2007 BYBASSOS YÜZEY ARAŞTIRMASI

Kampanyanın ilk haftasında araştırma bölgesinde bulunan Bizans anıtları Erlangen Üniversitesi’nden ekibimize katılan Bizans Dönemi uzmanlarının desteğiyle incelenmiştir. Bu önaraştırmanın amacı, gelecek kampanyalarda yapılacak Bizans eserlerin incelemesi ve yayınının planlanmasıdır (Katılanlar: Doç. Dr. Winfried Held, Prof. Dr. Carola Jäggi, Prof. Hans-Rudolf Meier, Dr. Ute Verstegen, Boriana Ilkova.).
Araştırmanın geri kalan bölümünde Bizans ve Geç Antik Dönemle ilgili çalışmalara ara verilerek antik döneme tarihlendirilen kalıntılar araştırılmıştır. Kampanya süresince Bybassos ve Kastabos’ta 2006 yılında başlatılan çalışmalara devam edilerek Köklü Dağı üzerindeki bir yerleşim alanı tespit çalışmalarına başlanmıştır.


1) GEÇ ANTİK DÖNEME TARİHLENEN ANITLAR

a) Orhaniye Köyü, Martı Marina’da Bulunan Kilise (FS 63)

Marmaris Martı Marina’da bulunan ve İ.S. 5-6 yüzyıllarda inşa edildiğini düşündüğümüz kilise yapısının Marina yönetimi tarafından yaptırılan rölövesinden yola çıkarak, duvarlarının detaylı bir icelemesi gerçekleştirilmiştir. Yapıyla ilgili tüm bulgular planlara işaretlendikten sonucu daha önce yaptırılmış olan rölövede birçok hata ortaya çıkarılmıştır. Kilisede gerçekleştirdiğimiz araştırmalarımız aşağıda özetlenmektedir:
Kilise üc evrede inşaa edilmiş olup birinci evreye, üç nefli ana mekanla beraber, doğu apsis ve iki yan mekana sahiptir. İkinci evrede narthex ve konche şeklindeki narthex güney girişi inşaa edilmiştir. Narthex ve apsis yan mekanları iki katlı olup yan neflerden daha yüksektir. Üçüncü evrede batıda bir önmekan veya avlu eklenmiş olmalıdır.
Bazı duvarlar daha düzgün inşaa edilmiş olup özenle sıvanmıştır (çizgili pietrarasa ve sarı boya?). Aynı evreye ait olan diğer duvar kısımları, bu kadar ince bir işçilik göstermemektedir.
Binanın birçok yerinde, ikinci bir sıva tespit edilmiştir. Buralarda tekrar sarı boya, ve başta köşeler olmak üzere yapının çeşitli yerlerinde kırmızı çizgilerin izleri tespit edilmiştir. Yapının iç düzenlemesi hakkında oldukça az bilgi yüzey araştırması sırasında belirlenebilmiştir. Bu özellikler içinde en önemlisi, nefler arası direk sıraların stylobatlarıdır. Ayrıca mimari süsleme parçalarından üç adeti kilisenin içinde bulunmaktadır. Kilisenin içinde bulunan diğer süsleme elemanları arasında yapının her iki tarafından kabartmalı birer levha parçası; kırmızı kireçtaşından yivli bir templon direği; ortasında dairede bir haç çok aşınmış bir erken Bizans levha bulunmakta olup apsisin her iki tafarında profilli korniş blokları ve yan giriş kapıların üzerindeki iki lento halen in situ haldedir.
Bölgenin en önemli erken Bizans yapılarından biri durumunda olan ve M. S. 5.-6. yüzyıla tarihlendirilen bu yapının önümüzdeki yıllarda kapsamlı bir restorasyon projesine ihtiyacı olduğunu düşünmekteyiz. Bakanlığımız tarafından uygun görülmesi halinde Marmaris Martı Marina sponsorluğunda yürütülmesi planlanan bu proje çerçevesinde 2008 yılında daha detaylı incelemeler öngörülmektedir. Restorasyonun hazırlığı olarak, yapının durumunun ilk tespiti şu sonuçlara vardı:
- Yapıda görülen bazı duvar çatlaklarının aktif olmadığı belirlenmiştir.
- Bizans döneminde gerçekleştirilen tamirat izleri tespit edilmiştir.
- Duvarların içinden ve üzerinden çıkan bitkilerin yapıya zarar verdiği ve kaldırılması gerektiği belirlenmiştir.
- Restorasyon öncesi yapıya ait duvarların başlarının temizlenmesi gerekmektedir.
- Kiliseyi çevirilen zincir yapıya girilmesi için kısmen kaldırılmıştır. Koruma için tekrar yerleştirilmelidir.
- Genel olarak, yapının durumu çok iyidir. Restorasyon için acil bir durum yoktur.

Marina civarında gerçekleştirdiğimiz çalışmalarda kilisenin yakınında, tonozlu küçük bir yapı daha tespit edilmiştir (FS 57). Duvarların yapısı ve sıvası büyük kiliseye çok benzediği için, aynı dönemde inşaa edildiği düşünülmelidir. İşlevi, muhtemelen bir anıt mezardır.


b) Orhaniye Koyundaki Kale Adası (FS 65)

Orhaniye Koyu’nun içindeki ada üzerinde bulunan bir kale, geniş bir ön kale ve üzerindeki bir iç kaleden oluşmaktadır. İç kalede, iki sarnıç ve iki mekanlı bir anabina bulunmaktadır. Doğu zirvesi üzerinde, apsisli bir şapel tespit edilmiştir. Bu yapı, 12.-14. yüzyıla ait bir şövalye kalesi olarak yorumlanmıştır.


c) Bybassos

Ortaçağa ait olan, içkaledeki yapı kompleksinde, kubbeli mekan ve arkasındaki bir sarnıçtan oluşan bir hamam bölümü tespit edilmiştir. Yanında, doğuda apsisli bir mekan bulunmaktadır. Bunun kuzey duvarındaki derin olmayan ikinci apsis, mekanın bu bölümünün kubbeli olduğuna dair bir işareti olarak kabul edilmelidir. Bütün bu yapı, küçük olmasına rağmen, çok kaliteli bir mimari eserdir ve detaylı bir inceleme gerektirmektedir. 13.-15. yüzyıllara ait bu yapı, hem batı, hem Arap dünyasının etkilerini göstermekte olup şövalyeler tarafından inşa edilmiş olmalıdır.


d) Ördekbakacak Tepesi Kilisesi (FS 2)

2006 yılında tespit edilmiş olan bu kilise, üç apsise sahiptir ve oranlarına göre, orta Bizans dönemine ait olmalıdır. Yuvarlak ek bina, bir Skeuophylakion (levazım odası) olabilir.

Tepenin doğu tarafının alt bölünde yeni bir kanal çukuru kazılmıştır. Bu çukurdan, cok büyük miktarda hellenistik döneme tarihlendirilen keramik çıkmıştır. Bu konu seramik çalışmaları bölümünde ayrıntılı olarak açıklanacaktır.


e) Değirmenyanı Kilisesi (FS 1)

Kilisenin kalıntıları yapının tek apsisli, üç nefli bir basilika olarak yorumlanmasını olanaklı kılmaktadır. Yapının güneyinde bir ek mekan veya avlu (Parekklesion?) tespit edilmiştir. Apsisin önünde, sonraki bir evreye ait olan ve kiliseye simetrik olmayan ufak bir podyum ve yan duvarlar bulunmaktadır. Kilise, erken Bizans dönemine ait olup sonraki evrede küçük bir mescite dönüştürülmüştür.


2) ANTİK ANITLAR

BYBASSOS

a) Surlar

2007 yılı Mayıs ayında Hisartepe’nin kuzey yamacında ortaya çıkan bir orman yangını sonucunda surların önemli bölümü tespit edilebilmiştir. 2006 yılında sıkı bitki örtüsü nedeniyle geçilemez durumda olan bölgede, artık Arkaik ve Klasik surlar hemen hemen eksiksiz olarak takip edilmiş ve topografik haritaya işlenmiştir. Surlarda gerçekleştirilen çalışmalar sırasında duvarların değişik bölümlerden, farklı evreler ve tekniklerin ayırtedilmesine yönelik bir çalışma sürdürülmüş ve tüm veriler fişlere aktarılmıştır. Bu çalışmalar, doktora öğrencisi ve Karya Chesonesos’taki sur ve kale hakkında bir doktora tezi hazırlayan Matthias Nöth M.A. tarafından gerçekleştirilmiştir.


b) Jeofizik Yöntemlerle Gerçekleştirilen Araştırmalar

2006 yılında, Bybassos yerleşiminin antik dönemde bir yarımdada yer aldığı, yanındaki ovalarda ise geç Hellenistik döneminden itibaren yerleşildiği belirlenmişti. Robert Fesler tarafından, 2006 yılında küçük bir bölgede sınırlı kalan jeomanyetik araştırmalar 2007 yılı programının öngörülmesi için önemli veriler sunmuştur. Bu kapsamda 2007 yılında Christian Hübner ve Birthe Hemeier tarafından Caesium-Manyetometre ve Jeoradar yöntemleriyle 10 gün süren çalışmalar gerçekleştirilmiştir.
Hisartepe’nin kuzey ve güneyinde bulunan düzlüklerde liman olması muhtemel alanlarda jeofizik yöntemler kullanılarak toprak altındaki yapı tespit edilmiştir. Bu çalışmalar 2006 yılı sonuçlarını doğrulamakla birlikte kullanılan tekniklerdeki yenilikler doğrultusunda daha detaylı bir yeraltı haritası edinmemizi sağlamıştır. Ancak manyetik ölçüleri olumsuz yönde etkileyen metamorfik anakayanın varlığı bazı noktalarda detaylı yorum yapmamızı engelledi. Hisartepe’nin üzerinde ise, Depo mahallesinde bir bölge ölçüldükten sonra, bu yöntemin anakayanın yapısı nedeniyle tamamen imkansız olduğu ortaya çıktı. Jeoradar ise topraktaki yüksek kil oranı yüzünden çok net sonuç vermemekle birlikte ancak 2 metre derinlikteki kalıntıların haritasını çıkaracak sonuçlar vermiştir. Hisartepe’nin güneyinde geçekleştirilen jeomanyetik araştırmalarda ise antik bulgulara rastlanmamıştır. Burada, sözedilen zorluklar dışında, eski bir seranın demir direklerinin olumsuz etkisi yüzünden, bu bölgede kesin sonuca varılamamıştır. Depo mahallesinde Jeoradar yöntemiyle geçekleştirilen jeomanyetik araştırmalarda ise 2006 yılında tespit ettiğimiz depo binalarına birkaç yeni duvar eklenmiştir. Ayrıca, Ördekbakacak Tepesindeki yürütülen çalışmalarda antik bir seramik fırınıyla ilişkili veriler tespit edilmiştir. (bkz. aşağıda).


c) Depo Mahallesi

Hisartepe ve Oyuklu Tepelerin arasındaki bel üzerinde bulunan ve erken Hellenistik dönemde kullanıldığı düşünülen Depo Mahallesinin, planları ve sokakların rekonstrüksiyonu yapabilmek için, 2006 yılında tespit edilen ve ölçülen duvarlar tekrar kontrol edilmiş ve tüm yapıların ayrı ayrı fişleri hazırlanmıştır. Bu çalışmaların sonucunda, en azından merkez bölgesinde, düzenli ve dikdörtgen bir sokak sistemi tespit edilmiştir. Oldukça geniş bir anacaddenin güneyden kuzeye tepenın sırtından geçtiği ve kenarlarında düzenli bir sokak sistemine sahip olduğu belirlenmiştir. İyi korunan yapıların ikisinin 1:20 ölçekli duvar çizimleri yapılmıştır. Depo mahallesi olarak adlandırdığımız yapılar ve sokaklar sistemi bugünde kadar, Karya Chersonesosu’nda belirlenen planlı mahallenin tek örneğidir. Bu çalışmalar, bu konu hakkında master tezini hazırlayan yüksek lisans öğrencisi Alice Bieniussa tarafından gerçekleştirilmiştir.


d) Oyuklu Tepe kenarındaki çiftlik

Oyuklu Tepe kenarındaki çiftliğin ayrıntılı araştırması sırasında, özellikle doğuda birkaç duvar daha tespit edilmiştir. Yeni bulunan duvarlar, çiftlik terası ve preslerle ilgili müştemilatın 1:20 çizimi yapılmıştır. Bu çalışmaları yapan öğrenci Sophia Walz, bu konu hakkında lisans (B.A.) tezini hazırlamaktadır.


KASTABOS (FS 36)

Kastabos Hemithea Tapınağı çalışmaları, 2006 yılında çalışmaları yöneten Mimar Dr. Nicole Röring’in, Alman Arkeoloji Enstitüsü, Madrid şubesinde bir kadroya atanması nedeniyle Mimar Christine Wilkening tarafından yürütülmüştür. Christine Wilkening, bundan sonraki kampanyalarda yüzey araştırması ekibimizde yeralacak ve Kastabos Kutsal alanı hakkında, Cottbus Teknik Üniversitesi’nde doktora tezini hazırlayacaktır. Christine Wilkening’in Mimari hocası Prof. Dr. Klaus Rheidt, Kastabos’u kampanya süresinde ziyaret etmiştir.
Kastabos Hemithea Tapınağı’nın mimari öğrencileri yardımıyla 1:20 ölçekli taş planı çizilmiş, ayrıca düşmüş vaziyetteki yapı elemanların 1:50 ölçekli planı çıkarılmıştır. 75 yapı elemanının envanter fişleri hazırlanarak 41’i çizilmiştir.
Bulunan yapı elemanları, kısmen çok küçük boyutta olup ve ikinci kalite mermerin kullanılmasına rağmen çok kaliteli bir işçilik göstermektedir. Ayrıca, önceden tahmin etmediğimiz sayıda, dış cepheye ait mermer parçaları elimize geçmiştir. Bu parçaların çoğu çok kırık oldukları için, orijinal işlevleri hakkında net bir sonuç verememiştir. Bununla birlikte birçok parça yüzeyde çok ince anathyrosis’i gösterdikleri için, şüphesiz tapınağa ait olmalıdır.
2007 yılının önemli buluntularından biri muhtemelen ante sütunbaşı olarak yorumlanması gereken akanthuslu bir taş blok ve üzerinde köşe akroterin kaidesi bulunan Lotos-palmet frizli bir bloktur. Bu blok, Krepis’in Kuzeydoğu köşesinde bulunduğu için, muhtemelen tapınağın bu köşesine ait olmalıdır. Ayrıca, yapı elemanların çoğu halen düştükleri yerde durduğu için her taşın orijinal yerinin tesbit edilebileceği bir rekonstrüksiyon gerçekleştirilecektir.
Bütün arazide halen sütun ve sütun kaidelerine ait çok sayıda kırık parça bulunmaktadır. Araştırmalar sırasında Sima’ya ait üç büyük blok tesbit edilmiştir. Bunların ikisinde, arlsanbaşı şeklindeki su geçitlerin yanları korunmaktadır. Bunların yanında Geison parçaları ve değişik kymationlara ait parçalar da tapınak çevresinde bulunmuştur.
Tapınağın temel ve Cella duvarları kaliteli kireçtaşından yapılmıştır. Bunlar çok kaliteli işçilik göstermekte olup halen iyi korunmuşlardır. Cella duvarına ait taş blokların çizimlerinin sonucunda, tapınağın muhtemelen hafif bir bombeye sahip olduğu tespit edilmiştir. Bu konunun araştırması, gelecek kampanyada devam edilecektir.
Cellanın içindeki, 2005/2006 kışında yapılan kaçak kazının atık topraklarında, farklı renklerden küçük çakıl taşları bulunmuştur. Bunlar muhtemelen, Cook ve Plommer’in halen bozulmamış haldeyken kazdıkları, ancak yeterli bir dokümentasiyonu olmayan cella tabanına ait olmalıdır. Çapı 1-3 cm olan çakıl taşlar, özellikle kırmızı, beyaz ve yeşildir.
2007 yılında, tapınak, naiskoslar ve kutsal kayanın bağlantılarını ortaya çıkarmaya yönelik kesit çizimi çalışmalarına da başlanmıştır. İlk çalışma Pronaos’ta gerçekleştirilmiştir.
Çizim çalışmaları sırasında seramik ve küçük buluntular da sistematik şeklilde toplanmıştır. Ayrıca tapınağa ait çatı kiremitleri de toplanarak çizilmiş ve yapının evreleri ve tamirat çalışmaları hakkında yeni bilgilere ulaşılmıştır.


KÖKLÜ DAĞ (FS 66)

Cook tarafindan sadece kisaca sözedilen bir yerleşim yeri, Kastabos Hemithea Tapınağının üzerinde 300 m yükselen, denizden 600 metre rakımlı Köklü Dağı’nda incelenmiştir. Buradaki ilk çalışmalar yerleşimin topoğrafik planının çıkarılması, yüzey keramiklerinin toplanması ve fotoğrafların çekilmesiyle başlanmıştır. M. Ö. yedinci ve altıncı yüzyıla ait bu arkaik yerleşim yeri, M. Ö. beşinci yüzyılda terkedilmiş ve keramik sonuçlarına göre M. Ö. üçüncü yüzyıla ve erken Bizans dönemine ait sınırlı bir yerleşime sahne olmuştur.
Surlar kısmen küçük, kısmen orta boylu taşlardan ve harçsız inşaa edilmiştir. Doğal kayalar kullanılarak kavisli bir şekilde doğal arazi takip edilmiştir. Köklü Dağ yerleşimininin surları erken arkaik surların özelliklerini gösterirken aynı döneme tarihlendirilen Karya sığınma kalelerine benzemektedir. Yerleşim içindeki binalar kısmen büyük ve kaba polygonal taş bloklardan inşaa edilmiştir. Bu yapı tekniği Loryma ve Bybassos’un arkaik surlarında izlenmekte olup M. Ö. 6. yüzyıla tarihlenmektedir. Yerleşimde 31 yapı tespit edilmiştir. Bunların yanında yaklaşık 20 yapı daha bitki örtüsü geçilmez kadar sıkı olan ve dolayısıyla araştırılamayan Kuzeydoğu bölgesinde bulunmaktadır. Dağın en yüksek sırtında üç adet gösterişli yapı bulunmaktadır. Bunlardan ikisi çok katlı kule olarak tanımlanabilir. Bu kulelerin taş planları ve bir duvar yüzü 1:20 ölçekli çizilmiştir. Üçüncü bina, önemi vurgulayan bir orthostat sırası ile çevirilmiştir.
Genellikle bu yapılar bir veya iki mekanlı evlerdir; bazıların önünde bir teras eklenmiştir. Bu formlarıyla Hellenistik döneme kadar kullanılan Loryma evleriyle paralellikler göstermektedir. Bütün yerleşimin boyu da Loryma ve Bybassos’la yaklaşık bir alana yayılmıştır. İki yapının içinde, erken Bizans döneminde sarnıçlar eklenmiştir.
Araştırmamızın sonucunda, Köklü Dağı yerleşiminin, şimdiye dek bilinen ve Karya Chersonesosu’nun birliğine (koinón) ait olan, yaklaşık 20 antik yerleşimden birisi olması gerektiği belirlenmiştir. Yarımadadaki tüm yerleşimlerin genellikle geç Hellenistik dönemde terk edilmesine rağmen, Köklü yerleşiminin çok daha erken terk edildiği görülmektedir. Köklü Dağı yerleşimi Yarımadadaki diğer yerleşimlerin erken evreleri hakkında önemli ipuçları sunmaktadır. Böylece ilk kez Arkaik Döneme tarihlendirilen yapıların ve surların yapı tarzları hakkında da bilgi edinilecektir. Ayrıca, diğer yerleşimlerin yapı teknikleriyle ilgili karşılaştırmalar da gerçekleştirilebilecektir.


ÖRDEKBAKACAK TEPESİ (FS 2A)

2006 yılında araştırılan yerleşim yerlerinden birisi olan, Ördekbakacak Tepesi’nin eteğinde, üç nefli Bizans kilisenin altındaki tarlada, derinliği yaklaşık 2 metrelik olan bir kanal çukurunun kazıldığı belirlenmiştir. Kazılan toprak ve çukurun profillerinde çok yoğun bir şekilde Hellenistik keramik ele geçmiştir. Bu durum bölgede bir keramik atölyesinin çöplüğü ya da bir depo alanı olduğunu düşünmemize yol açmıştır. Buluntular arasında ele geçen az miktarda amorf keramik parçaları ve curuf bu görşümüzü destekler nitelikteki bulgular olarak değerlendirilmelidir. Bölgenin jeomanyetik araştırması, toprak altında bir seramik yoğunluğunun ya da seramik üretimiyle ilgili fırın kalıntılarını işaret eden yüksek bir anomali göstermiştir. Ancak kesin sonuçlar bölgede gerçekleştirilecek kazılarla ortaya çıkarılabilir.



BYBASSOS 2007 SERAMİK ÇALIŞMALARI
Kaan Şenol

2007 yılı Bybassos Yüzey araştırması kampanyası seramik çalışmalarına 2005 yılında başlatılan her parçaya ayrı bir fiş verilerek gerçekleştirilen elektronik envanterleme işlemiyle devam edilmiştir. Çalışmalar 2007 yılı yüzey araştırması programıyla uyum gösterecek şekilde 6 farklı sektörde yoğunlaştırılmıştır. Yüzeyden sistematik seramik toplama dışında kalan çizim, fotograflama ve detaylı analiz çalışmaları araştırma kampında hazırlanan özel bir alanda gerçekleştirilmiştir.

Liman Mahallesi (BY4): Hisartepenin kuzeybatı yamaçlarında 2006 yılının Mayıs ayında gerçekleşen bir orman yangını sonucunda Liman mahallesi olarak adlandırdığımız alanın büyük ölçüde tahrip olduğu belirlenmiştir. Bitki örtüsünün yanması ve yangın söndürme sırasındaki aktiviteler bölgede çok sayıda çanak çömleğin günışığına çıkmasını sağlamıştır. Yüzey araştırmaları sırasında bölgede tespit edilen 443 adet profil veren parçanın 128 adetini Rhodos, Rhodos Peraiası ve Knidos’da üretlen amphoralar oluşturmaktadır. Ele geçen eserlerin tamamına yakını Erken Hellenistik Döneme ait ince çanak çömlek parçaları, dokuma tezgah ağırlıkları ve günlük kullanım seramiğidir. Bunların arasında Hisarönü atölyelerinde üretilen dışa çekik ağız kenarlı astarlı Erken Hellenistik Döneme tarihlenen kaseler önemli yer tutmaktadır. Yamaçlarda toplanan az sayıda Klasik Döneme tarihlendirilen seramik örnekleri ise Hisartepenin yüksek kesimlerinin MÖ 5. yy’da kullanımda olduğunu göstermektedir.

Depo Mahallesi (BY7-8): Hisartepe ile Oyuklutepe arasında kalan sırtta bulunan ve tespit edilen yapıların karakteri nedenile depo mahallesi olarak adlandırılan alanda toplanan seramik ağırlıklı olarak Rhodos üretimi ticari amphoralar, günlük seramik ve ince seramikten oluşmaktadır. Yoğun bir yapılaşmanın izlendiği alanda Erken Hellenistik Döneme tarihlenen çatı kiremitleri de ele geçmiştir. Arazinin son derece sık bir bitki örtüsüyle kaplı olması toplanan seramik oranını da etkilemiştir. Bununla birlikte depo mahallesinde ele geçen seramiğin özellikle sırtın kuzeyinde 8 nolu alanda yoğunlaştığı tespit edilmiştir. Bu durum, Hisartepe’nin İ.Ö. 3. yüzyılın ikinci yarısına kadar denize doğru olan tüm kuzey yamaçlarının eksiksiz bir yerleşime sahip olduğunu göstermektedir.

KASTABOS (BY36): 2006 yılında Kastabos Hemitheia Kutsal alanında gerçekleştirilen yüzey araştırmalarında toplanan seramiğin yeniden değerlendirilmesi ve arazideki mimari çalışmalar sırasında toplanan küçük eserlerin incelenmesi sonucunda daha önceki raporumuzda belirttiğimiz üzere alanın ilk yerleşimine ait Arkaik Döneme tarihlenen az sayıda buluntunun vadide yapılaşmanın başladığı Kutsal kaya çevresinden geldiği ve yerleşimin eklentilerle Hellenistik Dönem’de de devam ettiği teyit edilmiştir. 2007 yılında Kastabos Kutsal alanından çok sayıda çatı kiremiti toplanarak incelenmiştir.

KÖKLÜ DAĞ (FS 66): 2007 yılında Köklü Dağı yerleşiminde yürütülen araştırmalarda yerleşimin çok sarp ve bitki örtüsüyle kaplı olmasına rağmen alanın karakteristiği ve kronolojisi hakkında önemli bilgiler sunan 232 adet pişmiş toprak eser paçası ele geçmiştir. Bu eserlerin arasında en önemli grubu bölgedeki yapılarla doğru orantılı olarak çatı kiremitleri oluşturmaktadır. Bölgedeki diğer yerleşimlerin aksine burada tespit edilen eserlerin arasında pithoslar önemli yer tutmaktadır (42 parça). Oldukça sarp bir araziye sahip olan Köklü Dağ yerleşiminde ele geçen diğer buluntular arasında amphoralar, günlük kullanım kapları depo kapları ve ince seramiğin tarihlendirilmesi bölgede yerleşimin İ.Ö. 7. yüzyılda başladığını ve 5. yüzyılın başlarına kadar devam ettiğini düşünmemize neden olmuştur. Ayrıca Hellenistik Dönemde tekrar iskan edilen alan kısa bir süre kullanılmış ve Orta Bizans Dönemine kadar terk edilmiştir. Bu dönemde tekrar iskan edilen bölgede yoğun bir yerleşimin izleri seramik bulgularla da kanıtlanmaktadır.

ÖRDEKBAKACAK TEPESİ (FS 2A): Ördekbakacak Tepe’nin kuzeyinde 2006 yılında kazılan bir su kanalı çok sayıda seramik buluntuyu da günışığına çıkarmıştır. Bölgede gerçekleştirdiğimiz çalışmalarda ele geçen 483 profilli parça içinde 214 amphora ve amphora kapağının bulunması bu alanın 2 km batısında bulunan Hisarönü atölyelerinde de bilindiği üzere amphora üretimiyle ilgili olduğunu düşünmemize yol açmıştır. Ancak eserler üzerine yapılan detaylı inceleme ve envanter çalışmaları sırasında bu amphoraların büyük çoğunluğunun Rhodos üretimi olduğu ve ithal edildiği, ayrıca farklı dönemlere tarihlendirilmesi gerektiği ortaya çıkmıştır. Bu durumun diğer seramik buluntularla da doğrulandığı belirlenmiştir. Atık topraktan toplanan seramik parçaları arasında İ.Ö. 3. yüzyılın ilk yarısna ait ince ve günlük kullanım kapları Hisarönü üretimi seramikle paralellikler göstermektedir. Ancak Bybassos ve çevresinde yerleşimin izlerinin çok zayıfladığı İ.Ö. 2. ve 1. yüzyılın ilk yarısına tarihlenen seramik parçalarının yoğunluğu Ördekbakacak Tepesi’nin kuzey yönündeki Kızılbağlık ovasının jeomanyetik yöntemlerle de incelenmesini gerektirmiştir. Yüzey araştırmaları sırasında toplanan seramiğin içinde İ.Ö. 1. yüzyıla tarihlenen eserlerin yanında fırın içinde kullanılan parçaların da bulunması, Marmaris Datça yolu üzerinde antik döneme ait bir sanayi bölgesi olabileceği savımızı güçlendirmektedir. 2007 yılında bölgede gerçekleştirilen jeomanyetik araştırmalar toprak altında büyük bir seramik yoğunluğunu ya da fırınların olduğu sonucunu vermiştir. Bölge, 2008 yılı araştırma kampanyasında tekrar incelenecektir.

Hellenistik Çiftlik (BY13, BY23): Oyuklu tepesinin güneydoğu yamacında bulunan bir çiftliğe ait müştemilat bölümleri bir şarap işliğine ait kalıntılar 2006 yılı kampanyasında tespit edilmiştir. 2007 yılında bölgede gerçekleştirilen araştırmalarda özellikle pres ve çevresi detaylı olarak incelenmiş ve yüzeyden küçük buluntuları toplama işlerine devam edilmiştir. BY13 olarak isimlendirilen yamaçta İ.Ö. 3. yüzyılın ilk çeyreğine tarihlendirilen buluntuların yoğunluğu dikkati çekmektedir. Özellikle Rhodos Peraiası üretimi olduğunu tespit ettiğimiz ticari amphoraların bölgede üretlen şarabın taşınmasında kullanıldığı anlaşılmaktadır. Çiftlik yapısının çevresinde de İ.Ö. 3. yüzyılın ilk yarısna tarihlendirilen çok sayıda günlük kullanım kabı ele geçmiştir.



MÜHÜRLÜ AMPHORA KULPLARI
Gonca Cankardeş Şenol

Bybassos ve çevresinde 2007 yılında gerçekleştirilen yüzey araştırmalarında çeşitli sektörlerden toplam 63 adet amphora mühürlü kulpu, 1 adet mühürlü stroter parçası ve bir adet de bir amphoranın kaidesi üzerine insize olarak yapılmış monogramdan oluşan ekmek mühürü ele geçmiştir.
Araştırmalarımızda yoğun amphora mühürü buluntusu içermesi açısından iki alan dikkat çekicidir: Bunlardan ilki, modern Marmaris-Datça karayolunun Hisarönü ayrımında, yolun doğusunda bulunan ve araştırmalarımız başlamadan önce su çalışması için açılmış olan kanal ve atık toprağın bulunduğu Ördekbakacak Tepesi’ndeki alandır (BY FS 2A). Bu alanda ele geçen 37 adet amphora mühürünün yanı sıra çeşitli üretim artıkları, fırın parçaları ve kanalın kesitinde yoğun seramik içeren tabakalar bu alanın, bölgede, özellikle de Çubucak kazılarında daha önce de rastladığımız üzere, çevredeki bir alanın boşaltılıp, malzemenin sözü edilen kesime atılması sonucu oluşmuş olmalıdır. Bu alanda ele geçen mühürler ağırlıklı olarak Rhodos kökenli olup, Rhodos mühür kronolojisine göre Helenistik Dönem içerisinde farklı periodlara tarihlenmektedir. Ayrıca Rhodos Peraiası üretimi dört, Knidos kökenli iki adet mühürlü kulp da ele geçmiştir. İkinci dikkat çekici alan Bybassos antik kentinin kuzey yamacında yer almaktadır (BY 4). Yoğun maki kaplı alanda yaz aylarında gerçekleşen küçük boyutlu yangın ve bunu söndürme çalışmaları sırasında tazyikli su ile akan toprakta 15 adet mühürlü amphora kulpu bulunmuştur. Çoğu Peraia üretimi amphoralara ait olan bu kulplar İ. Ö. 3. yüzyıla tarihlenmektedir. Buluntular, alanın belirtilen dönem içerisinde genellikle yerel ürünlerin bulunduğu bir depo veya satış yeri olabileceğini akla getirmektedir. Ancak yerel üretimlerin yanı sıra aynı dönemde üretilmiş Knidos kökenli amphoralara ait mühürlü kulplar da alanda ele geçmiştir.

Yoğun yüzey buluntusu içeren bu iki alanın yanı sıra hem Bybassos hem de çevresindeki BY 3, BY 8, BY 13, BY18, BY 25 ve BY FS 64 olarak kodlanan alanlarda ağırlıklı olarak Rhodos kökenli mühürler bulunmuştur. BY 5 alanından ele geçen mühürlü bir stroter parçası yine Helenistik Döneme tarihlenmelidir. BY 20 alanında ele geçen ve ekmek mühürü olarak tespit ettiğimiz amphora kaidesi olasılıkla Geç antik çağa ve Hristiyanlık dönemine tarihlenmelidir. Kaidenin yere oturtulan düzlemi üzerine kazıma ile yapılan khi ve rho harfleri mühürün dinsel amaçlı üretim için kullanılmış olduğunu göstermektedir.

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3. Kampagne (18. August – 26. September 2008)

An der 3. Kampagne des Surveys in Bybassos nahmen 24. Mitarbeiter teil. Wie im Vorjahr war die erste Woche den byzantinischen Denkmälern im Forschungsgebiet gewidmet, während die archäologische Feldarbeit in den folgenden fünf Wochen stattfand.

Auch in diesem Jahr konnte das Team auf die Unterstützung des Bürgermeisters von Hisarönü (Kreis Marmaris, Provinz Muğla) zählen. Außerdem sagte der Kommandant der örtlichen Jandarma-Wache angesichts aktueller Vorfälle von Raubgräberei am Tempel in Kastabos sowie auf dem Kargıcak Tepesi präventive Maßnahmen zu. Im Rahmen seiner Möglichkeiten sollen die antiken Stätten zukünftig unter Beobachtung stehen.


Orhaniye, Marina-Kirche   [zoom]
1) Orhaniye, Kirche auf dem Gelände der Martı Marina (FS 63)


Um die 2007 begonnene Aufnahme der byzantinischen Kirche abzuschließen, wurde die Architektur des Gebäude sowie dessen Baugeschichte detailliert untersucht. Diese Analyse diente auch der Vorbereitung eines Konzeptes zur Erhaltung der Kirche. Das Denkmalschutzprojekt soll mit finanzieller Unterstützung der Martı Marina durchgeführt werden.

Die Arbeiten konnten die Datierung der Kirche in das 5. – 6. Jh. v. Chr. bestätigen. Zur ersten Bauphase gehört eine dreischiffige Basilika, die zusammen mit den Nebenräumen der Apsis errichtet wurden. Danach muss in einer direkt anschließenden zweiten Phase ein Narthex angefügt worden sein. Es stellte sich zudem heraus, dass in der dritten Phase eine Vorhalle hinzukam. Beim Anbau des zweistöckigen Narthex erhöhte man in dieser Bauperiode auch die Mauern des östlichen Seitenschiffes. In der Folgezeit wurde das Obergeschoss des Narthex jedoch wieder abgerissen. Außerdem stellt der Fund einer in mittelbyzantinische Zeit datierbaren Münze, die auf der Oberfläche zwischen den Stylobatblöcken zutage kam, einen wichtigen Hinweis auf die Nutzungszeit der Kirche dar.

Die Untersuchung ergab, dass sich der Bau allgemein in einem guten Zustand befindet. Bei den Maßnahmen zu seiner Erhaltung muss kaum mit größeren Problemen gerechnet werden. Die Analyse erbrachte, dass vor allem der Pflanzenbewuchs an der Südseite das Gebäude vor Schäden bewahrt hat.

Aufgrund dieser Erkenntnisse entwickeln Hans-Rudolf Meier und die Architektin Iris Engelmann von der Bauhaus Universität Weimar ein Restaurierungskonzept. Dieses denkmalpflegerische Projekt umfasst die Entfernung des Pflanzen sowie die Ausbesserung des Mauerwerks, das in seinen höher erhaltenen Bereichen verstärkt und gesichert werden soll. Die Marina hat sich bereit erklärt, für die Kosten aufzukommen.


2) Ördekbakacak Tepesi, Kiseburnu (FS 2) und die Kirche in Değirmenyanı-Çayıravlu (FS 1)

2008 wurden die byzantinischen Kirchen am Ördekbakacak Tepesi und in Değirmenyanı jeweils zusammen mit den umliegenden Mauerresten in einem detaillierten Plan aufgenommen. Diese Arbeiten übernahm Patricia Korte, die ihre Magisterarbeit über die im Surveygebiet gelegenen byzantinischen Denkmäler verfasst.

3) Die antike Siedlung Bybassos

Hisartepe, Stadtmauern   [zoom]
a) Stadtmauern

Die Arbeiten an der Vervollständigung des Planes der Stadtmauern von Bybassos konnten - soweit es das dichte Pflanzengestrüpp zulässt – in diesem Jahr zum Abschluss gebracht werden. Insbesondere am Nordhang gelang es, vier Mauerphasen voneinander zu unterscheiden. Es wurden neben archaischen, klassischen und hellenistischen auch byzantinische Mauerzüge nachgewiesen. Wie während der vorhergehenden Kampagnen führt Matthias Nöth die Auswertung des Planes sowie die Untersuchungen zur Datierung der Mauerreste fort.

Geophysik, Ufermauer   [zoom]
b) Häfen und Einsatz geophysikalischer Methoden

Der hellenistische Hafen von Bybassos liegt heute unter den am Nordhang des Hisartepe gelegenen landwirtschaftlichen Nutzflächen verborgen. Dieses Gelände am Fuße des antiken Siedlungshügels war in der Antike Meer und ist heute aufgrund von Erosionsvorgängen verlandet. Lediglich ein an der Oberfläche sichtbarer rechteckiger Bau weist in diesem Bereich auf die Nutzung des Areals als Hafenanlage hin. Außerdem besteht ein Zusammenhang mit dem Speicherviertel, das sich auf dem Hügelsattel zwischen Hisartepe und Oyuklu Tepe erstreckt. 2007 konnten die geophysikalischen Untersuchungen aufgrund der geologischen Beschaffenheit des Bodens in diesem Areal nicht die erwarteten Ergebnisse liefen. Es stellte sich heraus, dass diese Probleme bei der Auswertung durch die natürlichen magnetischen Eigenschaften des felsigen Untergrundes verursacht wurden. Aus diesem Grund kam das Georadar zum Einsatz, das jedoch - bedingt durch den hohen Tonanteil im Boden - ebenfalls keine zufrieden stellenden Erkenntnisse erbrachte. Angesichts dieser Umstände wurde für 2008 die Anwendung der elektrotomographischen Methode geplant. Mit Hilfe dieses dritten Verfahrens konnte im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicheres Bild gewonnen werden. Die Auswertung der Elektrotomographie zeigte Mauer- oder Kaiverläufe, die teilweise bereits zuvor als Unregelmäßigkeiten im Gelände aufgezeichnet worden waren. Darüber hinaus wurden weitere Anomalien gemessen, bei den es sich um Kaimauern oder Molen handeln könnte. Da das Verfahren lediglich einzelne Profilschnitte liefert, ist für 2009 geplant, mittels geoelektrischer Untersuchungen das Gesamtbild des Hafens zu erfassen.

Im Rahmen der geophysikalischen Analysen des Jahres 2008 wurde eine 1 m starke Polygonalmauer (FS 67) detailliert vermessen, die sich gegenüber dem Hafen befindet und deren Reste auf einer Länge von 200 m oberirdisch erhalten sind. Dabei könnte es sich um eine Ufermauer handeln, die den Verlauf des antiken Ufers markiert. Um die Hypothese zu überprüfen, wurden unter Einsatz der geoelektrischen Methode Profilschnitte aufgenommen. Da sich bis jetzt kein deutliches Ergebnis abzeichnet, sollen im nächsten Jahr mit demselben Verfahren weitere Messungen durchgeführt werden.
Des Weiteren wurde ein im Süden des Hisartepe gelegener Acker mit dem Magnetometer begangen, da auf diesem Gebiet der Militärhafen der Siedlung vermutet wird. Noch konnte keine eindeutige Lokalisierung des Hafenbeckens erreicht werden.
Die Detailaufnahme des frühbyzantinischen Hafens von Bybassos, der sich an der heutigen Küstenlinie befindet wurde 2008 abgeschlossen. Dieser Hafen war ungeschützt und konnte demnach nur bei günstigen Wetterverhältnissen angelaufen werden. Die größten Schiffe der Zeit (wie beispielsweise Yassı Ada 5) konnten hier anlegen. Im Rahmen unserer Forschungen konnten am Ufer eine kleine Raumgruppe festgestellt werden. Vor diesem Gebäude war ein breiter Kai sowie eine Mole angelegt worden.
Ein zweiter zur Siedlung von Bybassos gehörender Hafen befindet sich in der südlich des Hisartepe gelegenen Bucht von Kerdime. Anhand der Mauertechnik war es möglich, eine hellenistische sowie eine frühbyzantinische Phase zu unterscheiden. Leider bestand, bedingt durch Aufschüttungen für eine in den letzten Jahren gebauten Küstenstraße und der Errichtung eines Strandcafes, keine Möglichkeit mehr, den Hafen in seiner Gesamtheit zu erfassen. Die Untersuchung der Häfen wurde von Dr. Ralph Pedersen aus New York geleitet, der sich auf „Nautical Archaeology“ spezialisiert hat. Die geophysikalischen Messungen wurden von Christian Hübner, Birthe Hemeier und Armin Grubert durchgeführt.

c) Speicherviertel
Im Nordosten des Speicherviertels, das sich auf dem Hügelsattel zwischen Hisartepe und Oyuklu Tepe erstreckt, konnten weitere Gebäude aufgenommen und an den bereits in den Vorjahren erstellten Plan angefügt werden. Diese Arbeiten wurden von Matthias Nöth und Manuela Tiersch durchgeführt.

d) Gehöft am Oyuklu Tepe
Das am Oyuklu Tepe gelegene Gehöft erstreckt sich am Fuße des Südhanges und wurde bereits während der vorhergehenden Kampagnen untersucht. 2008 wurden ergänzende Messungen durchgeführt, auf deren Grundlage ein Geländeschnitt gezeichnet werden sollte. Diese Aufgabe wurde von Sophia Walz übernommen, die ihre Bachelor-Arbeit über das Gehöft verfasste. Sie stellte die zum Befund gehörige Presse im Rahmen eines von der Universität Mersin ausgerichteten internationalen Symposions mit dem Titel “Antik Dönemde Anadolu’da Şarap ve Zeytinyağı Üretimi“ vor.

e) Heiligtum
Der in den letzten Jahren erstellte Plan des am Nordfuß des Oyuklu Tepe gelegenen Areals wurde 2008 von Patricia Korte im Detail überprüft und ergänzt. Dies betraf insbesondere die Bauten byzantinischer Zeit, die teilweise neu vermessen wurden.

f) Zitadelle
Der spätbyzantinische Baukomplex innerhalb der Zitadelle - wahrscheinlich ein Bad sowie eine Kapelle – wurde von Patricia Korte, Carola Jäggi, Hans-Rudolf Meier und Iris Engelmann untersucht. Die Maueransichten wurden photogrammetrisch aufgenommen sowie der in den letzten Jahren erstellte Plan überprüft.

Südhang, Stufenbasis   [zoom]
g) Südhang

Auf dem Südhang zwischen Hisartepe und Zelle Tepe wurden zahlreiche einzelne antike Steinblöcke, die sich nicht mehr in situ befinden, kartiert und im Maßstab 1:5 gezeichnet. Die Arbeiten wurden von Sophia Walz durchgeführt. Da sich herausstellte, dass diese Blöcke einst zu Grabdenkmälern gehörten, kann auf die antike Nutzung des Gebietes als Nekropole geschlossen werden.

4) Kastabos, Hemithea-Heiligtum (FS 36)
Die in den letzen Jahren begonnenen Arbeiten an der Bauaufnahme des Tempels wurden 2008 fortgeführt. Der im Maßstab 1:20 angelegte Steinplan der Südkrepis wurde fertiggestellt und ein Schnitt sowie ein Aufriss gezeichnet.

2008 musste festgestellt werden, dass eine Raubgrabung an der Mitte der westlichen Krepis erhebliche Schäden hinterlassen hat. Auf einem 2,50 m breiten Abschnitt wurden sämtliche Stufen der Krepis zusammen mit den angrenzenden Bodenplatten der Peristase herausgerissen. Diese mehrere Tonnen schweren Blöcke befanden sich 2006 noch in situ. Ein Plan und ein Schnitt konnte hier nur noch von den trotz der Raubgrabung noch in situ liegenden Fundamentblöcken angefertigt werden.

Außerdem wurden die Bodenplatten der südlichen und östlichen Peristase vermessen. Dabei wurde festgestellt, dass sich die in einer Reihe liegenden Blöcke sowohl in ihrer Breite, als auch in ihrer Länge voneinander unterscheiden. Die Platten des Toichobats der Südperistase weisen Breiten von 42 cm, 52 cm, 55 cm und 98 cm auf. An der Breite dieser Steinreihe wurden lediglich Abweichungen im Millimeterbereich nachgewiesen. Aufgrund dieses Systems wird es möglich sein die ursprüngliche Position der nicht mehr in situ befindlichen Blöcke zu bestimmen.

Bereits zum Programm der 2. Kampagne gehörte die zeichnerische Erfassung aller Architekturteile auf der Tempelterrasse in einem Fundlageplan, der auch die in situ befindlichen Mauern wiedergibt. Die Arbeiten wurden in diesem Jahr fortgeführt und konnten im Zentrum der Fläche bereits abgeschlossen werden. Bis auf Fehlstellen an der Süd- und Nordseite konnte der Plan bis zu den Terrassenmauern hin fertiggestellt werden. Für 2009 ist die Vervollständigung des Planes für die Ost- und Westseite vorgesehen.

Der von Cook und Plommer als ‚Naiskos 2’ bezeichnete Bau auf der nördlichen Terrasse sowie ein Abschnitt der ebenfalls in ihrer Publikation[1] behandelten Balustrade wurde währen der Kampagne 2008 aufgenommen. Vo dieser Mauer wurde auf einer Länge von 10 m gezeichnet. Vom Naiskos wurde ein Steinplan im Maßstab 1:50 angefertigt. Ein an der Ostseite beginnender Aufriss der Tempelterrasse einschließlich ihrer Südostecke konnte fertiggestellt werden.

2008 wurde das Zeichnen von Bauteilen fortgesetzt. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden drei in ihrer gesamten Höhe erhaltene Architravfragmente gefunden, die unsere Meinungen hinsichtlich der Gestaltung der aufgehenden Architektur des Tempels stützen. Es wurde festgestellt, dass dieser Architrav sich stellenweise aus zwei separat gearbeiteten Blöcken zusammensetzte. Die obere Faszie mit ionischem Kyma und Astragal war aus einem Block gemeißelt, die beiden unteren Faszien aus einem weiteren. Bei einem 2007 gezeichneten Architravblock handelte es sich um ein Exemplar, das lediglich aus einem Stück bestand. Ein ähnliches Phänomen wurde bereits an den Säulenbasen beobachtet.

Außerdem wurden vier Marmorfragmente gefunden, die einem Zahnschnitt zugewiesen werden können. Damit wurde die von Cook und Plommer vorgelegte Rekonstruktion des Tempels widerlegt, die keinen Zahnschnitt vorsieht. Zum Ende der Kampagne konnten 38 Architekturfragmente an das Museum in Marmaris übergeben werden. Zum Katalog der Bauteile konnten insgesamt 42 Stücke hinzugefügt werden.

Um den antiken Weg nach Kastabos ausfindig zu machen, unternahmen wir am 6. September eine Erkundungswanderung. Die zum Heiligtum führenden Wege wurden erstmals von T. A. B. Spratt und dann von Cook und Plommer begangen. Ihren Beschreibungen folgend, gelang es, einen weiteren großen Abschnitt des antiken Weges nachzuvollziehen. Am Rand dieser Strecke, die sich heute mitten im Wald befindet, wurden zahlreiche Gräber vorgefunden.

Die Arbeiten in Kastabos wurden von Christine Wilkening, Anne Dreher und Justus Kutz durchgeführt.


5) Die Siedlung auf dem Köklü Dağ (FS 66)
Die Dokumentation der über ein ausgesprochen schwieriges Terrain verfügenden Fundstelle stand am Ende der letzten Kampagne kurz vor dem Abschluss. Dieses Jahr wurde drei Tage lang auf dem Köklü Dağ gearbeitet. Dabei wurden bei der Kontrolle bereits vermessener Mauern und Hausgrundrisse im Bereich der Nekropole die Überreste einer Grabterrasse entdeckt. Außerdem wurden das Mauerwerk von Gebäude 5 fotogrammetrisch aufgenommen sowie Steinpläne der Gebäude 1 und 7 gezeichnet. Die Arbeiten wurden von Manuela Tiersch durchgeführt.


Stadtmauer, Ostseite   [zoom]
Felsaltar   [zoom]
6) Die Siedlung auf dem Kargıcak Tepesi (FS 28)

Die Erforschung der Siedlung auf dem Kargıcak Tepesi, die 2004 entdeckt worden ist, begann 2008. Zunächst wurde ein Großteil der Überreste von Gebäuden, Mauerzügen und Befestigungen in Feldskizzen kartiert. Bei der anschließenden Vermessung kamen Tachymeter und GPS zum Einsatz. Die Bauphasen der Siedlung, deren Name unbekannt ist, erstrecken sich über den Zeitraum zwischen dem 6. und 1. Jahrhundert v. Chr. An den Stadtmauern kann eine archaische sowie eine klassische Phase nachgewiesen werden. Bei den Gebäuden handelt es sich in der Regel um Ein- oder Zweiraum-Häuser. Im Norden befindet sich ein Heiligtum auf felsigem Terrain. Dort wurden ein Felsaltar und drei Felsbecken vorgefunden.

Im Allgemeinbild ähnelt die Siedlung in archaischer und klassischer Zeit der von Bybassos. Jedoch ist auf dem Kargıcak Tepesi in der hellenistischen Epoche, im Gegensatz zu Bybassos, keine dichte Besiedlung nachzuweisen. Der Ort muss in späthellenistischer Zeit verlassen worden sein. In Bybassos hingegen kann eine byzantinische Phase belegt werden. Da der Kargıcak Tepesi in byzantinische Zeit nicht besiedelt war, befinden sich die Gebäude in einem besseren Erhaltungszustand.


7) Fundstellen im Bereich des Dorfes Hisarönü: Gehöfte und Ackerterrassen
Im Bereich des Dorfes Hisarönü wurden die bereits 2005 begangenen, aber noch nicht vermessenen, Fundstellen in den topographischen Gesamtplan aufgenommen. Außerdem wurde Oberflächenkeramik gesammelt. Es handelt sich zum Großteil um die Reste von Gehöften und Ackerterrassen, deren für die hellenistische Zeit charakteristisches Erscheinungsbild die Ausrichtung der landwirtschaftlichen Produktion im Umland von Bybassos widerspiegelt (FS 31, 32, 34, 35, 42, 43, 46-56). Diese Terrassierungen dienten vornehmlich dem intensiv betriebenen Weinanbau in der Region.
Einen weiteren wichtigen Fund stellt außerdem ein hellenistischer Altar dar, der die Inschrift NYMΦAN trägt. Dieser Nymphenaltar befindet sich vor dem Özdemir Baumarkt in Değirmenyanı.


Keramik
Die Bearbeitung und Dokumentation der Kleinfunde wurde 2008 unter der Leitung von Ahmet Kaan Şenol und Gonca Şenol durchgeführt. Emel Canoğlu, Mina Şakrak, Canan Albayrak und Sophia Walz fertigten Zeichnungen an. Nach einem extensiven Verfahren wurden 969 ihrem Profil nach charakteristische Keramikfragmente gesammelt und anschließend inventarisiert, photographiert sowie in einer elektronischen Datenbank gespeichert. Im Rahmen der Herkunftsbestimmung wurden zur Analyse der Tonzusammensetzung Proben unter dem Mikroskop betrachtet. Außerdem wurden diese vergrößerten Aufschlüsse der frischen Scherbenbruchstellen ebenfalls photographisch aufgenommen.

1) ‚Hafenviertel’ (BY 4)
Das Gelände am Nordwesthang des Hisartepe wurde aufgrund seiner organischen Verbindung zu dem dort am Fuße des Hügels gelegenen Gebiet, das als Hafen von Bybassos interpretiert wird, ‚Hafenviertel’ genannt. Die dort gefundene Oberflächen-keramik kann mittelhellenistisch datiert werden. Daneben sind Kylix- und Skyphos- Randfragmente des 5. Jhs v. Chr. sowie Schwarzfirnisware des beginnenden 4. Jhs v. Chr. aufgefallen. Die letztere Gruppe wird durch Fragmente von Kantharoi, Tellern und Öllampen vertreten. Besonders in den unteren Hangbereichen konnten Scherben von lokal produzierten Transportamphoren der ersten Hälfte des 3. Jhs v. Chr. gesammelt werden, die im Zusammenhang mit dem Export von Wein zu sehen sind, bei dem die Region eine wichtige Rolle spielte. Anhand der hohen Funddichte von Amphorenstempeln im Bereich des Hafens von Bybassos lässt sich ablesen, dass aus dem Hinterland der Peraia angelieferte Waren in diesem Abschnitt möglicherweise für den Export zwischengelagert wurden.

2) Die Siedlung auf dem Kargıcak Tepesi (FS 28)
Für den Kargıcak Tepesi kann anhand der Oberflächenkermik dokumentiert werden, dass sich dort zwischen dem 6. und dem Anfang des 3. Jahrunderts v. Chr. ein wichtiger Siedlungsort der Region befand. Im untersuchten Gebiet gefundene Amphoren, die chronologisch zwischen der Mitte des 6. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. eingeordnet werden können und auf lokal gewonnenem Ton hergestellt wurden, sind Zeugen aus der Frühphase des regionalen Exports. Neben diesen Funden, die zudem eine wichtige Datierungsgrundlage darstellen, findet sich Gebrauchskeramik, Kochtöpfe sowie Vorratsgefäße. Eine Aussage über den demo-graphischen Charakter der Siedlung lässt sich zudem aus den lediglich in geringer Anzahl gefundenen feinen Töpferwaren gewinnen.

Während der 3. Kampagne wurden im Surveygebiet von Bybassos 367 Fragmente von Transportamphoren– darunter gestempelte Henkel – gefunden. Die Funddichte belegt eine auf Export ausgerichtete Handelstätigkeit in der Region. Auf dem Gebiet der Siedlung und des Umlandes von Bybassos wurden insgesamt 78 Amphorenstempel und ein gestempelter Dachziegel gefunden. Der Großteil der Amphorenstempel stammt von der Insel Rhodos sowie aus der rhodischen Peraia. Lediglich zwei Exemplare stammen aus Knidos. Innerhalb des Fundmaterials fallen neben Stücken, die aus der Produktion der in Hisarönü/Çubucak ausgegrabenen Amphorenwerkstätten stammen, auch Exemplare auf, die die Stempel ebenfalls in der Peraia herstellender Amphorenmanufakturen tragen, deren Lokalisierung jedoch bisher noch nicht gelungen ist. Die Mehrzahl der Amphoren stammt aus der Schaffenszeit des in hellenistischer Zeit in Hisarönü/Çubucak produzierenden Hieroteles sowie der ihn innerhalb des 3. Jahrhunderts v. Chr. datierenden Werkstattleiter. Innerhalb des Fundmaterials fallen daneben die Stücke auf, die anderen Herstellern innerhalb der Peraia zugeschrieben werden können. Einen Anhaltspunkt für die chronologische Einordnung der jeweiligen Produktionsaktivität liefert das Datierungssystem rhodischer Amphorenstempel. Die Datierung der Aktivität dieser Werkstätten schließt unmittelbar an die Phasen Ib-II, die den Zeitraum zwischen Anfang und Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. umfassen, an.

3) Hisarönü, Limanbaşı Mevkii: Keramikwerkstätten (BY FS 76 und BY FS 77)
Hier wurden zahlreiche Fragmente von Transportamphoren gefunden, die den Nachweis einer umfangreichen Produktion am Ort erbringen. Sie liefern den wichtigsten Beleg für das regionale Exportgeschäft. Insgesamt 486 charakteristische Fragmente wurden gesammelt. Der Großteil gehört zu Amphoren, die in den Zeitraum von der Mitte des 3. Jhs bis zur Mitte des 2. Jhs v. Chr. datieren. In einem Bereich, in dem auch Fragmente alltäglicher Gebrauchsware gefunden wurden, trat eine Konzentration von zu stark gebrannten, amorphen Amphorenscherben und von Teilen auf, die zu Keramiköfen gehören müssen. Nicht sehr weit entfernt von dem Fundort liegen die Amphorenwerkstätten von Hisarönü/Çubucak, die von Ersin Doğer ausgegraben wurden. Sie können zwischen dem zweiten Viertel des 3. Jhs v. Chr. und dem Ende desselben Jahrhunderts datiert werden. Es liegt nun nahe, dass sich auch auf dem Gelände des Limanbaşı Mevkii in frühellenistischer Zeit weitere Stätten zur Herstellung von Transportamphoren befanden. Die dort gefundenen Amphorenhenkel tragen Stempel der Insel Rhodos, die auf eine Datierung weisen, die nach dem Produktionsende der bisher bekannten Werkstätten von Çubucak sowie der anderen eine Stempelung verwendenden Herstellungsorte in der Peraia anzusetzen ist. Dieser Zeitrahmen beginnt ab dem Ende des 3. Jhs v. Chr. und die große Masse der Amphorenfundstücke gehört in die zweite Hälfte des zweiten Jhs v. Chr. Diese Funde stammen also aus einer Periode, während der in der Region keine Amphorenproduktion stattfand. Die Amphoren könnten also als leere Transportbehälter von der Insel Rhodos geliefert worden sein. Es besteht die Möglichkeit, dass die Amphoren – gefüllt mit den Erzeugnissen der Region, die ihre Weinproduktion fortführte – schließlich exportiert wurden. Anhand zweier aus Knidos stammender Monogramm/Abbreviatur-Stempel, die zu Amphoren des 3. Jhs v. Chr. gehören, lassen sich zudem anhand des Fundmaterials Handelsbeziehungen zwischen zwei Weinproduktionszentren belegen.

Die Datierung der an den Fundstellen BY FS 76 und BY FS 77 gesammelten Keramik macht es notwendig, die Wirtschaftsgeschichte der Region unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Gemäß dem bisher bestehenden Fundbild bestand die Ansicht, dass die Weinproduktion auf der Karischen Chersones - insbesondere in Bybassos und Umgebung - ab dem frühen 3. Jh. v. Chr. intensiviert wurde. In diesem Zusammenhang entwickelnde sich auch die Transportamphorenproduktion, die gegen Ende des 3. Jhs. v. Chr. aus verschiedenen Gründen abnahm und schließlich ihren Endpunkt fand. Dagegen sprechen nun die neuen Funde, die entgegen des bisherigen Erklärungsmodells, den Beweis für die Herstellung von Amphoren in der Region auch für das 2. Jh. v. Chr. liefern. Dabei blieb diese Produktion auf das Industriegebiet von Hisarönü/Limanbaşı beschränkt, wobei das Ziel darin bestand, für den rhodischen Weinexport, der einen großen Anteil an der Versorgung der Märkte im östlichen Mittelmeerraum hatte, Amphoren in ausreichender Menge herzustellen. Ebenso ist nicht aus auszuschließen, dass die Transportbehälter hier wieder verwendet wurden. In der Folge begann in Bybassos und dem Umland die Produktion im 2. Jh. v. Chr. abzunehmen. Jedoch muss dies in erster Linie die Amphorenwerkstätten, für deren Betrieb große Mengen an natürlichen Rohstoffen notwendig sind, und nicht den Weinanbau betroffen haben. Dieser große Verbrauch von Rohstoffen als Energiequellen könnte also eine Erklärung für die Situation liefern. In der römischen Kaiserzeit wurde zusammen mit der landwirtschaftliche Produktion auch die Fabrikation von Amphoren wiederbelebt. Dies wurde durch die Regeneration der regionalen Flora und eine damit verbundene Erneuerung der natürlichen Energieressourcen ermöglicht. Nach dem übernommenen Modell wurden große Mengen für den Export bestimmter Transportbehälter in Serie hergestellt. Den Beleg liefert das Vorhandensein von Spätrhodischen Amphoren im Fundbild von Hisarönü/Limanbaşı, die in das 1.Jh. n. Chr. zu datieren sind und auch in den Çubucak-Werkstätten beobachtet wurden.

[1] (J. M. Cook – W. H. Plommer, The Sanctuary of Hemithea at Kastabos (Cambridge 1966).

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2008 BYBASSOS YÜZEY ARAŞTIRMASI

Kampanyanın ilk haftasında, araştırma bölgesinde bulunan Bizans anıtları incelenmiştir. Araştırmanın diğer dört haftalık süresi özellikle antik döneme ait eserlerin araştırmasına ayırılmıştır. Jeofizik araştırmalar ise üçüncü haftada gerçekleştirilmiştir.

Hisarönü Çubucak Meviinde bulunan Jandarma Komutanlığına araştırmamızla ilgili bilgiler sunulmuş ve bölgede gerçekleştirilen Kastabos ve Kargıcak Tepesi’ndeki kaçak kazıların önlenmesi konusunda alınacak tedbirler tartışılmıştır. Jandarma Komutanı, bu tarihi bölgelerini mümkün olduğu kadar gözetim altına almayı önermiştir . Hisarönü Köyü Muhtarı, Mehmet Çelikalp ise araştırmamızı her yönden desteklerken bölgede çalışmalarımızı gerçekleştirebilmemizi sağlamıştır.

ARAZIDE GERÇEKLEŞTİRİLEN ÇALIŞMALAR


1) Orhaniye Köyü, Martı Marina’da bulunan Kilise (FS 63)

2007 yılı çalışmalarının tamamlanması amacıyla Orhaniye’de bulunan Martı Marina’nın arazisi içinde kalan Bizans Kilisenin mimari yapısı ve yapım evreleri detaylı olarak incelenmiştir. Bu çalısmalar, Martı Marina’nın sponsorluğunda gerçekleştirilmesini önerdiğimiz konzervasyon projesinin ön hazırlıklarını tamamlamak amacıyla planlanmıştır.

Çalışmalar sırasında kilisenin yapım tarihi olarak önerdiğimiz M. S. 5.-6. yüzyıl tarihleri doğrulanmıştır. İlk evre olarak, üç nefli bir basilika ve apsis yan mekanlarıyla beraber inşaa edilmiştir. Bu tarihten hemen sonraki ikinci evrede, nartheks mekanı eklenmiş olmalıdır. Üçüncü evrede ise bir ön avlunun eklendiği, belirlenmiştir. Bu dönemde nartheks eklenirken, yan nef batı duvarları da yükseltilmiştir. Nartheks iki katlı olarak inşaa edilmiş, ancak üst kat sonraki dönemlerde tekrar indirilmiştir. Yüzeyde, stylobat temel taşların arasında bulunan ve orta Bizans dönemine tarihlendirilen bir sikke kullanım dönemi için önemli bir işarettir.

Yapının durumuyla ilgili analizin sonucu olarak, yapının genel olarak iyi bir durumda olduğu ve konservasyon için ciddi problemleri olmadığı ortaya çıkmıştır. Yapının tahrip olmasını engellemek amacıyla duvarların içinden ve üzerinden çıkan bitkilerin temizlenmesi gerekmektedir. Bunun dışında, özellikle güney tarafındaki bitkilerin duvarlara zarar vermediği, hatta duvarları koruduklarını anlaşılmaktadır.

Bu incelemeler sonucunda , Weimar Bauhaus Üniversitesi tarafından (Prof. Hans-Rudolf Meier ve Iris Engelmann) bir restorasyon ve konzervasyon projesi hazırlanacaktır. Konservasyon projesi, Martı Marina’nın sponsorluğuyla finanse edilecektir.


2) Ördekbakacak Tepesi, Kiseburnu (FS 2) ve Değirmenyanı-Çayıravlu Kilisesi (FS 1)

2008 yılı araştırmalarında Ördekbakacak Tepesi, Kiseburnu’ndaki Bizans kilisesi, civarındaki duvar kalıntılarla beraber detaylı olarak incelenmiş ve planı çıkarılmıştır. Aynı şekilde, Değirmenyanı, Çayıravlu Mevkii’ndeki Bizans kilisesi, etrafındaki kalıntılarla birlikte incelenerek planı çıkarılmıştır. Bu çalışmalar, Bizans eserleri hakkında master tezini hazırlamak üzere, Patricia Korte tarafından gerçekleştirilmiştir. Söz konusu tez, Prof. Dr. Carola Jäggi’nin yönetimiyle hazırlanmaktadır. Bu çalışmada Bizans Dönemine tarihlendirilen Bybassos’taki iç kale kalıntıları da kullanılacaktır (Bkz aşağıda).


3) Bybassos antik kenti

a) Surlar
Önceki yıllarda başlanan Bybassos surların planı bu sene – sıkı bitki örtüsü içinde mümkün olduğu kadar – tamamlanmıştır. Özellikle kuzey yamaçta surların dört evresi incelenmiştir: Arkaik, Klasik, Hellenistik ve Bizans Dönemlerine tarihlendirilen sur duvarlarının tespiti, plana işlenmesi ve tarihlendirilmeleri üzerine Matthias Nöth çalışmalarına devam etmektedir.

b) Limanlar ve Jeofizik Yöntemleriyle Gerçekleştirilen Araştırmalar
Bybassos’un Hellenistik Döneme tarihlendirilen limanı, bugün Bybassos-Hisartepe’nin kuzey eteğindeki tarlaların altında yer almaktadır. Bu arazi, antik dönemde deniz olup erozyon sonucunda dolmuştur. Yüzeyde, sadece tarlaya uzanan dikdörtgen bir yapı buradaki bir limana işarettir. Ayrıca önceki kampanyaların sonuncunda, Hisartepe ve Oyuklu Tepelerin arasındaki depo mahallesinin de bu limanla bağlı olduğu düşünülmektedir. 2007 yılında gerçekleştirilen jeofizik çalışmaları, arazinin jeolojik yapısı nedeniyle beklenen sonuçları vermemiştir. Arazinin doğal yapını oluşturan kayaların manyetik özellikleri jeomanyetik yöntemlerin sonuçlarında sorunlar yaşamamıza neden olmuştur. Bu nedenle farklı bir yöntem olan jeoradar yöntemi devreye sonulmuş, ancak topraktaki yoğun kil oranı bu yöntemin de net sonuçlar vermesini olanaklı kılmamıştır. Bu nedenlerden dolayı 2008 yılı çalışma programında yeni br yöntem olan elektrotomografi yöntemi denenmiştir. Uygulanan üçüncü yöntem olan elektrotomografi yöntemi önceki yıldan daha net bir sonuca varmamıza neden olmuştur. Bu yöntemle, liman bölgesinde daha önce tespit edilen bazı anomalilerin, duvar veya rıhtım olmadıkları ortaya çıkmıştır. Bununla birlikte farklı noktalarda rıhtım ve mendireklere işaret eden anomaliler ölcülmüştür. Elektrotomografi yöntemi sadece kesitler verdiği için, limanın tamamını ortaya çıkarmak için, 2009 yılında jeoelektrik yönteminin kullanılması planlanmıştır.

2008 yılı jeofizik çalışmaları kapsamında limanın karşısında bulunan, 200 m uzunlukta ve 1 m genişlikte bir poligonal duvar incelenmiştir (FS 67). Bu duvar, sahil duvarı olarak yorumlanmış olup yorumun denetimi için jeoelektrik yöntemle kesitler alınmıştır. Arazide henüz net bir sonuca varılamadığı için burada da gelecek yıl jeoelektrik yöntemlerle ölçümler yapmayı planlamaktayız.
Üçüncü bir alan olarak, Hisartepenin güneyindeki tarla jeomanyetik yöntemle incelenmiştir. Bu bölgede, yerleşimin askeri limanını bulma amacıyla gerçekleştirilen çalışmalarda henüz kesin bir sonuca varılamamıştır.

Günümüz kıyı şeridinde bulunan, Bybassos’un erken Bizans dönemine tarihlendirilen liman ve liman yapıları 2008 yılı araştırmamızda detaylı olarak incelenmiş ve planı tamamlanmıştır. Bu liman, açıkta olduğu için, sadece iyi hava şartlarda kullanılabilmiş olup dönemin en büyük gemileri (Yassı Ada 5 gibi) buraya yanaşabilmiş olmalıdır. Araştırmalarımız sırasında limanın kıyı şeridinde bir sıra küçük yapı grubunun inşaa edildiği tespit edilmiştir. Söz konusu yapıların önünde ise geniş bir rıhtım ve bir mendirek inşaa edilmiştir.

Bybassos yerleşimine ait olan ikinci bir liman ise Kerdime mevkiinde olarak adlandırılan, Hisartepe’nin güneyindeki koyda incelenmiştir. Bu limanda Helenistik ve erken Bizans evresini mimaride takip etmek mümkün olmuştur. Limanın mendirekleri, küçük olmakla birlikte kapalı bir alan yaratması açısından gemiler için önemli bir fonksiyonu gerçekleştirmiş olmalıdır. Maalesef önceki yıllarda sahilden geçen karayolunun inşaatı ve muhtarlık tarafından inşaa edilen bir plaj-kafeterya için yapılan dolgular limanın tüm yapısını tespit etmemizi olanaklı kılmamaktadır. .

Liman çalışmaları, denizcilik arkeolojisi uzmanı Dr. Ralph Pedersen tarafından yönetilmiştir. BU bölgedeki jeofizik çalışmaları ise Christian Hübner, Birthe Hemeier ve Armin Grubert tarafından gerçekleştirilmiştir.

c) Depo Mahallesi
Hisartepe ve Oyuklu Tepe’nin arasındaki bel üzerinde bulunan ve önceki yıllarda araştırılan Depo Mahallesinin kuzeybatısında birkaç yapı daha incelenmiş ve plana eklenmiştir. Bu çalışmalar, Matthias Nöth ve Manuela Tiersch tarafından yapılmıştır.

d) Oyuklu Tepesi eteğindeki çiftlik
Önceki kampanyalarda araştırılan Oyuklu Tepesinin eteğindeki çiftlikte, bir kesit çizebilmek için ölçüler alınmıştır. Bu çalışmalar, çiftlik hakkında bir lisans tezi hazırlayan Sophia Walz tarafından yapılmış olup çiftlikle bulunan şarap presine ait kalıntılarla ilgili bulgular Mersin Üniversitesi’nde düzenlenen „Antik Dönemde Anadolu’da Şarap ve Zeytinyağı Üretimi“ isimli uluslararası sempozyumda sunulmuştur.

e) Kutsal Alan
Oyuklu Tepe’nin kuzey eteğindeki Kutsal alan olarak adlandırdığımız bölgede, Patricia Korte önceki yıllarda hazırlanan planları inceleyerek kontrol etmiştir. Bu bölgede yapılan çalışmalarda özellikle Bizans Dönemi’ne tarihlendirilen yapıların ölçümleri tamamlanarak plana eklenmiştir.

f) İç Kale
İç Kale’deki geç Bizans yapı kompleksi – muhtemelen bir hamam ve bir şapel – Patricia Korte, Carola Jäggi, Hans-Rudolf Meier ve Iris Engelmann tarafından incelenmiştir. Duvarlardan fotogrametrik resimler çekilmiş ve önceki kampanyalardaki hazırlanan planı kontrol edilmiştir.

g) Güney Yamaç
Hisartepe ve Zelle Tepesi arasındaki güney yamacından, birçok in situ olmayan antik taş bloklar tesbit edilmiş ve çizilmiştir. Bu bloklar, mezar anıtlara ait olup bu bölgenin antik dönemde nekropol olrarak kullanıldığı gösteriyor. Bu çalışmalar, Sophia Walz tarafından yapılmıştır.


4) Kastabos Hemithea Kutsal alanı (FS 36)

Kastabos Hemithea Kutsal alanında, önceki yıllarda tapınakta başlanan mimari çizim ve rölöve çalışmalarına 2008 yılında da devam edilmiştir. 1:20 ölçekli taş planı, güney krepis bölgesinde tamamlanmıştır. Aynı alanın kesit ve bir rölöve çalışmaları da tamamlanmıştır.

2008 yılında batı krepisin ortasında, yeni bir kaçak kazı sonucunda ciddi bir tahribatın gerçekleştirilmiş olduğu tesbit edilmiştir. 2,50 m genişlikte bir alanda, krepisin bütün basamaklarının ve yanındaki peristasis taban bloklarının yerlerinden çıkarıldığı belirlenmiştir. Birkaç tonluk olan bu bloklar, 2006 yılı çalışma sezonunda in situ durumdaydı. Bu alanda kaçak kazılara rağmen hala, in situ halde bulunan temel bloklarının plan ve kesitleri çizilmiştir.

Tapınağın Güney ve Batı peristasisindeki taban levhaların ölçüleri alınmıştır. Bu levhaların ait olduklarına sıraya göre, genişlik ve uzunlukta farklılık gösterdikleri belirlenmiştir. Güney peristasis Toichobat sırasında, bu levhaların genişlikleri 42 cm. 52 cm, 55 cm ve 98 cm’dir. Sıraların genişliğinde ise sadece milimetrelik farklar tesbit edilmiştir. Bu sistem ile, in situ olmayan taban blokların esas yerini tesbit etmek mümkün olacaktır.

2007 yılı çalışma programında başlanan, tapınak terasın yapı elemanların planının çizilmesine bu yıl da devam edilmiştir. Bu plan, in situ olan duvarların dışında, düşmüş vaziyetteki bütün yapı elemanlarını da kapsamaktadır. 2008 yılı çalışmalarında planın merkez bölgesi tamamlanabilmiştir. Güney ve Kuzey yönlerdeki eksikliklerin giderilmesiyle plan teras duvarlarına kadar tamamlanmaktadır. 2009 yıl çalışmalarında Doğu ve Batı yönleri de tamamlanacaktır.

Kuzey teras üzerinde, Cook ve Plommer’in kitabında[1] sözüedilen ve ‚naiskos 2’ olarak adlandırılan yapı ve balustrad duvarın bir kısmı 2008 yılı çalışmalarında bulunmuştur. 10 m uzunluğundaki bu duvar ve naiskos, 1:50 ölçekli bir taş plana geçirilmiştir. Tapınak teraslarının rölöve çizimleri Doğu tarafında başlatılmış ve Güneydoğu köşesine kadar tamamlanmıştır.

2008 yılında tapınağın yapı elemanlarının çizimlerine devam edilmiştir. Bu çalışmalar sırasında tapınağın üst yapısı hakkındaki görüşlerimizi destekleyen tüm yüksekliyle korunmuş olan üç arşitrav parçası bulunmuştur. Bu arşitravların, iki ayrı bloktan yontulmuş oldukları tesbit edilmiştir: Üst fascia, İyon kymationu ve astragal bir bloktan, alttaki iki fascia ise diğer bir bloktan çıkarılmıştır. 2007 yılında çizilen bir arşitrav ise tek bir bloktan oluşmaktadır. Benzer bir farklılık daha önce de sütun kaidelerde izlenmiştir.

Ayrıca diş dizisinden dört mermer parça tesbit edilmiştir. Cook ve Plommer tarafından önerilen, diş dizisi olmayan tapınak rekonstrüksiyonunun bu buluntular dikkate alındığında yanlış olduğu ortaya çıkmıştır. Kampanyanın sonunda 38 tane mimari parça Marmaris Müzesine teslim edilmiştir. Yapı elemanları kataloğuna ise 42 yapı elemanı eklenmiştir.

6 Eylül’de, Bybassos’tan Kastabos’a giden antik yolu bulmaya yönelik olarak incelemelerimiz gerçekleştirilmiştir. İlk olarak T.A.B Spratt, sonra ise Cook ve Plommer, Kastabos’a giden yolları tesbit etmişlerdir. Sözü geçen bilimadamlarının kaydettikleri yolları bulmaya denerken, antik yolun büyük bir kısmını da ortaya çıkardık. Bugün tamamen orman içinde bulunan yolun kenarlarında, çok sayıda mezar tesbit edilmiştir.

Kastabos çalışmaları, Christine Wilkening, Anne Dreher ve Justus Kutz tarafından gerçekleştirilmiştir.


5) Köklü Dağ yerleşimi (FS 66)

Geçen yıl araştırılan Köklü Dağ üzerindeki arkaik yerleşim yerinde, dokümentasyonu tamamlamak üzere oldukça zor arazi şartlarına sahip bölgede üç gün boyunca çalışılmıştır. Bu çalışmalar sırasında özellikle önceki kampanyada ölçülen duvar ve ev kalıntıları kontrol edilmiş olup nekropolda birkaç mezar teras kalıntıları tesbit edilmiştir. Çalışmalar kapsamında 5 nolu yapının duvarlarından fotogrametrik fotoğraf çekilmiştir. 1 nolu ve 7 nolu yapıların ise taş planları çizilmiştir. Bu çalısmalar, Manuela Tiersch tarafından gerçekleştirilmiştir.


6) Kargıcak Tepesi yerleşimi (FS 28)

Kargıcak Tepesi üzerinde, 2004’te keşfedilen bir yerleşim yerinin araştırmasına 2008 yılında başlanmıştır. Arazinin büyük bir kısmında mevcut duvar, sur ve ev kalıntıları tesbit edilerek kroki olarak çizildikten sonra Tachymeter ve GPS yöntemleriyle ölçüler alındı. Antik ismi bilinmeyen yerleşim yerinin, M. Ö. 6ıncı – 1inci yüzyıllar arasına tarihlendirilen yapım evrelerine sahip olduğu belirlenmiştir. Surlarda, biri Arkaik, biri Klasik iki evreyi izlemek mümkündür. Evler genellikle küçük boyutta ve 1-2 mekanlıdır. Kuzeyde, kayalık bir bölgede, bir kutsal alan bulunmaktadır. Orada bir kaya sunağı ve üçtane kaya havuzu tesbit edilmiştir.

Genel olarak, bu yerleşim yeri Arkaik ve Klasik dönemlerde Bybassos’la benzerlik göstermektedir. Ancak, Bybassos’tan farklı olarak, Hellenistik dönemdeki yerleşimi yoğun değildir ve geç Hellenistik dönemde terk edilmiş olmalıdır. Kargıcak’ta Bybassos’dakinin aksine Bizans Dönemine tarihlendirilen bir evre belirlenememiştir. Bizans yerleşiminin olmaması yapıların daha iyi korunmasını sağlamış olmalıdır.


7) Hisarönü Köyü’ndeki buluntu yerleri: Çiftlikler ve tarım terasları

Hisarönü Köyü bölgesinde, çoğu 2005’te tesbit edilen, fakat topografk harita için ölçüleri alınmamış olan buluntu yerleri tekrar incelenerek topoğrafik çalışmaları tamamlanmıştır. Buluntular, Bybassos yerleşiminin kırsalının genel karakteristiğine uygun olarak çoğunlukta Hellenistik Dönem tarımı için klasik bir görünüm olan çiftlik ve tarla teras yapılarına ait kalıntılardır: FS 31, 32, 34, 35, 42, 43, 46-56. Önemli bir buluntu, Değirmenyanı Mahallesi, Özdemir Yapı Market’in önünde bulunan ve NYMΦAN (Nymfe’lerin sunağı) kitabesini taşıyan bir Hellenistik sunaktır.
Hellenistik dönemde, bu bölgede çok yoğun olan bağcılığın izleri tarım teraslarının genel yapılarından anlaşılmaktadır. Çiftliklerdeki keramik buluntularına aşağıda değinilecektir.


KERAMİK ÇALIŞMALARI

2008 yılı Bybassos yüzey araştırmalarının küçük buluntuları Doç. Dr. Ahmet Kaan Şenol ve Doç. Dr. Gonca Şenol tarafından yönetilen bir ekip tarafından envanterlenerek incelenmiştir[2]. 2008 yılı araştırma sezonunda ekstensiv yöntemle yapılan keramik toplama çalışmalarında 969 adet profil veren keramik toplanarak çizilmiş, fotograflanmış ve file maker veri tabanı programına kaydedilmiştir. 2008 yılı araştırma programında keramiklerin köken belirleme çalışmalarında kullanılmak üzere kil kompozisyonlarının tespitine yönelik mikroskop altında taze kırık fotograflarının çekimine de başlanmıştır.

Liman Mahallesi (BY4): Hisartepenin kuzeybatı yamaçlarında bulunan ve Bybassos’un limanı olarak yorumladığımız alanla olan organik ilişkisiinden dolayı Liman mahallesi olarak adlandırdığımız bölgede Klasik Dönem’den Hellenistik Dönem’in ortaları arasına tarihlendirdiğimiz keramik buluntuları ele geçmiştir. Bu keramikler arasında İ.Ö. 5. yüzyıla tarihlendirdiğimiz kylix ve skyphos ağız kenarlarının yanında İ.Ö. 4. yüzyılın başlarına tarihlendirilen siyah firnisli kantharos, tabak ve kandil parçaları dikkati çekmektedir. Yamacın özellikle alt bölümlerinde bulunan ve İ.Ö. 3. yüzyılın ilk yarısına tarihlendirilen yerel amphora parçaları ise bölgenin ekonomisinde önemli rol oynayan şarabın ihracatında kullanılıyor olmalıdır. Bybassos’un limanı olarak tespit ettiğimiz alan civarında, bu erken döneme ait yoğun miktarda mühür buluntusu ele geçmiş olması, Peraia içlerinden gelen malların bu kesimde ihraç edilmek üzere geçici olarak depolanmış olabileceğini göstermiştir.

Kargıcak Tepesi yerleşimi (FS 28): Kargıcak Tepesi’nde bulunan yerleşimde ele geçen keramikler İ.Ö. 6. yüzyıl - 3. yüzyıl başı arasında kalan dönemde bu bölgede önemli bir yerleşim olduğunu belgelemektedir. Araştırma alanında bulunan İ.Ö. 6. yüzyıl ortası ve 5. yüzyıl ilk yarısı arasına tarihlendirilen yerel kile sahip ticari amphoralar bölgenin ihracatının erken evrelerini belirlememiz için önemli veri kaynakları olarak değerlendirilmelidir. Bu buluntuların dışında günlük kullanım kapları, pişirme kapları ve depo kapları da bölgede gerçekleştirilen yüzey araştırmalarında tespit edilen diğer eserler arasındadır. Kargıcak yerleşiminde az sayıda da olsa bulunn ince/lüks çanak çömlek bölgenin demografik karakteri hakkında bilgi sunmaktadır.

Bybassos Yüzey Araştırmalarının devam ettiği 2008 sezonunda, bölgenin ihracata yönelik ticari yapısı doğrultusunda, araştırma alanlarında yoğun olarak amphora ve amphora mühürü ele geçmiştir (367 parça). Yüzey araştırmasının gerçekleştiği, Bybassos antik kenti ve çevresindeki alanda toplam 78 amphora mühürü ve bir adet mühürlü çatı kiremiti bulunmuştur. Amphora mühürleri ağırlıklı olarak Rhodos Adası ve Peraia, iki adeti de Knidos kökenlidirler. Hellenistik Dönem’de, İ.Ö. 3. yüzyılda, Hisarönü/Çubucak amphora atölyelerinde üretimde bulunan Hieroteles ve onu tarihleyen yöneticilere ait pek çok amphora mühürünün yanı sıra bölgede faaliyette bulunduğu bilinen ancak atölyeleri henüz saptanamamış diğer Peraialı üreticilerin amphoralarında yer alan mühürlerinde ele geçmiş olması dikkat çekicidir. Bu üreticilerin üretimlerinin, Rhodos mühür kronolojisinde İ.Ö. 3. yüzyılın başı ile yüzyılın ortasından (Period Ib-Period II) hemen sonraya tarihlenmeleri son derece önemlidir.

Hisarönü, Limanbaşı mevkii: Keramik atölyeleri (BY FS 76 ve BY FS 77):

2008 yılı araştırma kampanyasında Limanbaşı mevkiinde gerçekleştirilen çalışmalarda bölgenin ihracatının en önemli kanıtları olan büyük boyutlu bir amphora üretimini belgeleyenbuluntular ele geçmiştir. Sözü geçen alanda yapılan çalışmalarda 486 adet profil veren keramik parçası toplanmış ve bunları büyük çoğunluğunun İ.Ö. 3. yüzyılın ortalarıyla İ.Ö. 2. yüzyılın ortalarına tarihlendirilen amphora parçaları olduğu tespit edilmiştir. Günlük seramik parçalarının da bulunduğu alanda aşırı yanmış amorf amphora parçaları ve seramik fırınlarına ait parçaların da ele geçmiş olması, daha önce Prof. Dr. Ersin Doğer’in kazılarını yaptığı ve İ.Ö. 3. yüzyılın ikinci çeyreği ile 3. yüzyılımn sonları arasına tarihlendirilen Çubucak atölyelerine çok da uzak olmayan bu alanda Erken Hellenistik Dönem’de faaliyette bulunmuş diğer amphora atölyelerinin de yer aldığını ortaya koymuştur. BUrada tespit edilen Rhodos Adası kökenli amphora mühürleri ise, Hisarönü’nde ve Peraia’da mühürlü amphora üretiminin sona erdiği İ.Ö. 3. yüzyılın sonlarından itibaren tarihlenmekte ve ele geçen mühürlerin büyük çoğunluğu İ.Ö. 2. yüzyılın ikinci yarısına ait görünmektedir. Bu buluntular, Peraia’da amphora üretimi yapılmayan bu dönemde, bölgeye, Ada’dan amphora gönderilmiş olabileceğini ve şarap üretimi devam eden bölgenin ürünlerinin, olasılıkla, bu amphoralar içerisinde ihraç edilmiş olabileceğini düşündürmektedir. Ele geçen monogram/kısaltma taşıyan iki Knidos mühürü ise İ.Ö. 3. yüzyılda üretilen amphoralara ait olup, iki şarap üretici merkez arasında gerçekleşen ticari ilişkiyi kanıtlayan bir buluntu olması açısından önem taşımaktadır.

Limanbaşı Mevkii’nde iki alanda toplanan keramiklerin tarihlendirilmesi bölgenin ekonomi tarihini yeniden gözden geçirmemizi gerekli kılmaktadır. Genelde Rhodos Karşıyakasında, özelde ise Bybassos ve çevresinde İ.Ö. 3. yüzyılın başlarında yoğunlaşan şarap ve buna bağlı olarak gelişen amphora üretiminin bugüne kadar elimize geçen buluntular ışığında İ.Ö. 3. yüzyılın sonunda çeşitli nedenlerle azalarak son bulmuş olduğu düşünülmekteydi. Limanbaşı Mevkii’ndeki yoğun üretim izleri ise sanıldığının aksine bölgede İ.Ö. 2. yüzyılda da üretim yapıldığını kanıtlamaktadır. Ancak bu üretimin sadece Limanbaşı Mevki’ndeki sanayi bölgesiyle sınırlı kaldığı ve Rhodos’un Doğu Akdeniz hedefli yoğun şarap ihracatına yetecek boyutta bir amphora üretimini karşılayamaması sonucunda ikinci kullanımların da yaygın olduğu düşünülmelidir. Dolayısıyla Bybassos ve çevresinde İ.Ö.2. yüzyılda azalmaya başlayan üretim şarap üretimi değil amphora üretimi olmalıdır. Bu durum hammadde kaynaklarının azalmasından çok fırınlar için gerekli olan enerji kaynaklarının tükenmesiyle de açıklanabilir. Zira bölgedeki üretim enerji kaynaklarının yenilenmesiyle -ki burada sözkonusu olan bölgenin florasıdır- Roma İmparatorluk Dönemi ile birlikte tekrar canlanmış ve ihracata yönelik büyük boyutlu seri üretim modeli benimsenmiştir. Bu durumun kanıtları Çubucak atölyelerinde izlendiği gibi Limanbaşı Mevkii’nde bulunan ve İ.S. 1. yüzyıla tarihlendirilen Geç Rhodos amphoralarının varlığıyla kanıtlanmaktadır.

[1] J. M. Cook – W. H. Plommer, The Sanctuary of Hemithea at Kastabos (Cambridge 1966).
[2] Çalışmaya Ege Üniveristesi Yüksek Lisans Öğrencisi Emel Canoğlu, lisans öğrencisi Mina Şakrak ve Arkeolog Canan Albayrak’ın yanı sıra Würzburg Üniversitesi öğrencisi Sophia Walz katılmıştır.


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4. Kampagne (24. August – 2. Oktober 2009)

An der 4. Kampagne des Surveys in Bybassos nahmen 27 Mitarbeiter teil. Die Arbeiten der ersten Woche konzentrierten sich auf die geophysikalische Prospektion und Restarbeiten in Bybassos.

1) Kastabos, Hemithea-Heiligtum (FS 36)
  • Ziele: Für die Kampagne war die Aufnahme der Außenansichten der Tempelterrassenmauer vorgesehen, mit denen bereits in der Kampagne 2008 auf der Ostseite der Tempelterrasse begonnen worden war. Die 2007 und 2008 angefertigten Grundrisse, Ansichten und Schnitte der noch in situ liegenden Tempelteile sollten durch das Zeichnen der bislang fehlenden Ansichten vervollständigt werden. Ebenso musste mit der Bauteilaufnahme der Architekturglieder des Tempels und der zum Tempel gehörenden Gebäude fortgefahren werden.
Zu Beginn der Kampagne prüften die Geodäsiestudenten das 2007 angelegte Messnetz. Es wurden keine Veränderungen festgestellt.
  • Tempel, Kurvatur: Die im Jahr 2007 begonnen Arbeiten am Tempel wurden fortgesetzt. Die noch fehlenden Ansichten des Tempels von Norden und von Osten erstellten wir im M 1:20. Auf den noch in situ liegenden Platten der Krepis und des Toichobats wurde ein Feinnivellement durchgeführt, um eine mögliche Kurvatur des Tempels nachzuweisen. Nach einer detaillierten Auswertung der Messwerte konnte für die Euthynterie und alle drei Stufen der Krepis eine Kurvatur festgestellt werden.
Wie bereits in den vorherigen Kampagnen begonnen, wurde mit der Zeichnung ausgewählter Architekturglieder fortgefahren.
  • Tempelterrassenmauer: Für die Aufnahme der Tempelterrassenansichten waren umfangreiche Reinigungsarbeiten nötig, für die wir durch einen Arbeiter Unterstützung erhielten. Zudem wurden zwei durch Unwetter zerstörte Bäume durch die Forstverwaltung beseitigt. Die Reinigung an der Tempelterrassenmauer dauerte insgesamt 10 Arbeitstage, so dass am Ende alle Ansichtsseiten der Tempelterrasse gut sichtbar waren. Parallel dazu konnte mit der Bauaufnahme an der weniger bewachsenen südlichen Terrassenmauer bereits begonnen werden. Die Dokumentation der Mauer erfolgte in Zweiergruppen per Handaufmass. An wenigen Stellen war glücklicherweise das Aufstellen des Tachymeters möglich, sodass wir schneller arbeiten konnten als erwartet. In Ergänzung zu den Zeichnungen wurde die Mauer danach systematisch fotografiert. Die Nordseite der Mauer besitzt eine Länge von 54,30 m, die Westterrassenmauer eine Länge von 33,25 m. An ihrer höchsten Stelle, der Westecke der Nordterrasse, weist sie eine Höhe von 6,20 m auf. Die Dokumentation der Terrassenmauern im M 1:50 dauerte bei zwei bis drei Messteams insgesamt ca. 12 Arbeitstage. In der Wand konnten keine Baufugen oder Bauabschnittsfugen beobachtet werden. Das Polygonalmauerwerk ist aus Blöcken von bis zu 2,5 m Kantenlänge gefertigt, die Ecken sind aus quasi rechteckigen Steinen mit horizontalen Lagerfugen gesetzt. Im westlichen Abschnitt der Nordterrassenmauer ist die Wand durch unter der Mauer hinauswachsende Bäume und Hinterspülung des von der Terrasse ablaufenden Regenwassers stark verformt. Es sind weit aufklaffende Fugen und dahinterliegende Hohlräume von bis zu 2 m Tiefe zu beobachten.
  • Schirmwand: Von der am Rand der Tempelterrasse verlaufenden Balustrade konnten ergänzend zu den bereits 2008 dokumentierten Bereichen auf der Nordseite weitere Abschnitte im Osten und Süden entdeckt werden. Es scheint, als seien die von Cook und Plommer dokumentierten Ädikulen noch teilweise im Gebüsch erhalten. Ergänzend konnte eine weitere Ädikula in der Südwestecke der Tempelterrasse lokalisiert werden. Die Dokumentation kann erst nach weiteren Reinigungsarbeiten erfolgen und ist für die nächste Kampagne vorgesehen.
    Kastabos, Nordhang   [zoom]
    Nordhang, Lageplan:
    Im Bereich des Nordhangs konnten im Zuge der Reinigungsarbeiten an der Tempelterrassenmauer Ergänzungen am Lageplan von 2006 vorgenommen werden. Nachdem damals das Gelände aufgrund des starken Bewuchses nicht zugänglich war, konnten nun bisher unbekannte Mauerzüge gefunden werden. Eine breite Mauer, die das Temenos des Heiligtums eventuell nach Norden abschloss, wurde im Abstand von 35 bis 60 m nördlich unterhalb der Tempelterrasse entdeckt. Der Verlauf dieser Mauer konnte auf einer Länge von 92 m verfolgt werden. Aufgrund der schlechten Zugänglichkeit des Geländes müssen die Vermessungsarbeiten in der kommenden Kampagne fortgesetzt werden. Wie erwartet fanden sich unterhalb der Tempelterrasse am Nordhang viele Marmorbauteile, die dem Tempel zuzuordnen sind. Die meisten dieser Stücke sind sehr stark verwittert und brüchig. Darunter befinden sich auch einige große Bauteile, deren Zuordnung zum Tempel vorerst unklar ist. Zu den bedeutenden Funden gehören ein Antefix und ein Simafragment, sowie acht Fragmente von ionischen Kapitellen. Aufgrund der Vielzahl der Bruchstücke ist nun eine neue Rekonstruktion der ionischen Kapitelle des Tempels möglich. Des Weiteren konnten am Nordhang drei Statuenbasen und mehrere Marmorstatuenfragmente gefunden werden. Dabei handelt es sich bei einem Fund unterhalb der Nordostecke der Tempelterrasse um fünf Stücke einer Gewandstatue, deren Kalksteinbasis unmittelbar daneben lag. Bei den anderen Statuenbasen handelt es sich um Kalksteinbasen für Bronzestatuen.

    Skulpturen: Die bis zum Beginn der Kampagne bekannten Skulpturen wurden von Vibeke Kottsieper bearbeitet. Eine erste Durchsicht ergab, dass die insgesamt sechs Fragmente von verschiedenen Statuen stammen, von denen einige unterlebensgroß, andere lebensgroß waren. Das größte Fragment (BY FS 36 A_A-05.09) zeigt deutlich erkennbar den unteren Teil einer unterlebensgroßen Frauengestalt. Ihre Haltung ist stark bewegt, so dass die Gewänder um die Beine herum aufklaffen und tiefe Falten werfen. Ein solches Motiv kommt besonders häufig bei Akroterfiguren wie Niken oder fliehenden Mädchen vor. Zur Deutung der Figur als Akroter passt, dass die Rückseite nur unvollständig ausgearbeitet ist und somit nicht sichtbar war.
    Aufgrund der geringen Größe der übrigen Fragmente lässt sich über diese ohne weitere Nachforschung keine andere Aussage treffen, als dass sie aus demselben Marmor zu sein scheinen und von Statuen stammen, die alle der Gruppe der weiblichen Gewandstatuen angehören.
    Statuenbergung   [zoom]

    Statuenbergung: In einer aufwändigen Rettungsaktion konnte das seit 2006 bekannte Statuenfragment BY FS 36 A_A-05.09, bei dem es sich vermutlich um den Eckakroter der Nordwestecke des Tempels handelt, geborgen werden. Das Stück wurde gezeichnet, fotografiert und nach dem Kampagnenende dem Museum in Marmaris übergeben.

    Theater, Raubgrabungen: Auf der Tempelterrasse waren seit der letzten Kampagne keine neuen Raubgrabungen zu beobachten. Am Theater stellten wir südöstlich des Koilons jedoch eine neuerliche Raubgrabung fest. Bei der Untersuchung des Abraums konnten wenige Keramikscherben gefunden und bestimmt werden. Diese Raubgrabung war leider mit erheblicher Zerstörung am Theater gelegener Gebäude verbunden, bei denen aus dem Mauerwerksverband Blöcke herausgerissen sind. In einem Fall haben wir das Loch durch kleine Steine verfüllt, um einem Einstürzen der Mauer vorzubeugen.
    Insgesamt wurden im Bereich des Tempels 51 neue Fragmente in den Bauteilkatalog aufgenommen. 18 Architektur- und Statuenfragmente wurden dem Museum Marmaris zur Aufbewahrung übergeben.

    2) Geophysikalische Prospektion
    Die geophysikalische Prospektion konzentrierte sich auf zwei Bereiche: Den Hafen von Bybassos und das Töpferviertel nördlich von Bybassos.
    Im Bereich des Hafens handelt es sich um eine Fortsetzung der Arbeiten des Vorjahres. Hier wurde die geomagnetische Prospektion entlang der Nordseite des Hisartepe - im Bereich des vermuteten Handelshafens – nach Westen hin im Bereich des hellenistischen Rechteckbaus und bis zur heutigen Küstenlinie vervollständigt. Im gleichen Areal wurden zusätzlich Schnitte per Elektrotomographie gemessen. Die Erwartung, dabei den Wellenbrecher des hellenistischen Hafens zu lokalisieren, hat sich leider nicht erfüllt. Im Westen des hellenistischen Rechteckbaus wurde die Feldmauer entlang der Hangkante – die in der Verlängerung einer Polygonalmauer verläuft – geschnitten. Die gemessene Mauertiefe von 3,50 m bestätigt die bisherige Vermutung, dass die Polygonalmauer sich hier fortsetzt. Es handelt sich damit um die hellenistische Stadtmauer, die das ‚Hafenviertel’ am Nordhang des Hisartepe befestigt.
    Auf der Südseite des Hisartepe, wo sich der militärische Hafen befunden haben könnte, wurden zwei größere Felder mit Geomagnetik begangen, darüber hinaus wurden vermutete Strukturen in der Geomagnetik der Vorjahre in diesem Bereich durch Schnitte per Elektrotomographie überprüft. Die durchgehend negativen Ergebnisse lassen nunmehr den Schluss zu, dass es auf der Südseite des Hisartepe vermutlich keine größeren Hafenanlagen gegeben hat.
    Auf der Ebene im Norden von Bybassos (Limanbaşı mevkii) wurden bereits im Vorjahr die Felder beiderseits der Hauptstraße begangen, auf denen neben großen Mengen überwiegend hellenistischer Keramik auch Fehlbrände und Keramikschlacken aufgesammelt worden waren. In diesem Bereich wurden die nicht bepflanzten Felder mit Geomagnetik begangen. Im Magnetogramm zeichnen sich bis zu fünf Töpferöfen als Hochtemperaturbereiche ab, darüber hinaus ein großes mehrräumiges Gebäude – möglicherweise eine Anlage mit Schlämmbecken.

    3) Töpferviertel (BY-FS 76.77.87–96)
    Im Töpferviertel wurden neben dem geophysikalischen Survey (s.o.) auch die archäologischen Arbeiten fortgesetzt und vor allem auf den frisch gepflügten Feldern Oberflächenfunde gesammelt. Dabei wurden an einer Stelle größere Teile eines Töpferofens entdeckt, die durch Tiefpflügen frisch an die Oberfläche gekommen sind. Die abgesuchten Felder und Befunde wurden anschließend mit GPS vermessen und kartiert. Im Ergebnis konnte hier eine intensive Keramikproduktion, insbesondere von Amphoren, festgestellt werden. Die früheste Produktion befindet sich dabei im Nordosten der heutigen Hauptstraße (ca- 300–250 v. Chr.), und ist im folgenden (ca. 250–150 v. Chr.) nach Südwesten auf die andere Seite der heutigen Hauptstraße gewandert. In einem kleineren Gebiet wurde außerdem Keramik der römischen Kaiserzeit und der Spätantike gefunden (1.–2. und 4.–5. Jh. n. Chr.). Durch die hier gefundenen Amphorenscherben und -stempel lassen sich nunmehr mehrere bisher bekannte, aber nicht lokalisierte Produzenten rhodischer Amphoren als bybassisch identifizieren.


    4) Bybassos
    Bohrkernentnahme   [zoom]

    In Bybassos wurden zur Ergänzung und Vervollständigung der Dokumentation der Vorjahre einige kleinere Nachuntersuchungen vorgenommen, die neben den spätbyzantinischen Bauten der Zitadelle vor allem die Stadtmauern und das Heiligtum betrafen. Hier wurden auch Nachmessungen gemacht und in den topographischen Plan nachgetragen. Die 2005 begonnene zeichnerische Aufnahme der hellenistischen Grabanlage im Westen, auf dem Sattel zwischen Hisartepe und Zelle Tepesi, wurde vervollständigt.

    5) Geologie/Geographie
    Zunächst für einen Tag haben die Marburger Physischen Geographen Prof. Brückner gemeinsam mit Dr. Urz zwei Sediment-Bohrungen im Bereich des vermuteten Handelshafens von Bybassos vorgenommen. Die Arbeiten wurden durch heftige Regenfälle erschwert, weshalb auch die anfangs projektierten Stellen nicht zu erreichen waren. An einer weiter im Landesinneren gelegenen Stelle ergab eine 7 m tiefe Bohrung grobe Erosions-Sedimente, die keine Rückschlüsse auf Meeressedimente ergaben. Die zweite Bohrung war 5 m tief und lag nahe der heutigen Küstenlinie, jedoch nahe der Hangkante des Hisartepe und ergab ein sehr ähnliches Profil. Ein Vergleich mit dem heutigen Strand zeigte aber auch die Schwierigkeit auf, den antiken Strand in einer Bohrung zu identifizieren, da der moderne Strand aus kantigen Steinchen mit kaum Muscheln oder anderen Meeresindikatoren besteht. Trotz dieser Schwierigkeiten dürfte es mit einer größeren Serie von Bohrungen möglich sein, die antike Küstenlinie zu bestimmen.

    6) Kargıcak Tepesi (BY-FS 28)
    Die im Vorjahr bereits begonnene Begehung und Dokumentation der antiken Siedlung auf dem Kargıcak Tepesi wurde 2009 fortgeführt und abgeschlossen. Dabei wurden alle Teile der Stadt abgegangen, skizziert und vermessen. Anhand des Plans wurde dann ein System von Fundbereichen zum Sammeln der Oberflächenkeramik erstellt, das sich an den antiken Befunden orientiert, und die Keramik gesammelt. Vor allem im dicht bewachsenen Süden konnten gegenüber dem Vorjahr zahlreiche noch unbekannte Befunde sowie der Verlauf der Stadtmauern festgestellt werden. Außerdem wurde im Osten der Bereich unterhalb der Stadtmauer untersucht. Hier wurden landwirtschaftliche Befunde angetroffen, zu denen neben Terrassierungen Pressbetten, Felsbecken, eine Steinwalze und andere Anlagen zählen. Zum Teil gibt es vergleichbare Befunde auch im Siedlungsbereich. Die Pressbetten unterscheiden sich sowohl untereinander, wohl aufgrund unterschiedlicher Funktionen, als auch von den bereits gut bekannten Pressbetten der hellenistischen Gehöfte. Entsprechend dürften die Pressen der Siedlung auf dem Kargıcak Tepesi der archaischen und klassischen Zeit angehören und bieten einen wichtigen, uns bisher fehlenden Vergleich für die Landwirtschaft der vorhellenistischen Zeit.

    Kargıcak, Osthang   [zoom]
    In demselben Gebiet wurden zwei Wannen gefunden, deren Grundflächen zwei bis drei Stufen aufweisen. Davon ist eine aus einem Block herausgearbeitet, die zweite aus dem anstehenden Felsen. Eine dritte Wanne gleichen Typs mit drei Stufen wurde bereits im Vorjahr in der Nekropole am Westhang entdeckt. Etwa 15 Wannen gleicher Form wurden erst kurz zuvor beim französischen Survey am Golf von Keramos in Kodapa entdeckt und von Koray Konuk auf dem Marburger Symposion „Neue Forschungen auf der Karischen Chersones“ im April 2009 vorgestellt. Obwohl sie in ihrer Form antiken Badewannen ähnlich sind, müssen sie aufgrund ihres Fundkontextes zur Produktion eines bisher nicht zu bestimmenden Nahrungsmittels oder Öls gedient haben. Alle genannten Anlagen wurden in Einzelzeichnungen dokumentiert.

    Am Nordrand der Siedlung befindet sich das antike Hauptheiligtum, das sich im wesentlichen als Naturheiligtum aus markanten Felsformationen präsentiert. Nur in wenige Felsen sind Becken sowie ein Altar eingearbeitet worden, andere dürften als natürliche Kammern und Nischen in die Nutzung mit einbezogen worden sein. Unmittelbar neben, vielleicht sogar noch innerhalb des Heiligtums fand während unserer Arbeiten eine Raubgrabung statt. Die dabei ausgehobene Erde konnte von uns durchsucht werden, wobei außer größeren Mengen von Keramik des 6. Jhs. v. Chr. auch zwei archaische Silbermünzen und mehrere Eisennägel oder -nieten zutage kamen.
    Nach einer ersten Auswertung der Befunde und Funde der Siedlung auf dem Kargıcak Tepesi lässt sich eine Besiedlung von archaischer bis hellenistischer Zeit feststellen, wobei die Bauten überwiegend aus dem 6. bis 5. Jahrhundert stammen dürften. Merkwürdig ist das weitestgehende Fehlen von Keramik des 4. Jhs. v. Chr., obwohl das 3. Jh. gut belegt ist. Damit scheint ein Hiatus in hekatomnidischer Zeit vorzuliegen, der jedoch erst durch die weitere Aufarbeitung der Keramik zu bestätigen wäre. Falls der Hiatus sich bestätigen sollte, wäre er ein wichtiger Hinweis für die übergreifende Chronologie der Karischen Chersones. Dort treffen wir in den Siedlungen regelmäßig auf zwei Stadtmauerphasen, die bisher nur als archaisch und klassisch einzugrenzen sind. Falls auf dem Kargıcak Tepesi das 4. Jahrhundert fehlt, wäre die – auch hier belegte – klassische Stadtmauer-Phase generell in das 5. Jh. v. Chr. zu datieren.


    7) Gehöfte
    In Orhaniye wurde über dem Kızkumu („Mädchensand“) ein hellenistisches Gehöft sowie eine Serie von hohen, sehr gut erhaltenen Ackerterrassen untersucht (BY-FS 84). Auf einer der Terrassen wurde eine Grabterrasse entdeckt, mit sichtbaren Seitenmauern von mindestens drei Kistengräbern im Inneren. Während der Kampagne wurden die Terrassenmauern nur teilweise vermessen, von der Grabterrasse hingegen eine zeichnerische Aufnahme (Aufsicht und Schnitt) erstellt. Diese Arbeiten sollen im kommenden Jahr fortgesetzt werden.
    Im Norden dieses Fundplatzes wurde ein kleines Quellheiligtum entdeckt (BY-FS 85), das ebenfalls noch nicht genauer untersucht wurde. Die Oberflächenkeramik verweist ebenfalls auf eine Nutzung in hellenistischer Zeit.

    BY-FS 70, Pressareal   [zoom]
    Die Dokumentation des im Vorjahr neben dem Weg nach Kastabos entdeckten hellenistischen Gehöfts BY-FS 70 wurde fortgeführt. Neben dem Gesamtplan der Ruinen wurden Detailzeichnungen der außergewöhnlich aufwendigen und gut erhaltenen Pressanlagen angefertigt. Leider sind hier durch Bulldozer in neuester Zeit die umliegenden Ackerterrassen vollständig zerstört worden, ebenso ist ein benachbarter osmanischer Bienenhof, der im Vorjahr noch unberührt war, bereits stark beschädigt worden.
    Ebenfalls am Weg nach Kastabos befindet sich das im Vorjahr entdeckte Gehöft BY-FS 80, das neben der hellenistischen Hauptphase auch eine byzantinische Wiedernutzungsphase aufweist. Hier wurden nur wenige Reste des Gehöfts selbst angetroffen, dafür aber drei Pressbetten – ein hellenistisches und zwei byzantinische.
    Im Bereich des Dorfes Hisarönü konnte ein Bereich mit hellenistischen Ackerterrassen im Vorjahr wegen eines freilaufenden bissigen Hundes nicht vermessen werden. Deren Vermessung konnte 2009 leider nicht nachgeholt werden, da die Terrassen mittlerweise vollkommen zerstört worden sind.

    In der Kızılbağlık Ovası wurde des weiteren das bereits 2005 entdeckte Gehöft BY-FS 18 erneut untersucht und vermessen. Hier kamen durch neue Tiefpflügungen große Mengen an Keramik zu Tage, unter denen auch Fehlbrände und Keramikschlacke anzutreffen sind. Damit konnte nachgewiesen werden, dass sich hier außer dem – durch eine Presse belegten – Gehöft auch eine Töpferwerkstatt befunden hatte.

    Am Südrand der Ebene von Orhaniye wurde das 2006 entdeckte hellenistische Gehöft BY-FS 59 mitsamt den zugehörigen Ackerterrassen eingehend untersucht, vermessen, und Einzelfunde gezeichnet. Zu erwähnen sind hier insbesondere drei neuentdeckte Pressgewichte, die vermuten lassen, dass sich im vermessenen Gebiet mindestens ein weiteres Gehöft befunden hat.


    8) Asartepe (Aulai?)
    In der byzantinischen Kirche in der Marina von Orhaniye befindet sich eine als Spolie verbaute hellenistische Inschrift, auf der ein Ort namens Aulai erwähnt ist. Bei dem Versuch, diesen sonst unbekannten Ort zu lokalisieren, wurde uns schon 2006 von bejahrten Dorfbewohnern in Orhaniye ein Berg namens Asartepe gezeigt, auf dem eine ‚Kale’ (Festung) sei. In der Kampagne 2009 sind wir nun auf diesen Berg gestiegen, um festzustellen, ob dort tatsächlich eine Siedlung liegt und ob es sich um das besagte Aulai handeln könne. Auf dem Gipfel des Berges treffen wir in der Tat auf eine antike Siedlung, deren Anfänge in der spätgeometrischen bis früharchaischen Zeit zu vermuten sind, wie ein Ovalhaus an der höchsten Stelle vermuten lässt. Der Asartepe war bis in hellenistische Zeit besiedelt und wurde dann, wie fast alle Siedlungen der Chersones, verlassen. Die Siedlung ist mit einer Stadtmauer befestigt, im Inneren sind die Grundmauern zahlreicher Häuser erhalten. Unterhalb der Siedlung, auf einer großen Terrasse, wurde ein Heiligtum entdeckt. Die zahlreichen, kleinen, aber qualitätvollen Kalksteinblöcke sowie zwei Säulen dürften von einem hellenistischen Tempel stammen. Unterhalb des Heiligtums befindet sich die Nekropole mit Grabterrassen und den für die Chersones typischen Stufenbasen.


    9) Kapıcıkada Tepesi (Golden Key Plaj) (BY-FS 40)
    Mit der Siedlung auf dem Kapıcıkada Tepesi griffen wir erstmals über die Grenze der Karischen Chersones nach Norden hinaus, in das Gebiet des antiken Apeiros. Apeiros hieß nach den rhodischen Quellen das der Chersones benachbarte Gebiet und dürfte wie die Chersones einem älteren karischen Koinón entsprechen. Die Siedlung Kapıcıkada Tepesi befindet sich auf einer Halbinsel am Golf von Gökova im zu Hisarönü gehörigen Dorfteil Bördübet.
    Kapıcıkada Tepesi   [zoom]
    Wir hatten diese Siedlung bei einem Sonntagsausflug 2006 entdeckt. Mitten in der Siedlung befinden sich die Strandanlagen mit Restaurant des in der Nähe befindlichen Golden Key Hotels. Da wir nach den Erfahrungen von 2006 mit einer Behinderung unserer Erforschung dieser Halbinsel von seiten des Hotelmanagements rechnen mussten, hatten wir den Survey der ca. 7 ha großen Siedlung vorab gut vorbereitet und haben dann an den Feiertagen des Şeker Bayram die Siedlung in nur zwei Tagen fast vollständig untersucht – mit topographischem Plan, Skizzen der antiken Befunde, Vermessung derselben, Fotos und Sammeln von Oberflächenkeramik nach Einteilung des Fundplatzes in einzelne Sammel-Areale. Anschließend war nach der ersten Auswertung noch ein weiterer halber Tag zur Vollendung einer Zeichnung sowie zum Nachmessen und Vervollständigen der Dokumentation.
    Die Siedlung unterscheidet sich deutlich von den Siedlungen auf der Chersonesos, schon durch ihre Lage unmittelbar am Wasser. Auf der Chersones sind selbst Hafensiedlungen wie Loryma oder Bybassos nicht direkt am Wasser errichtet, sondern auf Hügeln in einigem Abstand zum Ufer. Auch die Architektur ist unterschiedlich, was zum Teil jedoch auch auf dem hier anstehenden – im Gegensatz zum Kalkstein der Chersones – sehr bröseligen braunen metamorphen Gestein beruht, der eigentlich als Baustein kaum brauchbar ist. Ensprechend konnten wir in der Siedlung auch nur wenige Steinmauern kartieren, zu denen vor allem die jeweil nur 1-2 Steinlagen hoch erhaltene Stadtmauer gehört. Die Häuser sind fast durchgehend in den Felsen eingearbeitet, so dass an der Hangseite die abgearbeitete senkrechte Felsfläche die Rückwand des Hauses bilden konnte. Durch Staffelung dieser Abarbeitungen konnten so sogar zweistöckige Häuser am Hang angelegt werden. Bei einem Haus sind die Bettungen der Dachbalken in der Felswand erhalten. Da bei den Häusern nur sehr vereinzelt überhaupt Steinmauern festzustellen waren, ist wohl – auch in Hinsicht auf die miserable Qualität des anstehenden Gesteins als Baumaterial – davon auszugehen, dass die aufgehenden Mauern sämtlich aus Lehm oder einer Holz-Lehm-Konstruktion bestanden haben.
    Die Siedlung bestand nach Aussage der Oberflächenkeramik vom 6. bis 2. Jh. v. Chr. und erlebte in hellenistischer Zeit eine Blütezeit, die sich in erheblichen Keramikmengen sogar außerhalb der Stadtmauern niedergeschlagen hat. Eine Erklärung für diese Keramik steht noch aus, doch scheint es sich mangels Fehlbränden und Keramikschlacken nicht um Produktionsabfälle zu handeln. In der Siedlung standen bis zu ca. 50 Häuser, womit die Gesamtgröße etwa den bereits bekannten Siedlungen der Chersones entspricht.
    Die Halbinsel endet nach Westen hin in zwei Kaps. In der Bucht dazwischen befindet sich eine frühbyzantinische Hafenanlage mit kleinen Hafengebäuden, ähnlich dem byzantinischen Hafen von Bybassos. Aus Geröll und Mörtel (ohne Ziegelsplitt!) wurde eine Kaimauer errichtet, die jedoch möglicherweise hellenistischen Datums ist – vergleichbare Konstruktionen wurden an den ebenfalls zu Apeiros gehörigen, neu entdeckten Fundstellen Arap Mezarı Koyu und Sucağız Koyu (BY-FS 101 und 102) beobachtet, wo zumindest erstere keine byzantinische Phase aufweist. Beide Fundstellen weisen antike Öfen auf und sollen in der kommenden Kampagne eingehend untersucht werden.
    Am Festland gegenüber der Halbinsel mit der Siedlung befinden sich zwei antike Nekropolen, die ebenfalls in der kommenden Kampagne begangen werden sollen und interessante Ergebnisse versprechen. Bereits nach einer flüchtigen Sichtung sind Amphoren- und Pithosgräber festzustellen, die zum Teil durch die moderne Straße angeschnitten wurden.
    Der antike Name dieser Siedlung ist bisher unbekannt. Nach ihrer Lage war es in erster Linie eine Hafensiedlung, deren agrarisches Hinterland wohl im Bereich der etwa 1 km nördlich gelegenen Ebene lag, wo sich heute u.a. das Golden Key Hotel befindet.


    10) Eren Dağ (BY-FS 104)
    Der höchste Berg im nördlichen Teil der Chersones ist der Eren Dağ mit ca. 810 m Höhe. Eine Bemerkung Frazers in der Publikation der britischen Grabungen von Kastabos und der Name des Bergs ließen vermuten, dass sich auf dem Berg antike Reste befinden. In dieser Kampagne sind wir zu einer ersten Erkundung auf den Berg gestiegen. Dort entdecken wir zunächst die Mauer einer wohl früharchaischen Fluchtburg, die sehr an den Köklü Dağ erinnert und die große, flache Mulde des Gipfelbereichs auf den zwei flacheren Seiten (Ost und Nord) einschließt. Die dritte Seite (Süd) besteht aus senkrechter Felswand, die vierte (West) müssen wir noch einmal genauer anschauen.
    Eren Dağ, Altar   [zoom]


    Auf dem Gipfel sind verstreute Kalkstein-Blöcke, die wohl von einem hellenistischen Altar stammen. In der Umgebung gibt es einiges an Keramik, jedoch kaum feines; dafür viele Knochensplitter, die z. T. angebrannt sind und vom antiken Altar stammen könnten. Auf einer vom Gipfelbereich westlich vorkragenden Felsnase befindet sich ein einsamer großer Kalksteinblock, ohne irgendwelche sonstigen Funde – keine einzige Scherbe. Vermutlich wurden hier die Blöcke für den Gipfelaltar gebrochen, da am Gipfel selbst nur eng geschichteter Kalkstein ansteht. In der Nähe davon die Mauern eines Gebäudes, das nach den Dachziegeln frühbyzantinisch sein könnte.

    Insgesamt scheint es sich um ein Gipfelheiligtum zu handeln, das wohl Zeus (Akraios) gehörte. Die kurvige Befestigungsmauer könnte als Temenosmauer dazu gedeutet werden, ist aber deutlich älter (spätgeometrisch bis früharchaisch) als der Altar. Vom Umfang her dürfte es jedoch eher eine karische Fluchtburg sein.


    11) Keramik
    Seit 2005 werden Oberflächenkeramik und Kleinfunde im Bereich der antiken Siedlung Bybassos und ihres Umlandes gemäß der Einteilung in Fundareale gesammelt und für die Auswertung dokumentiert. Diesem System entsprechend wird ein Inventarbuch geführt sowie Zeichnungen und Fotos von Stücken mit charakteristischen Profilen angefertigt. Ergänzend werden unter dem Mikroskop vergrößerte Aufschlüsse frischer Scherbenbruchstellen fotographisch aufgenommen und in einer digitalen Datenbank erfasst.

    Als erstes wurde das Areal um den zu Beginn der Kampagne 2009 mit Hilfe geomagnetischer Prospektion lokalisierten Töpferofen am Ördekbakacak Tepesi (BY-FS 2 A) sowie die zu einem hellenistischen Gehöft gehörenden Fundstellen BY-FS 18 A und BY-FS 18 B im Bereich der Kızılbağlık-Ebene begangen. Neben diesen Stücken wurde Keramik aus dem Heiligtum Kastabos (BY-FS 36 H) und einer Reihe weiterer Fundstellen (BY-FS 85, BY-FS 86 A, BY 1, BY 2, BY 13, BY 18, BY 19) dokumentiert.

    Um die Ausdehnung des als Industriegebiet von Bybassos interpretierten Bereiches zu erfassen, wurden die intensiven Begehungen großflächig ausgedehnt. Im Bereich der Fundareale BY-FS 76, westlich der Siedlung, sowie BY-FS 90 und BY-FS 91, jenseits der Straße Bozburun-Marmaris, wurden übermäßig gebrannte Keramik-fragmente/-schlacken und Teile von Töpferöfen gefunden. Bestätigt durch die in der Geomagnetik deutlichen Anomalien lieferte das Sammeln von Keramik nach einem intensiven Verfahren den Nachweis für die Vermutungen der Vorjahre hinsichtlich einer zu erwartenden Konzentration von Amphorenbrennöfen.
    Insbesondere anhand der Datierungen der Amphorenfragmente kann gesagt werden, dass im Norden dieses Gebietes zwischen dem Ende des 4. Jhs. v. Chr. und dem ersten Viertel des 3. Jhs. v. Chr. eine Produktion in großem Umfang stattfand, wohingegen die Funde aus dem Bereich südlich der Straße zeigen, dass die Herstellung von Transportamphoren dort bis ins letzte Viertel des 3. Jhs. v. Chr. hinein andauerte. Diese Datierung kann anhand der gefundenen Amphorenstempel bestätigt werden und erbringt den Nachweis, dass sich auf dem Gebiet ein wichtiges Herstellungszentrum frühhellenistischer Zeit befand. Insbesondere die Funde aus dem Areal BY-FS 76 liefern den Beleg, dass dort die lokale Produktion im 1. Jh. n. Chr. – allerdings auf ‚Spätrhodische Amphoren’ begrenzt und in kleinerem Umfang als in hellenistischer Zeit – wieder aufgenommen wurde. Außerdem weisen spätantike Keramikfunde darauf hin, dass im 5-6. Jhs. n. Chr. am Ort eine Siedlung bestand. Bei den Interpretationen hinsichtlich dieses Areals sollte nicht vergessen werden, dass die Befunde dieser Region unter einer dicken alluvialen Erdschicht verborgen sind.

    Im Rahmen des Surveys in Bybassos und Umgebung konnte auf den Flächen östlich der Straße Marmaris-Bozburun die Grenzen der Ansammlung bereits erfassten Keramikwerkstätten bestimmt werden. Neben den mittels Geomagnetik lokalisierten Brennöfen konnte im Bereich der Fundstelle BY-FS 91 ein weiterer anhand von Ofenteilen und Schlacken identifiziert werden. Die Auswertung der hier gesammelten Keramik ergab, dass die Fehlbrände und Abfallstücke zwischen dem Ende des 4. und der Mitte des 3. Jhs. v. Chr. zu datieren sind. Auch auf der Nachbarparzelle BY-FS 90 lieferte die Geomagnetik wahrscheinlich Hinweise auf zwei weitere Abfallhaufen von Öfen. Während die Töpferwerkstätten im Bereich von BY-FS 90 und BY-FS 91 eine frühe Produktion belegen, zeigen die Fundstellen BY-FS 76, BY-FS 88 und BY-FS 89, dass das Gebiet westlich der Straße bis ins letzte Viertel des 3. Jhs. v. Chr. hinein hauptsächlich zur Herstellung von Transportamphoren und Gebrauchsware genutzt wurde. Das Keramikfundbild weist auf die erneute Nutzung des Areals im 1. Jh. n. Chr. sowie im 5.-6. Jh. n. Chr. hin. Die Dichte der auf dem 4,5 ha umfassenden Areal nachgewiesenen Töpferwerkstätten belegt die Interpretation als Industriegebiet.

    Im Gebiet südlich der Straße Marmaris – Datça konnten vier weitere Fundstellen lokalisiert werden. Bis zum Ausgrabungsareal der Töpferwerkstätten von Hisarönü/Çubucak waren die Felder frisch gepflügt und konnten mit Ausnahme eines touristisch genutzten Areals östlich der Straße - begangen werden. Im Bereich der mit einer dicken Schicht Alluvion ausgestatteten Fundstelle BY-FS 97 wurde hellenistische Keramik vorgefunden. Östlich davon wurden die Areale BY-FS 98, BY-FS 99, BY-FS 100 eingemessen, die ebenfalls Funde hellenistischer Zeit erbrachten.


    Die im Bereich von BY-FS 28 durchgeführten Arbeiten erbrachten den Nachweis einer spätarchaisch-klassischen Besiedlung des Kagıcak Tepesi in der unmittelbaren Umgebung von Bybassos. An der Oberfläche einiger von Raubgräbern hinterlassenen Löchern konnte im Bereich BY FS 28 D in der Nähe des Heiligtums Feinware des letzten Viertels des 6. Jhs. v. Chr., darunter Fragmente von Skyphoi, Schalen, Hydrien, Oinochoen, Olpen und zahlreiche Randstücke von Bandschalen und Ionischen Schalen sowie zwei knidische Silbermünzen gesammelt werden, deren Datierung zu der chronologischen Einordnung der Keramik passt. Des weiteren wurden in diesem Areal Tierknochen in großer Zahl gefunden, was für eine kultische Nutzung spricht.
    Das Siedlungsgebiet wurde in einzelne Keramikfundareale aufgeteilt. Neben entsprechenden Sammelaufnahmen wurde die Feinkeramik auch Stück für Stück fotografiert. Parallel dazu wurden alle charakteristische Profile ergebenden Beispiele gezeichnet. Abschließend wurden zur Analyse der Tonzusammensetzung mit Hilfe des Mikroskops Detailaufnahmen frischer Scherbenbruchstellen von amorphen Stücken der Datenbank hinzugefügt.

    Das in der letzten Woche untersuchte Gebiet der Siedlung in Bördübet am ‚Golden Key’-Strand (BY FS 40) wurde nach der Aufnahme der Befunde in Skizzen sowie einem topographischen Plan ebenfalls in entsprechende Keramikfundareale aufgeteilt. Während im Bereich BY-FS 40 C zahlreiche Fragmente frühhellenistischer Gebrauchskeramik und Amphoren gefunden wurden, erbrachte die Begehung von BY-FS 40 D und BY-FS E hauptsächlich Feinware. Neben Fragmenten von Megarischen Bechern befindet sich unter den zwischen das 4. bis Ende des 3. Jhs. v. Chr. zu datierenden Stücken das Mündungsfragment einer Amphora mit schwarzem Glanzton aus der ersten Hälfte des 6. Jhs. v. Chr. Sie verdient damit Aufmerksamkeit als wichtiger Anhaltspunkt zur Siedlungsgeschichte. Im Areal BY-FS 40 G wurden in großer Zahl Transportamphoren der 1. Hälfte des 3. Jhs. v. Chr. und Alltagsware erfasst. Die Reste des Hafens in BY-FS 40 H sind nach den Kriterien der Architektur sowie der Keramik spätantik zu datieren. Die von den Hügeln abgerutschten Keramikfragmente deuten auf eine Belegung der Siedlung seit spätarchaischer Zeit. An der Spitze der Halbinsel (FS-BY 40 I) wurde spätarchaische Feinware konzentriert gefunden. Die Dichte von Feinkeramik sowie die Tatsache, dass das steil abfallende Terrain als Siedlungsgelände eher ungeeignet ist, legen die Nutzung als Kultareal nahe. Die Auswertung der Keramik und Amphorenstempel sowie deren digitale Katalogisierung wird fortgesetzt.

    Die Bearbeitung der Keramik wurde unter der Leitung von Ahmet Kaan Şenol und Gonca Şenol mit Unterstützung von Studenten der Ege Üniversitesi İzmir durchgeführt. Die Arbeiten werden als von Tübitak unterstütztes Projekt mit dem Titel: Antik Dönemde Marmaris/Bozburun Yarımadası’ndaki (Karia Khersonessosu) Tarımsal ve Endüstriyel Üretim Teknolojileri Işığında Bölgenin Ticari İlişkileri: Bybassos Modeli fortgeführt.


    ERGEBNIS
    Nach Abschluss der Dokumentation von Bybassos und der Begehung zweier weiterer Siedlungen der Chersones (Köklü Dağ, Kargıcak Tepesi) zeichnen sich – unter Einbeziehung der 1995-2001 untersuchten Siedlung Loryma – die für die Chersones typischen Siedlungsstrukturen und -phasen deutlich ab. Für die Datierung einzelner Phasen und Befunde ist es hilfreich, dass die genannten Siedlungen unterschiedliche Nutzungsphasen aufweisen, was die – bei einem Survey sonst problematische – Datierung bestimmter Befunde ermöglicht. So sind die Bauten auf dem Köklü Dağ fast durchgehend archaisch, mit einer kurzen byzantinischen Nachbesiedelung; der Kargıcak Tepesi war vom 6. bis 2. Jh. v. Chr. besiedelt, jedoch mit einem Hiat im 4. Jh.; in Bybassos gibt es alle für die Chersones typische Phasen: archaisch bis hellenistisch, frühbyzantinisch und spätmittelalterlich. Als Besonderheit gibt es hier eine Erweiterung in hellenistischer Zeit durch das befestigte Nordviertel und das außerhalb der Mauern gelegene Speicherviertel.
    Kapıcıkada in der nördlich an die Chersones angrenzenden Region Apeiros ergänzt dieses Bild mit einer Siedlung, die von archaischer bis hellenistischer Zeit bewohnt war und in ihrer Größe den chersonesischen Siedlungen entspricht. Ihre Lage und ihre Architektur weist dagegen markante Unterschiede zu den chersonesischen Siedlungen auf; diese kleinräumige Differenzierung erklärt sich dadurch, dass Apeiros wohl ein eigener karischer Bund war und entsprechend in den rhodischen Inschriften neben Chersonesos und Physkos als eigene Region erscheint. Apeiros weist darüber hinaus auch insgesamt eine andere Siedlungsstruktur auf als die Chersonesos. Die hier vorherrschenden braunen metamorphen Gesteine sind als Baumaterial kaum brauchbar, was ein Grund für die im Vergleich zur von Kalkstein geprägten Chersonesos sehr dünnen Besiedlung sein mag. Auch die hohe Dichte hellenistischer Gehöfte auf der Chersonesos findet in Apeiros keine Entsprechung.
    Im Gegensatz dazu stehen die Befunde an den Buchten Arap Mezarı und Sucağız, wo Reste von mehreren Öfen auf ein hellenistisches Handwerks-Zentrum schließen lassen. Insgesamt verspricht die weitere Erforschung dieser Region wichtige neue Ergebnisse.
    Zahlreiche neue Ergebnisse gibt es zur Produktion von Keramik, insbesondere von Amphoren, in hellenistischer Zeit. Hierzu gehört in erster Linie das ausgedehnte Töpferviertel im Norden von Bybassos, sowie die kleinere Töpferei beim Gehöft BY-FS 18 in der Kızılbağlık-Ebene. Zusammen mit den bereits aus den früheren Grabungen der Ege Üniversitesi bekannten Werkstätten von Hisarönü-Çubucak und der 2007 entdeckten Töpferei am Ördekbakacak Tepesi ergibt sich im Bereich nördlich von Bybassos eine bemerkenswerte Konzentration von Amphorenproduzenten. Die Apeiros lässt weitere entsprechende Befunde erwarten (s.o.), zu vermuten sind Werkstätten darüber hinaus in der Nähe der Kapıcıkada beim modernen Golden Key Hotel. Die hier produzierten Amphoren dienten insbesondere dem Export des Rhodischen Weins.
    Die Erforschung der landwirtschaftlichen Anlagen hellenistischer Zeit – Gehöfte und Ackerterrassen – zur Produktion des Weins wurde 2008 und 2009 mit der Dokumentation mehrerer Gehöfte und Ackerterrassen vorangebracht. Zahlreiche Funde von Pressanlagen und anderen Einrichtungen lassen trotz der relativen Einheitlichkeit auf eine gewisse Differenzierung der Funktionen und Phasen der Gehöfte schließen. Deutlich setzen sich davon die archaischen und klassischen Pressen der Siedlung auf dem Kargıcak Tepesi ab.




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    2009 BYBASSOS YÜZEY ARAŞTIRMASI

    1) Kastabos (BY-FS 36)

    Hedefler: 2009 Kampanyası hedefleri, tapınak terasının dış cephelerinin rölöve çizimlerini kapsamaktadır. 2007 ve 2008’de başlanan, insitu durumundaki yapı kısımlarının plan, rölöve ve kesit çizimlerinin tamamlanması 200 yılı kampanyasının hedefleri arasındaydı. Ayrıca Tapınağın ve tapınak terasının diğer yapılarının in situ olmayan yapı elemanların çizimlerine de devam edilmesi planlanmıştı.

    Tapınak, Kurvatur: Tapınakta 2007’de başlanan çalışmalara devam edildi. Halen eksik olan tapınağın kuzey ve doğu cephelerinin rölöve 1:20 ölçekli çizimleri yapıldı. Krepis ve Toichobat’ta insitu olan elemanların ince kod ölçümleri yapıldı. Bu ölçümlerin sonucunda, tapınağın bir Kurvatur (hafif eğim) olduğunu saptandı.
    2009 yılında da önceki kampanyalardaki olduğu üzere yapı elemanların çizimlerine devam edilmiştir.

    Tapınak terası duvarları: Tapınak terası dış cephe duvarlarının rölöve çizimlerinin hazırlığı olarak, 10 günlük temizlik çalışmaları gerçekleştirildi. Ayrıca, bir fırtınada düşen iki çam ağacı, Marmaris Orman işletmesi Müdürlüğü elemanların tarafından götürüldü. Böylece, güney teras duvarın rölöve çizimlerine başlandı. Bu çizimler, iki kişilik gruplar tarafından, el ölçüm sisteminde yapıldı. Bazı yerlerde, Tachymetrenin yardımıyla çalışmalar hızlandırıldı. Ayrıca, duvarın fotoğrafları sistemli bir şekilde çekildi. Kuzey duvarın uzunluğu 54,30 m, batı teras duvarınınki ise 33,25 m. olarak tespit edildi. Kuzeybatı köşesindeki en yüksek yerinde, yüksekliği 6,20 m’ye ulaştığı belirlendi. 1:50 ölçekli rölöve çizimleri, iki – üç ölçü/çizim takımlarla 12 çalısma gününde tamamlandı. Duvarda, değişik evreleri gçsteren eklenti yerleri olmadığı tesbit edildi. Poligonal tekniğinde inşa edilen duvar, uzunluğu 2,5 m’ye varan kireçtaşı bloklardan örülmüş olup köşelerde, dikdörtgen taşlar kullanılmıştır. Kuzey terasın batı kısmındaki ağaç kökleri ve yağmur sularının duvarda deformasyona neden olduğu belirlenmiştir. Bu bölgede taşların arasında açıklıklar ve arkasında 2 m’ye varan boşluklar tesbit edilmiştir.

    Parapet duvarı: Tapınak terasının kenarındaki parapet duvarından, kuzeydeki 2008’de saptanan kısımlar dışındaki doğu ve güney taraflarda yeni kısımları tesbit edildi. Cook ve Plommer tarafından tesbit edilen ‚naiskoi’,un kısmen çalıların içinde korunmuş olduğu anlaşıldı. Ayrıca, Tapınak terasının güneybatı köşesinde, yeni bir naiskos keşfedildi.

    Kuzey yamaç, Genel plan: Tapınak terasının altındaki Kuzey yamaçta, 2006 yılında yapılan genel planında henüz bulunmayan birçok duvar kalıntıları tesbit edildi. Kutsal alanın temenos’unu işaret eden geniş bir duvar, tapınak terasından 35-60 m mesafede, 92 m uzunluğunda takip edilebildi. Bu çalışmalar arazinin zorluklarından dolayı gelecek sene devam edilmelidir.
    Ayrıca bu bölgede tapınak ve terastaki anıtlara ait olan birçok mermer yapı elemanları bulundu. Bu parçaların çoğunu kırılgan ve aşınmış durumda olduğu belirlenmiştir. Önemli buluntuların arasında, bir antefix, bir sima parçası ve İon sütun başlıklardan 8 parça sayılabilir. Bu yeni buluntular yardımıyla tapınağın sütunbaşının rekonstrüksiyonu yapılacaktır.
    Yapı elemanlarının dışında, üç adet heykel kaidesi ve mermer heykel parçaları bulunmuştur. Bir yerde, aynı mermer heykele ait olan kireçtaşı kaide ve heykela ait 5 parça bulunmuştur. Diğer kaideler ise bronz heykellere ait olmalıdır.

    Heykeller: Kampanyanın başında, daha once tespit edilen heykel parçaları incelenmiştir. Bu parçaların değişik heykellere ait olduğu anlaşılmıştır. Bunların arasında gerçek boyutlu ve gerçek boyuttan küçük iki boyut tesbit edilmiştir.
    En büyük parça (BY-FS 36 A_A-05.09) yaşam boyundan küçük bir kadın heykelin alt kısmına aittir. Hareketli motifden yola çıkarak, bu heykel Nike gibi bir akroter olarak kullanıldığı tahmin edilmektedir. Heykelin arka tarafının sadece kaba işlenmiş olması akroter yorumuyle uyum göstermektedir. Diğer heykel parçalarının ise kadınlara ait olduğu anlaşıldı.
    2006 yılında tesbit edilen, muhtemelen tapınağın Kuzeybatı köşesindeki akroter parçası (BY FS 36 A_A-05.09), tahta kasa, kalas ve ipler kullanılarak, dik ve kaygan araziden indirilerek hasarsız şekilde Marmaris Müzesi’ne teslim edildi.

    Kampanyanın sonucunda, 51 yapı elemanı envantere işlendi ve çizildi. 18 tane mimari ve heykel parçalası Marmaris Müzesi’ne teslim edildi.


    2) Jeofizik

    2009 yılında Bybassos’da gerçekleştirilen jeofizik çalışmaların iki önemli amacı bulunmaktadır: Bybassos’un limanının ve Bybassos’un çömlekçi mahallesinin tesbiti.
    Bybassos Limanının lokalizasyonu hakkındaki görüşlerimizi değiştirecek sonuçların 2008 yılında bulunmasından sonra bu yıl da çalışmalara olası liman bölgesinde devam edilmiştir. Bu yıl gerçekleştirilen çalışmalarda Bybassos’un ticari limanı olarak değerlendirdiğimiz kuzeyinde (= Limanbaşı mevkii), Club Rena’ya yakın olan arazilerin ve dikdörtgen Hellenistik kule (?)’ye kadar uzanan bölgenin jeomanyetik haritası tamamlanmıştır. Ayrıca aynı bölgede elektrotomografi yöntemiyle kesitler ölçülerek Hellenistik limanın dalgakıranı aranmasına rağmen dalgakırana ait bir iz tespit edilememiştir. Hellenistik Kulenin batısında bulunan yamacın kenarındaki tarla duvarının bir kesitte 3,5 m derine inmesi bu alanın da Hellenistik surun devamı olarak değerlendirilmesine neden olmuştur.
    Bybassos’un askeri limanı olabilecek olan güneyinde (= Kerdime mevkii) iki tarla jeomanyetik yöntemlerle taranmıştır. Önceki yıllarda yapılan jeomanyetik planda muhtemelen bir duvar olarak değerlendirilen bir anomaliyi kotnrol amacıyla elektrotomografi yöntemi uygulanmasına rağmen kesin bir sonuç alınamamıştır.
    Bybassos’un kuzeyindeki ovada (Limanbaşı mevkii), Marmaris’e giden karayolun sağ ve solundaki tarlalarda 2008 yılı araştırmalarında keramik üretimi ile ilgili keramik yoğunlukları tesbit edilmiştir. Bu bölgede, jeomanyetik yöntemlerle tarım yapılmayan tarlalar tarandı. Sonuç olarak, iki kesin ve üç muhtemelen keramik fırını tesbit edildi, Bu seramik fırınlarının yanında bulunan büyük boyutlu bir yapının da fırınların müştemilatına ait olabilecek kil dinlendirme havuzları ile ilişkili olabileceği önerilmiştir.


    3) Çömlekçi Mahallesi (BY-FS 76. 77. 87-96)

    Çömlekçi Mahallesinde keramik toplama işlerinin dışında ayrıca arkeolojik çalısmalara da devam edilmiştir. Araştırılan tarlalar ve özel buluntuların yerleri GPS ile ölçülerek haritaya geçirilmiştir. Sonuç olarak, burada yoğun bir keramik, özellikle de amphora üretimi tesbit edilmiştir. Anacaddenin kuzeydoğusunda, erken hellenistik döneme tarihlenen üretim varken (ca. M.Ö. 300-250), sonraki üretim (ca. M.Ö. 250-150) caddenin öbür tarafında yani arazinin güneybatısına taşınmış olmalıdır. Bu alanda kısıtlı bir bölgede, ayrıca Roma İmparatorluğu ve geç Roma dönemlerine tarihlenen keramikler bulunmuştur (M.S. 1.-2. ve 4.-5. yy.)


    4) Bybassos

    Hisartepe üzerinde bulunan Bybassos yerleşiminde, geçen yılların çalışmalarını tamamlamak ve yayınlanmak amacıyla bazı incelemeler yapılmıştır. Özellikle geç ortaçağa tarihlenen iç kale yapıları, surlar ve kutsal alan bölgeleri incelendi ve gereken ölçüler de alınarak topoğrafik haritaya eklendi. İç kalede daha önce tesbit edilen bir Bizans parapet levhanın parçasına ait birkaç parça daha bulundu ve çizmek amacıyla aşağıya indirildi. 2005’te tesbit edilen ve kısmen çizilen, Hisartepe ve Zelle tepesi arasındaki Hellenistik mezar ve Bizans kulenin çizimi tamamlandı.


    5) Kargıcak Tepesi (BY-FS 28)

    2008 yılında tespit edilen Kargıcak Tepesi üzerindeki antik yerleşimin incelenmesi 2009 yılı kampanyasında tamamlanmıştır. Bu alanda yerleşim haritasını tamamlamak üzere, henüz taranmamış bölgeler incelenerek gereken kroki çizimleri yapılmıştır. Özellikle yerleşimin güney kısmında ev ve sur hakkındaki bilgilerimiz bu yıl gerçekleştirilen çalışmalarla artmıştır. Yeni tesbit edilen duvarlar ölçülerek haritaya geçirilmiştir. Ayrıca doğu yamaçta, sur dışındaki alanın taranmasıyla tarımsal üretim ile ilgili bulgulara rastlandı. Özellikle preslerle ilgili taşlar (pres yatakları) ve bazı teras duvarları üretimin kanıtları olarak dikkati çekmektedir. Buradaki pres yatakları, form itibariyle hellenistik çiftliklerdeki preslerden ayrılmaktadır. Bu yeni tipin arkaik veya klasik dönemlerde kullanıldığı düşünülmektedir. Aynı bölgede, içi iki veya üç kademeli iki tane havuz tesbit edildi. Aynı tip havuz, daha önce nekropol alanında bulunmuştur. Başka kentlerde çok nadir olarak bilinen bu havuz tipinden, Kodapa’da çok sayıda bulunmuştur. (ca. 15 tane), Ancak bunların işlevi henüz anlaşılmamıştır. Kargıcakta pres yataklarıyle aynı bölgede bulundukları için, zeytin yağı veya benzer ürünleri üretimi ile ilgili olduklarını düşünmek mantıklı olacaktır.
    Kutsal alanın hemen yanında – belki de tam içinde - yeni bir kaçak kazı tesbit edildi. Bu kaçak kazıdan, çok sayıda keramik, ayrıca birkaç demir mıh (?) veya çivi ve iki tane gümüş sikke bulundu. Malzemenin tümü M. Ö 6ıncı yy.a aittir.
    Alan bölgelere ayırılarak bölgelere göre yüzey keramikleri toplatıldı. Tarımsal işliklerin detaylı çizimleri yapıldı.
    Genel olarak, Kargıcak yerleşimi arkaik evreden Hellenistik evreye kadar yaşamış olup, yapıların özellikle arkaik ve erken klasik dönemlere ait olduğu tesbit edildi.
    İlginç bir sonuç olarak, dördüncü yüzyıl kermiği hemen hemen hiç ele geçmemiştir. Bununla birlikte Kargıcak’da İ.Ö. üçüncü yüzyıl keramiği bulunmaktadır. Bu durum, yerleşimde, Hekatomnid döneminde bir hiatus’a işaret etmektedir. Ayrıca, surlarda tesbit edilen evrelerin tarihlemesi için önemli bir ipucu vermektedir. Kargıcak yerleşiminde Chersonesos’taki diğer yerleşim yerlerindeki gibi, bir arkaik ve bir Klasik dönemi suru tesbit edilmiştir. Klasik evre, Kargıcak sonuçlarına göre, muhtemelen 5inci yüzyıla aittir. Bu tarih evrelerin benzerliği yüzünden, diğer yerleşim yerleri için de geçerli olmalıdır.


    6) Çiftlikler

    Orhaniye’de hemen Kızkumu üzerindeki bir çiftlik ve çiftliğe ait çok yüksek ve iyi korunmuş olan tarım terasları tesbit edilmiştir (BY-FS 84). Bir tarım terası üzerinde çiftliğe ait olduğu düşünülen bir mezar terası bulunmuştur. Terasın içinde ise üç mezarların yan duvarları tesbit edilmiştir. 2009 kampanyasında, mezarın plan, rölöve ve bir kesiti çizilerek, teraslar kısmen plana dahil edilmiştir. Gelecek yıl ölçümlere bu alanda devam edilecektir.
    Mezarın kuzeyinde bulunan bölgede orta ölçekli bir kutsal alan tesbit edilmiştir.(BY-FS 85).
    Geçen yıl tesbit edilen ve BY-FS 70 olarak adlandırılan Kastabos yolunun kenarındaki çiftlik - işlik alanında çizimler yapılarak bütün kalıntılar plana oturtulmuştur. Maalesef burada önceki yılda tesbit edilen tarım teras duvarlarının tamamen tahrip edildikleri belirlenmiştir. Ayrıca çiftlik yanındaki Osmanlı dönemi arı avlusunun tahribatına da başlandığı gözlenmiştir.

    2009 kampanyasında ayrıca önceki yıllarda tesbit edilen, fakat araştırmaları henüz bitirilmemiş üç tane çiftliğin gereken ölçüm ve çizim çalışmaları yapıldı. Kastabos yolundaki çiftlik BY-FS 80’de Hellenistik ve erken Bizans dönemlere ait iki evre tesbit edilmiştir. Çiftlik yapısından fazla iz kalmamasına rağmen, iyi korunmuş bir Hellenistik ve iki Bizans pres yatağı tesbit edilmiştir.
    2009 yılında Kızılbağlık Ovasında bulunan BY-FS 18 çiftliği de araştırılmıştır. Bu bölgedeki tarımsal aktiviteler sonucunda çok yoğun olarak keramik toprak yüzeyine çıkmıştır. Aralarındaki amorf parçalar ve cüruflar incelendiğinde bu alanın aynı zamanda bir keramik atölyesi de olduğu belirlenmiştir. Bu buluntu yerinde de kroki, ve mevcut Hellenistik pres yatağın çizimi ve ölçüm çalışmaları gerçekleştirilmiştir.
    Hisarönü Köyü içinde bulunan tarım terasları ise köyde gerçekleştirilen parselizasyondan sonra bu yıl tamamen tahrip edilmiştir. Dolayısıyla, orada sadece daha önce teraslanmış arazinin büyüklüğünü tesbit etmek mümkün olmuştur.

    Orhaniye ovasında, köyün mezarlığı yakınındaki ve 2006’da tesbit edilen Hellenistik çiftlikde (BY-FS 59) ölçüm ve çizimler yapılmıştır. Bu alanda, ayrıca tarım terasları geniş bir bölgede ölçülerek üç adet yeni pres ağırlığı keşfedilmiştir. Bu teraslar ve pres parçaları, muhtemelen iki veya üç farklı çiftliğe ait olmalıdır.


    7) Asartepe (Aulai?) (BY-FS 86)

    Orhaniye Martı Marina’da bulunan Bizans kilisesinde, devşirme malzemesi olarak kullanılan bir Hellenistik onur kitabesinde sözedilen Aulai yerleşimini tesbit edebilmek için, 2006 kampanyasında yaşlı bir köylü tarafından bize bir Dağ üzerindeki bir antik harabe yeri tarif edilmişti. Bize gösterilen dağın antik Aulai olup olmadığının tespiti için çıktığımızda tepenin bir bölümünün antik bir yerleşim ile kaplandığı görülmüştür. Geç geometrik veya erken klasik döneme ait izlerin belirlendiği yerleşimin, Hellenistik döneme kadar kullanıldığı ve ondan sonra terk edildiği anlaşılmaktadır. Yerleşim, bir sur ile çevrili olup surun içinde birçok ev barındırmaktadır. Yerleşimin en yüksek yerinde, oval biçimdeki bir yapı, muhtemelen bu yerleşimin reisinin evi olarak yorumlanmalıdır. Yerleşimin altında, büyük bir teras üzerinde, bir kutsal alan da tesbit edilmiştir. Oradaki çok sayıdaki küçük fakat kaliteli kireçtaşı bloğun bir tapınak veya benzer bir yapıya ait oldukları düşünülmektedir. Kutsal alanın altında, nekropole ait teras ve Karia Chersonesos’a özgü olan kademeli kaideler bulunmuştur.


    8) Kapıcıkada Tepesi (Golden Key Plaj) (BY-FS 40)

    Üç yıl önce bir pazar günü gezisinde keşfettiğimiz, Hisarönü Köyü, Bördübet mevkii tarafındaki bir yarımadada bulunan Golden Key plajı alanının araştırılmasına 2009 yılında başlanmıştır. Chersonesos’un kuzeyinde bulunan Apeiros bölgesinde yeralan yerleşimin özerk bir Karya koinon’u (Birlik) olması ayrıca Hellenistik dönemde, Chersonesos ve Physkos (=Marmaris)’la beraber Rodos’a ait olması bölgenin arkeolojik araştırılmasının yapılmasını zorunlu kılmaktadır.

    İki günlük bir yoğun çalışma ile, 7 hektarlık yarımadanın topoğrafik planı, bütün antik yapılarin kroki ve planları alınarak ölçülmüştür. Bu çalışmalara paralel olarak bütün yarımada farklı bölgelere ayırılarak yüzey keramikleri toplatılmıştır. Yarımadada, bir tepe üzerinde, içinde yaklaşık 50 kadar ev bulunan, bir sur ile çevirilmiş orta ölçekli bir yerleşim yeri tesbit edilmiştir. Ayrıca, Kuzeybatıdaki burunda geç arkaik döneme tarihlenen birçok keramik ve bir terrakotta parçası bu alandaki bir kutsal alanı işaret etmesi açısından önemli veriler olarak değerlendirilmelidir. Yarımadanın surların dışındaki bölümünde yeralan tarlalarda, çok yoğun keramik ele geçmiştir. Bu bölgede duvar veya başka yapılara rastlamadığımız için, bu keramik yoğunluğun nedeni henüz anlaşılmamıştır.

    Yerleşim içinde ele geçen keramik buluntular M.Ö. 6.-2. yüzyılların arasında bir kullanımı işaret etmektedir. Evler, Chersonesos’tan biraz farklı bir teknik ile inşaa edilmiştir. Yapılar yumuşak ve kırılgan olan mevcut kahverengi kayanın oyularak bir platform haline getirildikten sonra bunların üzerine inşaat edilmiştir. Bölgede mevcut kayalardan yapılara uygun taş çıkartmanın çok zor olması ve taş duvarların oldukça az görülmesi duvarların gövdelerinin kerpiç ve/veya ahşaptan olduğunu düşünmemize neden olmuştur.

    Ayrıca, Batıdaki iki burunun arasındaki koyda, bir erken Bizans liman tesbit edilmiştir. Bizans limanı, Bybassos’un Bizans limanı ile aynı şekilde kurulmuştur. Sahilde özellike moloz taşlardan oluşan, üzerinde harç ile birleştirilmış bir rıhtım inşaa edildikten sonra bunun yanına dikdörtgen bir sıra küçük yapılar kurulmuştur. Bu limana ait bir yerleşim ise henüz bulunmamıştır.

    Yarımada’nın yakınında üç yıl önceki tesbit ettiğimiz iki nekropol alanı bu kampanyada araştırılamamış olup gelecek yılın araştırma programına dahil edilmiştir.

    Antik ismi bilinmeyen bu yerleşim, Bybassos, Köklü Dağ veya Kargıcak Tepesi antik kentlerinin boyutlarında olmakla birlikte savunma sistemi olarak aynı güvenliğe sahip değildir. Yarımadadaki konumuna göre ve antik limanı henüz tesbit edilememesine rağmen, bu yerleşim özellikle bir liman kenti olarak kullanılmış olmalıdır. Yerleşime ait tarım arazilerinin, yaklaşık 1 km kuzeyindeki, içinde Golden Key Hoteli bulunan ovada olduğu düşünüyoruz.


    9) Jeoloji

    Bir (yağmurlu) günlük çalışma için, Marburg Üniversitesi Fiziki Çoğrafya profesörü Helmut Brückner ve Dr. Ralf Urz araştırmamıza katılmıştır. Limanbaşi mevkiinde, antik dönemde deniz olduğu tahmin ettiğimiz alanlarda, iki yerde karotaj çalışmaları yapılmıştır (7 m ve 5 m). Bu çalışmaların sonucu olarak, deniz kıyısının düşündüğümüzden daha dışarıda olduğu ortaya çıkmıştır. Karotajlarda, hemen hemen tamamen dereden gelen alüvyon tabakaları ortaya çıktı, ancak deniz ile ilgili bir tabakaya rastlanmadı. Fakat bugünkü sahil yapısının incelenmesi sonucu taş ve kumların da fazla yuvarlanmamış olduğu ve az deniz kabuğu ihtiva ettiği anlaşılmıştır. Bu durum karotajda elde edilen sedimentlerde de görüldüğünden ömüzdeki yıllarda sondajların sayısının arttırılması sonucunda kıyı çizgisinin yeniden değerlendirilmesi gerekmektedir.


    10) Keramik

    Bybassos antik yerleşimi ve çevresinde 2005 yılından itibaren sürdürülen seramik çalışmalarında izlenen yöntem arazi parselizasyonuna uygun olarak toplanan seramiklerin ve küçük buluntuların değerlendirilmesine yönelik bir envanter çalışmasını da bünyesinde barındırmaktadır. Bu yöntemde geleneksel olarak verilerin envanter defterlerlerine işlenmesinin ardından profil veren örneklerin karakalem çizimleri ve fotograflanmaları gerçekleştirilmektedir. Bunun yanı sıra seçilmiş örneklerin taze kırıklarından kil fotografları da mikroskop altında çekilerek dijital veri tabanına kaydedilmektedir. 2009 yılı yüzey araştırmalarının ilk bölümünde Ördekbakacak tepesinde jeomanyetik yöntemlerle bulunan seramik fırınının çevresinde BY FS2A olarak isimlendirilen alanda ele geçen seramikler ve Kızılbağlık ovasında BYFS18A ve BYFS18B olarak kodlanan Hellenistik çiftlikte tespit edilen seramikler incelenerek envanterlenmiştir. Bu çalışmaların yanı sıra Kastabos kutsal alanında bulunan ve BYFS36H olarak adlandırılan bölgeden bulunan seramikler de kayıt altına alınmıştır. Envanter çalışmaları sırasında incelenen diğer bölgelerin kodları aşağıdaki gibidir: BYFS85, BYFS86A, BY 1, BY 2, BY 13, BY 18, BY 19. Yüzey araştırmaları sırasında Bybassos’un sanayi mahallesi olarak yorumladığımız bir alanda arazi çalışmalarımız alanın sınırlarını tespit etmeğe yönelik olarak gerçekleştirilmiştir. Bybassos’un batısında yeralan bölgede özellikle BY FS76 olarak adlandırdığımız alanda ve Bozburun Marmaris karayolunun kuzeyinde bulunan BYFS 90 ve BYFS91 nolu alanlarda bulunan aşırı yanmış seramikler ve fırın parçaları daha önceki yıllarda öngördüğümüz amphora fırınlarının yerlerini belirlememize neden olmuştur. Jeomanyetik yöntemlerde tespit edilen anomaliler doğrultusunda bölgede intensif yöntemlerle toplanan seramik buluntuları bu görüşlerimizi doğrulamıştır. Özellikle amphora buluntularından hareketle gerçekleştirdiğimiz tarihlendirmeler sonucunda sözkonusu alanın kuzeyinde İ.Ö. 4. Yüzyılın sonu - 3. Yüzyılın ilk çeyreği arasında yoğun olarak amphora üretildiği, karayolunun güneyinde bulunan alanda ise üretimin İ.Ö.3. yüzyılın son çeyreğine kadar devam ettiği anlaşılmıştır. Ele geçen amphora mühürleriyle de doğrulanan bu tarihlendirme, alanın Hellenistik Dönemin başlarında önemli bir üretim merkezi olduğunu göstermektedir. Özellikle BY FS76 nolu alanda ele geçen seramikler burada üretimin İ.S. 1. Yüzyılda tekrar başladığını göstermektedir. Ancak Hellenistik Dönemdeki kadar yoğun olmayan bu üretimin izleri yerel Geç Rhodos amphoralarıyla sınırlıdır. Bu alanda İ.S. 5-6. Yüzyıllarda bir yerleşim olduğunu gösteren Geç Antik Döneme tarihli seramik buluntular da ele geçmiştir. Ancak bu alan hakkındaki yorumlarda bölgenin kalın bir alüvyon tabakası altında kaldığı da unutulmamalıdır.
    Bybassos seramik çalışmaları Doç. Dr. Gonca Şenol ve Doç. Dr. Ahmet Kaan Şenol yönetiminde Ege Üniversitesi’nden bir öğrenci grubu tarafından yürütülmektedir. Bu çalışmalar Tübitak tarafından desteklenmektedir.

    Bybassos ve çevresinde gerçekleştirilen yüzey araştırmaları sırasında ele geçen seramikler üzerine yapılan çalışmalarda 1. Rapor döneminde açıklanan yöntemlerle seramik toplama işlemleri ve envanter çalışmalarına devam edilmiştir. Yüzey araştırmaları sırasında Marmaris-Bozburun karayolunun doğusunda kalan alanlarda daha önce tespit edilen atölyeler topluluğunun sınırları belirlenmiştir. Jeomanyetik araştırmaların yardımıyla belirlenen fırın alanları dışında BY-FS 91 nolu alanda bulunan fırın parçalarının ve curufların yeni bir fırına işaret ettiği ortaya çıkarılmıştır. Alanda toplanan seramiklerin incelenmesi sonucu fırın alanındaki atık seramiklerin İ.Ö. 4. Yüzyılın sonları ile İ.Ö. 3. Yüzyılın ortaları arasına tarihlendirmek gerekmektedir. BY-FS 90 adını verdiğimiz komşu parselde ise jeomanyetik anomali haritalarında belirlenen alanlarda araştırmalara ağırlık verilmiş ve bu alanda da iki olası fırının atıkları tespit edilmiştir. BY-FS 90 ile birlikte 91 nolu alanın seramik atölyeleri topluluğunun erken dönemlerinde kullanıldığını, yolun batısında kalan BY-FS 76, FS 88 ve 89 nolu alanların ise İ.Ö. 3. Yüzyılın son çeyreğine kadar atölye alanı olarak kullanıldığı tespit edilmiştir. Bu alanlarda bulunan seramikler ağırlıklı olarak ticari amphoralar ve günlük seramikten oluşmaktadır. Alanın İ.S. 1. Yüzyılda ve İ.S. 5-6. Yüzyıllarda tekrar kullanıldığı bölgede gerçekleştirilen araştırmalarda bulunan seramikler yardımıyla anlaşılmıştır. Arazide gerçekleştirilen ölçümler sonucunda 4.5 hekratlık bir alanı kaplayan atölyeler topluluğunu Bybassos’un sanayi bölgesi olarak değerlendirmek doğru olacaktır.
    BY-FS 28 nolu alanda yürütülen çalışmalarda Bybassos’un yakın çevresinde bulunan bir Geç arkaik-Klasik Dönem yerleşimi belirlenmiştir. Bölgede, definecilerin yaptığı tahribat sonucu ortaya çıkarılmış çok sayıda seramik toplanarak envanterlenmiştir. Buna göre BY-FS 28 D olarak adlandırılan kutsal alanın yakınında İ.Ö. 6. Yüzyılın son çeyreğine tarihlendirilen skyphos, kylix, hydria, oinokhoe, olpe gibi ince seramikler ele geçmiştir. Eserler arasında bantlı kylix ve İonia kaselerine ait ağız parçaları yüksek sayıda bulunmuştur. Alandaki araştırmalar sırasında bulunan iki adet gümüş Knidos sikkesi seramiklerin tarihlendirilmeleriyle uyum göstermektedir. Bu bölgede toplanan hayvan kemiklerinin yoğunluğu sözkonusu alanın bir kült alanı olarak kullanılmış olabileceğini göstermektedir. Kargıcak yerleşiminde ana plan üzerinde yapılan bölünmeler doğrultusunda toplanan seramik envanterlenmiş ve fotograflanmıştır. Yüzeyde toplanan seramikler alanlarına göre gruplandırılarak fotograflandıktan sonra ince seramikler tek tek fotograflandırılarak fişlere aktarılmaya hazır hale getirilmiştir. Bu işlemlerle paralel olarak eserlerin profil veren örneklerinin tamamı çizilmektedir. Son olarak amorf parçaların kil kompozisyonlarını belirlemek amacıyla mikroskop altında detay taze kırık fotografları çekilerek fişlere aktarılmaktadır.
    Araştırmanın son haftası içinde BY-FS 40 olarak isimlendirdiğimiz Bördübet Golden Key plajında bulunan yerleşimde araştırmalara devam edilmiştir. Bu alanda mimari buluntuların krokiye yerleştilmesinden sonra topografik ölçümler tamamlanmış ve alan seramik toplamaya uygun olarak bölümlendirilmiştir. Buna göre BY-FS 40 C alanından çok sayıda Erken Hellenistik Döneme tarihlendirilen günlük seramik ve amphora ele geçerken D ve E bölümlerinden yoğun olarak ince seramik bulunmuştur. İ.Ö. 4-3. Yüzyılın sonu arasına tarihlendirilen seramikler arasında bulunan megare kaselera ait parçaların dışında İ.Ö. 6. Yüzyılın ilk yarısına tarihlendirlen ağız kenarı firnisli bir amphora da yerleşimin tarihi hakkında önemli bir kriter olarak dikkati çekmektedir. BY-FS 40 G olarak adlandırılan alanda ise yoğun olarak İ.Ö. 3. Yüzyılın ilk yarısına tarihlendirilen ticari amphoralar ve günlük seramik ele geçmiştir. BY-FS 40 H alanında tespit edilen liman kalıntıları ise bulunan seramikler ve genel mimari yapısı nedeniyle Geç Antik Dönem’e tarihlendirilmelidir. Yamaçlardan akan seramik ise yerleşimin Geç arkaik dönemden itibaren var olduğunu kanıtlamaktadır. Yarımadanın burun bölümüde I olarak adlandırdığımız alanda ise Geç Arkaik Döneme tarihlendirilen çok sayıda ince seramik ele geçmiştir. İnce seramiklerin yoğunluğu ve alanın yerleşime uygun olmayacak derecede sarp bir topografyaya sahip oluşu BY-FS 40 I alanının bir kutsal alan olarak düşünmemize neden olmuştur. BY-FS 40 yerleşiminden toplanan seramik ve amphora mühürleri envanterlenerek fişlere aktarılmaya başlanmıştır.
    Bybassos çevresinde yürütülen çalışmalar arasında Marmaris Datça karayolunun güneyinde kalan bölümde dört yeni buluntu noktası tespit edilmiştir. Araştırmalarda Çubucak Seramik atölyeleri olarak adlandırılan kazı alanına kadar olan bölgede yüzey taranmış, ancak turizm tesisleri nedeniyle yolun doğusu incelenememiştir. Kalın bir alüvyon tabakasıyla kaplı bölümde BY-FS 97 nolu alanda Hellenistik Döneme tarihlendirilen seramik buluntulara rastlanmıştır. Bu alanın doğusunda 98, 99 ve 100 nolu alanlarda ise Hellenistik Döneme tarihlendirilen seramikler ele geçmiş ve sözkonusu alanlar toğografik haritaya işlenmiştir. Bybassos seramik çalışmaları Doç. Dr. Gonca Şenol ve Doç. Dr. Ahmet Kaan Şenol yönetiminde Ege Üniversitesi’nden bir öğrenci grubu tarafından yürütülmektedir. Bu çalışmalarda Antik Dönemde Marmaris/Bozburun Yarımadası’ndaki (Karia Khersonessosu) Tarımsal ve Endüstriyel Üretim Teknolojileri Işığında Bölgenin Ticari İlişkileri: Bybassos Modeli isimli Tübitak projesinin çalışmaları da sürdürülmektedir.


    11) Eren Dağ

    Bölgenin en yüksek dağı olan, 810 m’lik Eren Dağı’na bir ön tesbit çalışması gerçekleştirilmiştir. Dağa, Osmaniye sarnıç Mahallesinden yola çıkarak tırmandıktan sonra tepede antik yapılar tespit edilmiştir. Asar Dağı’nın zirvesinde, birçok büyük kireçtaşı bloklar belirlenmiştir. Bu blokların hiç biri in situ durumunda olmamasına rağmen, muhtemelen klasik veya Hellenistik dönemlere tarihlenen bir (Zeus?) sunağına ait olmalıdır. Bu blokların yakınında, yüzeyde çok sayıda yanmış kemik kırıkları bulunmuştur.
    Zirvenin batısında yer alan bir çıkıntıda, büyük bir kireçtaşı bloğu bulunmuştur. Yerinde başka antik izler bulunmadığı için, sunak bloklarının buradan çıkartılıp zirveye götürüldüğü düşünülür. Zirvede, uygun bir kayalık bulunmamıştır.
    Zirvenin güneyinde, tek bir yapı tesbit edilmiştir. Çatı kiremitlerine göre, muhtemelen erken Bizans dönemine aittir.
    Ayrıca, zirve bölgesini iki taraftan koruyan bir sur tesbit edilmiştir. Diğer tarafları çok sarp oldukları için, orada muhtemelen bir sur gereksiz olup inşaa edilmemiş olmalıdır.
    Bu sur, kaba taş bloklardan ve kavisli bir şekilde inşaa edilmiştir. Önceki yıllarda araştırılan Köklü Dağı surlarına ve Loryma’daki sığınma kalesine benzerliğinden dolayı, bu sur muhtemelen M.Ö. 8inci veya 7inci yy.a aittir. Işlevi, ya zirvedeki kutsal alanı ile bağlı (temenos duvarı), ya da bundan ayrı bir Karya tipi sığınma kalesi olarak yorumlanılabilir.


    12) Tesbit gezileri

    Gelecek yılların programı için yapılan tesbit gezilerinde, ayrıca Dereözü ve Aspiran mahallelerinde gezilmiştir. Dereözü’nde, bir hellenistik çiftlik, bir pres ağırlık taşı ve mezarlıkta çok sayıda erken Bizans yapı elemanları tesbit edildi. Dereözü’nün yakınlarında, muhtemelen bir köprüye ait olan bir kalıntı bulundu. Köprünün yakınındaki tepeye çıkılarak herhangi bir antik yerleşimle ilişkisi olup olmadığı araştırılsa da burada bir yerleşim tespit edilememiştir.
    Aspiran’da da yerleşim için uygun görünen iki tepedeki incelemelerimiz herhangi bir antik kalıntıya rastlanmayarak son bulmuştur.
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    5. Kampagne (23.August. - 02.Oktober 2010)


    An der fünften Kampagne nahmen 29 Mitarbeiter teil. In einer einwöchigen Vorkampagne wurde die Apeiros im Norden des Surveygebietes in weiten Teilen begangen. Schwerpunkt der Untersuchung bildeten die modernen Siedlungen von Yukarıbördübet und Aşağıbördübet sowie das Areal des Club Amazon. Sie wurden durch weitere Begehungen in der laufenden Kampagne ergänzt. Hierbei ließen sich keine weiteren antiken Baureste nachweisen. Vereinzelt konnten jedoch Keramikhäufungen festgestellt werden. Einziger Hinweis auf eine größere Ansiedlung fand sich in der Bucht von Gökağaç Bükü.
    Die spärlichen Zeugnisse lassen auf eine geringe Bevölkerungsdichte der antiken Apeiros schließen. Lediglich aus byzantinischer Zeit konnten architektonische Reste identifiziert werden.

    1.) Kapıcıkada (BY-FS 40)

    a.) Siedlung
    Dank des Entgegenkommens der Eigentümerin (Şepnem Hanım) der Strandsiedlung konnten die 2009 begonnenen Arbeiten in der Siedlung auf Kapıcıkada fortgeführt werden.
    Der Umstand, dass in diesem Jahr auch kleinere Büsche und Bäume innerhalb der Siedlung entfernt bzw. beschnitten werden durften, ermöglichte die Entdeckung des bisher noch unbekannten nördlichen Abschnitts der Stadtmauer. Neben der teilweise noch bis zu über einem Meter hoch erhaltenen Mauer aus polygonalen Blöcken konnte zudem der Grundriss eines weiteren Turmes nachgewiesen werden. Letzterer liegt unterhalb eines Geländeabsatzes und überblickt den schmalen Landzugang der Halbinsel. Er schließt direkt an ein bereits im Vorjahr kartiertes Stadtmauerstück an, welches vermutlich einer jüngeren Bauphase zuzuweisen ist. In dieser wurde das Stadtgebiet nach Osten bis zum Strand erweitert. Der Verlauf der nur teilweise oberirdisch erhaltenen Umfassungsmauer konnte durch geomagnetische Prospektion der Firma GGH belegt werden. Die Untersuchungen zeigten darüber hinaus noch zwei weitere parallel zur Küste verlaufende Strukturen.
    Die Prospektion der Ebene zwischen den beiden Landzungen erbrachte aufgrund von Tiefpflügen und magnetischer Störungen durch das anstehende Gestein an den Feldrändern nicht den gewünschten Nachweis über weitere Bebauung am Fuße der Hänge. Aufschlussreicher war hier dagegen die Untersuchung eines Areals auf dem schmalen Steg, der die Halbinsel mit dem Festland verbindet. Im Magnetogramm zeichnete sich hier eine große rechtwinklige Struktur ab.
    Auch die Mauerführung der archaischen Stadtbefestigung konnte, zumindest im Osten der Siedlung, geklärt werden. Die wenigen erhaltenen Reste im Südosten deuten darauf hin, dass diese ihre fortifikatorische Funktion zu einem momentan nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt verlor und aufgegeben wurde. Denn hier wurden große Teile der Mauer abgetragen um den neu angelegten Häusern (Bauten 19 – 24) und den sie verbindenden Treppenanlagen Platz zu schaffen. Es ist anzunehmen, dass hierbei Blöcke der Mauer als Baumaterial für die Wohnbauten gedient haben, auch wenn sie sich nicht in situ erhielten.
    Besonders gut erhaltene Abschnitte der Stadtmauer sowie die Bauten 7, 8, 10, 20, 22 und 49 wurden zusätzlich zeichnerisch bzw. photogrammetrisch dokumentiert. Bei der wiederholten Begehung der Siedlung wurden zudem weitere Reste antiker Wohnbebauung identifiziert. Darüber hinaus konnten durch genauere Beobachtungen des Geländes im Einzelfall Rückschlüsse über den Verlauf der antiken Zugangswege gezogen werden. Interessanteste Erkenntnis ist jedoch die Tatsache, dass zumindest einige der Häuser mehrstöckig gewesen sein müssen. Beste Belege hierfür liefern die Bauten 8 und 10 sowie 5 und 6. Demnach muss von einer komplexeren Bebauung als in den bisher auf der Chersones vorgefundenen Siedlungen ausgegangen werden.

    Kapicikada, mittlerer Hafen   [zoom]
    b.) Hafenanlagen Besonders ertragreich gestaltete sich die Erforschung der ufernahen Areale. Die genauere Untersuchung der bereits 2009 identifizierten byzantinischen Hafenanlage ergab, dass sich unter Wasser die Reste von Kaimauern erhalten haben, deren Zwischenräume mit Geröll aufgeschüttet wurden. Die Distanz der äußersten erhaltenen Mauer bis zur Küstenlinie beträgt heute ca. 8-10m. Die byzantinischen Hafenbauten an Land legen jedoch den Schluss nahe, dass zumindest in der Spätantike der Meeresspiegel wesentlich niedriger gewesen sein muss. Lage und Technik lassen vermuten, dass sie bereits in einer frühen Siedlungsphase entstanden sind.
    Auf der gegenüberliegenden Seite der nördlichen Landzunge fanden sich bei weiteren Untersuchungen vergleichbare Konstruktionen. Im Uferbereich erhielten sich hier nur wenige Mauerreste. Im Meer konnten jedoch mehrere sowohl parallel als auch rechtwinklig zur Küste verlaufende Mauerzüge dokumentiert werden. Im östlichen Teil ergeben die Mauerzüge einen rechteckigen Grundriss.
    Im Umfeld beider Hafenanlagen und darüber hinaus wurden zahlreiche Fragmente antiker Transportgefäße geborgen. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Vertreter der Antikenbehörde, Güner Özler, der uns, aufgrund seiner Erfahrungen in der Unterwasserarchäologie, eine große Unterstützung bei diesen Untersuchungen war.
    Des Weiteren konnten auch im Süden der Siedlung wenige Reste von Mauern im Meer lokalisiert werden. Die windstille Lage der flachen Südküste bietet alle Vorraussetzungen für einen Naturhafen und könnte demnach den frühesten Hafen der Siedlung bilden. Unklar ist momentan noch, ob die Mauerreste im Osten zu weiteren Hafenbauten gehörten.

    c.) Nekropole
    Kapicikada, Grab 18   [zoom]
    Parallel zu den Arbeiten im Stadtgebiet wurde auch die bereits 2006 identifizierte Nekropole aufgenommen. Sie zieht sich als ca. 40m breiter Streifen auf den steilen Berghängen einen knappen Kilometer die Küste entlang. Insgesamt konnten 39 Gräber an der Erdoberfläche identifiziert werden. Die Sichtverbindung zur Siedlung scheint ein wichtiges Kriterium für die Anlage der Grabstätten gewesen zu sein.
    An der Erdoberfläche der gesamten Nekropole zeigt sich eine sehr hohe Keramikdichte. Ursache hierfür sind – neben starker Erosion – vor allem Straßenbaumaßnahmen in den 70’er Jahren?, die direkt durch die antike Nekropole gelegt wurde, sowie umfangreiche Wiederaufforstungsarbeiten nach einem Waldbrand in den 90’er Jahren. Teilweise konnten aus der aufgewühlten Erde sogar ganze Gefäße und frisch zerscherbte Pithoi geborgen werden. In Absprache mit dem zuständigen Museum und dem Vertreter der Antikenbehörde wurden in akuten Fällen Notbergungen vorgenommen. Im Gegensatz zur Chersones scheint Brandbestattung in großen Vorratsgefäßen die bevorzugte Bestattungsart gewesen zu sein. Vereinzelt konnten auch andere Grabtypen festgestellt werden, so z.B. ein Ziegelgrab (G 24) und ein Felsgrab (G 35).
    Von besonderer Bedeutung ist die Auffindung mehrerer Fragmente aufwendig dekorierter Reliefpithoi, deren Parallelen in Böotien, Rhodos, Knidos usw. liegen. Der einzige Beleg dieser speziellen Gefäßgattung konnte bisher auf dem Köklü Dağ festgestellt werden. Darüber hinaus wurden Importe aus Phönizien, Lesbos und Ägypten gesichert. Diese bezeugen die weitreichenden Handelsbeziehungen der antiken Siedlung, welche aufgrund der zahlreichen Hafenanlagen bereits zu vermuten waren. Zwei der Gräber sind an dieser Stelle besonders hervorzuheben: G11 und G37(siehe Restauration). Aus dem Grab G11 (TTTT) stammt eine weibliche Terracotta-Figur des 6. Jh. v.Chr.. Die Frauenprotome erinnert an eine 2009 gefundene Terrakotta gleichen Typs. Diese stammt aus einem kleinen, der Stadtmauer vorgelagerten Areal, das sich durch ein besonders reiches Vorkommen an Feinkeramik kennzeichnete. Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um ein kleines natürliches Heiligtum extra muros handelte.


    2.) Restauration

    Vom 06.09. bis zum 17.09. wurde unser Team durch zwei Restauratoren, Elwine Rothfuss-Stein und Martin Stein, ergänzt.
    Der spektakulärste Fund gelang in Grab G37 (NNNN). Der hier geborgene Pithos konnte inklusive der Gefäßabdeckung in Form eines umgestülpten Kraters dank des Restauratorenteams vollständig rekonstruiert werden. Er misst eine Höhe von 1,05m (ohne Deckel) bei einem Umfang von ca. 0,60m. Als wichtigster Datierungshinweis kann ein kleiner korinthischer Aryballos des 7. Jh. v. Chr. gelten, der aus demselben Fundkontext stammt. Insgesamt konnten 8 Fundstücke wieder zusammengefügt und an das Museum Marmaris übergeben werden.


    3.) Arap Mezarı (BY-FS 101)

    Das sogenannte Araber Grab (Arap Mezarı) liegt in der geschützten Bucht östlich der Bencik Bucht. Der Bau, der als Töpferofen zu identifizieren ist, liegt direkt am Meer und konnte bereits 2009 durch den Hinweis ortsansässigen Geologen lokalisiert werden. Der Ofen wurde kartiert und in Aufsicht gezeichnet. Trotz des intensiven Surveys waren keine Hinweise auf eine Wohnbebauung feststellbar. Es ist anzunehmen, dass die zugehörigen Bauten unter der heutigen Erdoberfläche verborgen liegen. Die geringe Keramikdichte im Umkreis des Ofens und der Mangel an antiken Funden auf den umliegenden Bergen legt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei nicht um das extraurbane Töpferviertel einer Siedlung handelt, sondern um eine autarke Töpferwerkstatt, deren Warenaustausch direkt über den eigenen Hafen erfolgte. Zwar fanden sich keine konkreten Hinweise auf eine Hafenbefestigung, doch liegt diese so geschützt, dass sie keiner Befestigung bedurfte. So ist die flache Nachbarbucht auch heute noch beliebte Anlegestelle für Segler und auch dort waren Spuren weiterer Öfen (BY-FS 102) nachweisbar, die in der kommenden Kampagne dokumentiert werden sollen.


    4.) Asar Tepe (Aulai ?) (BY-FS 86)
    Asar Tepe, Ansicht von Westen   [zoom]

    a.) Siedlung
    Bereits 2009 konnte auf dem Asar Tepe (Höhe 491m) eine antike, befestigte Siedlung mit extraurbanem Heiligtum entdeckt werden. In der diesjährigen Kampagne konnten wir mit der ausführlichen Dokumentation der stark von Raubgräbern gestörten Siedlung beginnen. Hierbei stellte sich heraus, dass sich neben der bereits bekannten Oberstadt eine weitere, allerdings sehr schlecht erhaltene Ansiedlung im Osten, oberhalb der Heiligtumsterrasse befindet. Diese „Unterstadt“ zeigt jedoch keine Reste einer Umfassungsmauer.
    Die Bauten der oberen Siedlung konnten auf einer Gesamtfläche von 5717m² vollständig kartiert werden. Die Befestigungsmauer erstreckt sich in weiten Teilen entlang des Nordhanges. Im Westen sind nur noch geringe Spuren des Polygonalmauerwerks erhalten. Die steil abfallenden Felswände im Süden des Berges machen eine Stadtmauer verzichtbar. Lediglich im Bereich der Häuser 23, 25 und 26 waren Terrassierungsmauern erforderlich.
    Der Zugang zur Siedlung erfolgte über eine noch heute erhaltene Toranlage im Osten. Von hier aus erstreckt sich die Wohnbebauung entlang der Stadtmauer und wird im Süden durch eine Felswand begrenzt, auf welcher ein bebaubares Plateau liegt. Leider haben sich hier nur wenige Reste antiker Bebauung erhalten. Die Wasserversorgung der Siedlung wurde über die in den anstehenden Felsen eingetieften Zisternen geregelt. Zwei dieser Wasserdepots sind heute noch oberirdisch sichtbar. Unklar bleibt die Funktion eines großen Ovalbaus auf dem Gipfel des Berges. Sein massives, bis zu 2,5m breites Mauerwerk aus polygonalen Blöcken lässt auf einen turmartigen Aufbau schließen, der sich jedoch nicht erhalten hat. Der Innenraum wurde in einer späteren Bauphase verkleinert. Zudem lassen sich an der Süd- und Westwand Spuren von Putz nachweisen, welche auf eine spätere Verwendung des Baus als Wasserreservoir deuten.

    b.) Kulthöhle
    Asar Tepe Kulthöhle   [zoom]

    Einen besonderen Glücksfall stellte die Auffindung einer antiken Kulthöhle am südöstlich der Oberstadt gelegenen Hang dar. Auf dem leicht abfallenden Gelände vor dem Höhleneingang fanden sich zahlreiche Fragmente antiker Feinkeramik und Terrakottafiguren sowie Glas und Eisenschlacken. Erstere datieren überwiegend in das 7.-6. Jh. v.Chr., spätere Funde lassen jedoch eine Kultkontinuität bis in klassische Zeit vermuten. Größere Anhäufungen von Steinen, die teilweise Bearbeitungsspuren zeigen, deuten darauf hin, dass sich hier ursprünglich eine architektonische Fassung des Sakralbereichs befand. In der nach wenigen Metern sich stark verengenden Höhle konnten nur wenige Keramikfragmente minderer Qualität gesammelt werden.

    c.) Unterstadt
    Folgt man dem schmalen Pfad aus dem Stadttor hinaus, den Berghang hinunter, so gelangt man nach ca. 40m auf eine ebene Fläche. Im Norden derselben erschließt diese eine natürliche Grotte, welche in antiker Zeit als Wasserquelle und/oder Ort kultischer Verehrung gedient haben könnte. Von hier aus erstreckt sich die Siedlung der „Unterstadt“, natürlichen Terrassen folgend, bis auf den Gipfel des im Osten gelegenen Küçük Asartepe (482m). Die Häuser sind überwiegend in kleinsteinigerer Technik erbaut und von geringerer Qualität. Einzige Ausnahme stellt ein Bauwerk dar, das auf einem kleinen Plateau des Gipfels liegt. Der einräumige Bau mit Zugang im Nordosten wurde aus groben polygonalen Blöcken gesetzt. Im Süden erhielt er in einer zweiten Bauphase einen weiteren Raum. Dessen mächtiger Türsturz liegt noch immer in dem sich nach Westen öffnenden Eingang. Einen Hinweis auf landwirtschaftliche Produktion in der Unterstadt bietet ein nördlich von Bau 31 gefundenes Pressbett.

    d.) Tempel/Heiligtum
    Asar Tepe Hlgt   [zoom]

    Folgt man dem Pfad südlich der Unterstadt, so erschließt sich nach wenigen Metern ein natürliches Felsplateau, welches im Norden durch Felswand und im Süden durch eine Terrassierungsmauer aus großen polygonalen Blöcken begrenzt wird. Hier fanden sich zahlreiche Bauteile, mit teilweise feinen Bearbeitungsspuren, die durch intensive Raubgrabungen auf dem gesamten Plateau und dem darunter liegenden Abhang verteilt sind. Die exponierte Lage des Befundes sowie zwei in situ liegende Säulen lassen darauf schließen, dass es sich hier um ein extraurbanes Heiligtum handelt. Dessen Tempel zeichnet sich durch einen ungewöhnlichen Grundriss aus. Drei parallel verlaufende Mauerzüge aus sorgfältig behauenen Quadern ergeben zwei Kulträume. Die Lage der beiden Säulen deutet darauf hin, dass nur eine der beiden nach Westen geöffneten Cellaeingänge mit einer Säulenstellung versehen war. Die Nordmauer verläuft direkt entlang der natürlichen Felswand. Kleine Einarbeitungen in dieser deuten darauf hin, dass sie für die Dachkonstruktion des Baus mitgenutzt wurde. Die Säulen, sowie die Innenwände des Tempels waren mit einer feinen Putzschicht überzogen. Einige der erhaltenen Fragmente zeigen eine kräftige karminrote Bemalung.
    Der Zugang wurde durch eine heute noch bis zu 2m breite Rampe ermöglicht.

    e.)Nekropole
    Ober sowie unterhalb der Heiligtumsterrasse findet man zahlreiche Gräber, die in antiker Zeit vermutlich entlang der Hauptzugangswege zur Siedlung aufgestellt waren. Hauptgrabtyp ist die für die karische Chersones so charakteristische Stufenbasis. Genauere Untersuchungen zur Nekropole sollen in der kommenden Kampagne folgen.
    In der näheren Umgebung der Siedlung konnten zudem zwei weitere Fundstellen erkannt werden. So befinden sich auf halbem Wege zwischen dem Asar Tepe und dem westlich benachbarten Gipfel FS 136 zwei typengleiche Giebelaltäre, die darauf hindeuten, dass sich hier oder in der näheren Umgebung eine Kult- oder Grabstätte befunden hat.
    Des Weiteren konnte auf dem Nachbargipfel, oberhalb einer verlassenen neuzeitlichen Siedlung, ein antikes Gehöft (BY-FS 137) dokumentiert werden.


    5.) Fluchtburg bei Turgut (BY-FS 130)
    Ein Neufund dieser Kampagne ist die oberhalb des modernen Dorfes Turgut zwischen dem Çatalca Tepe und dem Hocabükü Tepe gelegene kleine Fluchtburg. Ihre aus großen groben Bruchsteinen gesetzten Umfassungsmauern umschließen eine Gesamtfläche von gerade einmal 530m². Die kleine Festung nutzt geschickt die natürlichen Geländegegebenheiten. So ist die westliche Fläche höher gelegen und durch eine zusätzliche Befestigungsmauer in polygonaler Technik als Zitadelle abgegrenzt.
    Eine vorläufige Begutachtung der Keramikfunde deutet auf zwei Nutzungsphasen hin, eine erste in archaischer Zeit und eine zweite in spätklassisch-hellenistischer Zeit. Ein Umstand, der, insofern er sich bestätigen sollte, seine Parallele in den Befunden auf dem Köklü Dağ haben würde.


    6.) Kastabos, Hemithea-Heiligtum (BY-FS 36)
    In einer einwöchigen Vorkampagne wurden Zeichnungen von Bauteilen aus dem Magazin des Museums Marmaris vervollständigt.

    a.) Balustrade
    Die in einem Abstand von ca. 1,6 m zum Rand der Tempelterrasse verlaufende Balustrade wurde schon von Cook und Plommer teilweise untersucht. Bereits im Jahr 2008 konnte an der Terrassennordseite ein 10 m langer Abschnitt der Balustrade und ein in diese eingelassenes Gebäude lokalisiert werden. Die Balustrade weist hier ihren besten Erhaltungszustand auf. Sie umfasst dabei die Fundamentschicht sowie ein Lage des aufgehenden Mauerwerks. Letzteres besteht aus flachen, die gesamte Mauertiefe einnehmenden Kalksteinblöcken. In der diesjährigen Kampagne konnte, dank der Unterstützung des Vertreters der Antikenverwaltung, Güner Özler, der Verlauf der Balustrade im Ost- und Südbereich der Terrasse untersucht werden.
    Im Nordosten der Tempelterrasse konnte ein weiterer Bau, Gebäude 4, gereinigt werden. Dabei ergaben sich auch neue Kenntnisse zum Verlauf der Balustrade. So knickt diese nicht, wie von Cook und Plommer rekonstruiert, an der Südostecke des Gebäudes nach Süden, sondern setzt sich östlich des Baus fort. Aufgrund von Versturz konnte jedoch ihr Ende nicht erfasst werden. Auf der Ostseite der Tempelterrasse konnte der Verlauf der Balustrade vor allem im Bereich der beiden dortigen Gebäude geklärt werden: Während die Westmauer des größeren Gebäudes in einer Flucht mit der Balustrade liegt, ist die des kleineren östlich hinter diese zurückversetzt. Zudem wurde erkannt, dass das Mauerwerk des größeren Baus tiefer als die Oberkante der Balustrade hinab reicht und die Südwestecke des der Mauer abgearbeitet wurde. Durch diese Beobachtungen konnten Hinweise zur Bauabfolge in gewonnen werden.
    Ein weiteres Gebäude befindet sich an der Südostecke der Tempelterrassen, dessen Fundament jedoch nicht vollständig erhalten ist. Die westlich anschließende Fortsetzung der Balustrade ist ebenfalls zum Teil ausgebrochen. Wo noch erhalten, besteht die Fundamentschicht aus sehr kleinen und unregelmäßigen Bruchsteinen. Diese lässt sich bis in die Mitte der südlichen Terrassenmauer verfolgen, wo sie dann endet. An dieser Stelle ist der Eingang auf die Tempelterrasse zu erwarten, da dort die Zugangsrampe von Süden her anschließt. Aufgrund von tiefgründigen Störungen der Terrassenmauer war die Fortsetzung der Balustrade westlich des Rampenansatzes nicht vollständig zu klären. Steinpackungen östlich und westlich des Rampenaufgangs sind nicht weiteren Gebäuden sondern der Verfüllung der Tempelterrasse zuzurechnen.
    An der Südwestecke der Terrasse konnte ein von Cook und Plommer erwähntes, aber nicht untersuchtes Gebäude entdeckt werden. Der große, in seiner Fundamentlage weitgehend ausgeraubte Komplex besteht aus einem annähernd quadratischen Raum im Westen und einem östlich anschließenden Schmalraum. Die zugehörigen Bauteile finden sich auf der Tempelterrasse aber vor allem am Südhang unterhalb davon.
    Die Gebäude auf der Ostseite unterscheiden sich bautechnisch von den Ädikulen: Während die Ostgebäude - mit Ausnahme der Türschwellen - aus Bruchsteinmauerwerk gesetzt sind, zeigen die Ädikulen zumindest auf der zur Tempelterrasse gewandten Seite sorgfältig gefügte Kalksteinblöcke. Der Zugang zu diesen erfolgte durchweg von der Tempelterrasse aus.
    Durch die steingerechte Dokumentation des Balustradengrundriss und dem der integrierten Bauten, sowie durch die Ansichten von außer- und innerhalb des Tempelhofes war festzustellen, dass das Fußbodenniveau in diesen Gebäuden höher lag als das Gehniveau der Tempelterrasse.
    Bei der diesjährigen Kampagne wurden 207 Bauteile in den Katalog aufgenommen, von denen ca. 180 zur Balustrade oder den Gebäuden gehören. Das Maß der Architekturglieder der einzelnen Ädikulen weicht trotz unterschiedlicher Gebäudegrößen nur wenig voneinander ab. In den Details sind diese sich zwar ähnlich, aber dennoch nicht gleich ausgeführt.
    Im großen Ostgebäude wurden drei Statuenfragmente und das Bruchstück einer marmornen Palmette gefunden. Dazu kamen ein Amphorenhenkel und ein Ziegel – beide mit Inschriftenstempel sowie ein ursprünglich in diesem Gebäude vermauerter Inschriftenstein. Aus den Ädikulen 4 und 7 stammen drei weitere Statuenfragmente. Insgesamt wurden nur wenige und kleinteilige Keramik- und Ziegelscherben gefunden. Reste eines mit Ziegelsplitt und kleinen Kieseln durchsetzten Mörtels konnten in den Gebäuden 5 und 7 dokumentiert werden. In Ädikula 6 fand sich ein Stück weißen Kalkputzes mit roter Bemalung, in Ädikula 5 ein Brocken von Eisenschlacke.

    b.) Tempel
    In Ergänzung zu den Arbeiten der Vorjahre konnte die Südostecke des Tempels sowie die Nordostecke der Krepis gereinigt werden. Während sich erstere als bis auf die Euthynterie geplündert erwies, hat sich an der Nord- und Ostseite der Krepis jeweils die unterste Stufe erhalten. Weiterhin wurde der Toichobat in der Nordostecke der Cella gesäubert. Die gereinigten Bereiche wurden im Grundriss und in Ansichten gezeichnet, Architekturteile im Katalog erfasst. Die neuaufgenommenen Stücke bestehen aus wenigen kleinen Marmorfragmenten sowie großen Kalksteinblöcken, welche der Cellawand oder der Krepis zuzuordnen sind.
    In Ergänzung zum Befundplan wurde auf der gesamten Tempelterrasse der Fundlageplan fortgeführt.

    c.) Südhang und Rampe
    Auf und entlang der von Süden auf die Tempelterrasse führenden Rampe wurden ebenfalls Reinigungsarbeiten durchgeführt. Von zwei besser erhaltenen Abschnitten der Rampe wurden Ansichten, von ihrem Gesamtverlauf - bis zu ihrem Knickpunkt oberhalb des Theaters - der Grundriss gezeichnet. Wie sich zeigte, weist die Rampe in ihrem oberen Abschnitt, die natürlichen Gegebenheiten nutzend, eine konstante Steigung auf. In ihrem mittleren, heute schlecht erhaltenen Teil wurde die in polygonaler Technik errichtete Rampenmauer unmittelbar vor den anstehenden Felsen gesetzt. Auf ihrer hangaufwärts weisenden Seite ist der Fels der Steigung der Rampe entsprechend abgearbeitet. Eine parallel zur Rampe verlaufende, etwas oberhalb am Hang gelegene Terrassenmauer konnte ebenfalls dokumentiert werden.
    Der von Cook und Plommer postulierte Zickzack-Verlauf der Rampe muss nach den neuesten Beobachtungen revidiert werden. So weist die Rampe in ihrem oberen Bereich eine exakte Fügung und Kantenbearbeitung der Blöcke auf, was vermuten lässt, dass es sich hierbei um einen Prozessionsweg handelt. Dieser lässt sich nach Westen weiterverfolgen und führt wieder dorthin auf den Felssattel, wo im Jahr 2008 der Anschluss des antiken Weges nach Bybassos nachgewiesen werden konnte. Im Gegensatz dazu besteht die untere, nach Süden abknickende Terrassenmauer aus großen, lose gefügten Blöcken mit vielen Zwischenräumen. Hierbei dürfte es sich um einen Nebenweg handeln.


    7.) Gehöfte in Orhaniye
    Gehöft BY-FS 60, Terrassenmauer   [zoom]


    Schwerpunkt der Arbeiten bildeten die an den Berghängen um das Dorf Orhaniye gebauten Terrassen. Die gut erhaltenen aus großen Blöcken errichteten Ackerterrassen können als charakteristische Beispiele hellenistischer Zeit in dieser Region gelten.
    Im südlichen Teil der Ebene befindet sich die Gehöftanlage FS 60, deren zugehörige Ackerterrassen sich bis zu einer Höhe von 2,20m erhalten haben. Den nördlichen Abschluss des Areals bildet eine Landstraße, der gegenüber eine Keramikanhäufung festgestellt werden konnte. Außerdem wurden innerhalb eines Baus (BY-FS 124) zahlreiche Dachziegelfragmente gefunden.
    Gegenüber des Friedhofs von Orhaniye erstrecken sich –in Richtung Wald - auf einem weiten Areal die Reste antiker Terrassierungen (BY-FS 133). Nur an wenige Stellen erhielt sich diese in Originalhöhe, Dennoch konnten einzelne Blöcke zugewiesen werden, da in der Vermessung ein zueinander parallel verlaufendes System von Terrassen deutlich wurde.
    Im Osten der Ebene konnte ein weiteres Gehöft lokalisiert werden. Hier haben sich neben Terrassierungen auch Reste des Hauses erhalten. Die Terrassen des ansteigenden Geländes sind im Laufe der Zeit verfallen. Weiter Hang abwärts haben sich jedoch noch besser erhaltene Reste gefunden. Die Mauern haben sich bis zu einer Höhe von 1 – 1,7m erhalten.
    Im Norden der Orhaniye-Ebene wurde in einem kleinen verlassenen Haus ein walzenförmiger Pressstein gefunden. Darüber hinaus konnte anhand einiger noch in situ befindlicher Blöcke, nachgewiesen werden, dass sich der Bau auf den Fundamenten eines antiken Gebäudes erhebt. Auch Reste von Terrassierungsmauern konnten festgestellt werden.
    In der letzten Kampagnenwoche wurde die Gegend von Keçibükü begangen. Überwiegend ist das Gebiet durch neuzeitliche, halbrunde Olivenbaum-Terrassierungen gestört. Jedoch ließen sich an einigen Stellen Reste antiker Ackerterrassen feststellen (BY-FS 140).


    8.) Byzantinische Befunde

    a.) Hisar Tepe
    In den ersten beiden Wochen der Kampagne 2010 wurde die byzantinische Burganlage auf dem Hisar Tepe untersucht. Die Forschungen konzentrierten sich – mit Blick auf die Datierung der Anlage – auf einige aussagekräftige Befunde wie die beiden Toranlagen, die große Zisterne (Z3) und die Südwestbastion. So gelang z.B. die Auffindung einer kleinen Zisterne östlich des byzantinischen Kammertors (Nordhang).
    Bei der Untersuchung des Trikonchos ergab sich, dass dieser früher als die angrenzende Badeanlage entstand.
    Die bestehende Dokumentation der großen Zisterne wurde durch Zeichnungen des Grundrisses sowie der benachbarten Zinnenmauer in Schnitt und Ansicht ergänzt. Darüber hinaus wurden die bekannten Zisternen erneut untersucht. Vermutlich wurde die Wasserführung oberirdisch, möglicherweise durch Tonrohre, von der Burganlage auf der Hügelspitze (evtl. der Felszisterne Z1) zur großen Zisterne geregelt.
    Die Untersuchung der Südwestbastion ergab, dass diese trotz ihrer Größe wohl eher repräsentativen als fortifikatorischen Zwecken diente, da das stark abfallende Gelände keine zusätzliche Befestigung erforderte. Jedoch ermöglicht die Bastion einen weiten Blick über den Zelle Tepesi, den byzantinischen Hafen und die unterhalb liegende Ebene. Für die Errichtung der Bastion wurde die archaisch-klassische Stadtmauer geschleift.
    Hinweise auf einen weiteren Turm fanden sich im Westen der äußeren Burganlage. Dieser liegt auf höherem Terrain als die Südwestbastion.

    b.) Kirchen von Turgut
    Turgut, Kirche BY-FS 126   [zoom]

    In den letzten drei Kampagnewochen wurden zwei Kirchen sowie zwei weitere Bauten im Bereich des Dorfes Turgut untersucht.
    Die dreischiffige Kirche (BY-FS 126) ist ca. 11 m lang und ca. 10 m breit und ca. 1,50m hoch verschüttet. Sie wurde aus Bruchsteinen in Mörtel errichtet. Reste eines roten Überzugs auf den Innenwänden weisen auf einen ausgemalten Innenraum hin. Drei Eingänge in der Westfassade gewähren Zutritt. An der Ostseite gibt es zwei Durchgänge, die aus den Seitenschiffen in weitere, unterschiedlich dimensionierte Räume aus einer zweiten Bauphase führen. Doch bereits am Ursprungsbau müssen sich an dieser Stelle Nebenräume befunden haben; dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich um die Pastophorien (Prothesis und Diakonikon). Eine gestelzte Apsis mit einem kleinen Fenster bildet den Ostabschluss. Weitere Fenster befinden sich an der Nord- und Südwand. Kragsteine an der Außenfassade der Westwand und entsprechende Spuren von Mauerfundamenten im Boden legen die Existenz eines Narthex nahe.
    Die Kirche (BY-FS 127) wurde am Fuße eines Hügels errichtet ca. 100 m vom Strand entfernt. Der Innenraum der Kirche ist heute zur Hälfte verschüttet. Der kreuzförmige Bau besaß im Osten eine kleine Apsis, deren Scheitel getreppt war. Der Haupteingang befand sich im Westen. Reste von Mauern finden sich im südlichen Bereich des Geländes. Wie BY-FS 126 wurde diese Kirche aus Bruchsteinen errichtet, die mit Mörtel und Ziegelzwicker verbunden sind. Alle Kreuzarme, mit Ausnahme der Ostpartie, waren tonnengewölbt. Die Tonnen wurden entweder in einer Kreuztonne über dem Zentrum des Naos zusammengeführt oder enden in einer Kuppel – beide Dachlösungen sind möglich.
    Beide Kirchen werden bei A. Zäh, Zur kirchlichen Typologie kirchlicher Architektur im westlichen Kleinasien (Maintal-Dörnigheim 2003) 84 f. erwähnt. Er datiert beide Bauten in die mittelbyzantinische Zeit (7.-12.Jh.).
    Ebenfalls in Turgut, auf einer antiken Ackerterrasse gelegen, haben sich byzantinische Mauerreste erhalten: es handelt sich um einen kleinen, rechteckigen Raum, der ursprünglich mit einem Tonnengewölbe überdacht war (Länge: 2,65 m; Breite: 1,30 m; erhaltene Tiefe: 0,65 m). Das Ungewöhnliche ist die Anlage des Raumes: der Gewölbeansatz endet auf der Höhe des Bodenniveaus des Ackers. Eine Funktion als Keller ist denkbar; eine Nutzung als Grabbau kommt aufgrund der singulären Erscheinung und der Bautechnik nicht in Frage. In der Umgebung fanden sich keine weiteren Reste byzantinischer Besiedlung. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Bewohner die antiken Anlagen (Häuser und Stallungen) weiter benutzten und wenig Neues hinzufügten.

    c.) Kale Adası (BY-FS 65)
    Die Burganlage wurde in der letzten Arbeitswoche begangen. Dabei konnte auch die Kapelle auf der Hügelspitze nochmals untersucht werden. In der Umgebung fanden sich einige grobe Keramikscherben sowie Dachziegel und byzantinische Kammstrichware. Funde von glasierter Keramik im Burgbereich weisen in das 12./13. Jh. Die Scherben sind allerdings zu unspezifisch für eine genaue Einordnung und Datierung. Eine byzantinische Münze, die außerhalb der Wehrmauern gefunden wurde, zeigt auf dem Avers Christus im Segensgestus mit einem Evangeliar in der linken Hand. Auf dem Revers steht „ISXS BASIL BASIL“ (Jesus Christus König der Könige). Die Münze hat starke Ähnlichkeit mit der 2008 gefundenen Münze in der Hafenbasilika von Orhaniye (mittelbyzantinisch ca. 8./9. Jh.). Außerdem wurde eine spätrömische Münze gefunden.



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    2010 BYBASSOS YÜZEY ARAŞTIRMASI

    1) Kapıcıkada (BY-FS 40)

    a) Yerleşim
    Golden Key Hotel’in arazisinde bulunan Kapıcıkada yerleşiminde 2009’da başlanan çalışmalara otel sahibi Şebnem Hanım‘ın desteğiyle devam edilmiştir. Haritaya geçirilmiş olan araziler, detaylı olarak araştırıldıktan sonra yeni tesbit edilen bulgular haritaya işlenmiştir. Bu alanda ayrıca, bir jeofizik araştırması da gerçekleştirilmiştir. .

    Bu çalışmaların sonucu olarak, surların bitkiler altında kalan Kuzey kısmı tesbit edilmiştir. Kısmen 1 m üzerinde korunan ve poligonal bloklardan inşaa edilen surda, ayrıca üçüncü bir kule bulunmuştur. Bu kule, yarımadanın karadan girişine hakimdir. Kulenin Güneyindeki sur, kısmen 2009’da tesbit edilmiş olup sahile doğru devamı bu yıl jeomanyetik araştırmalar ile belirlenmiştir.

    Surlarda, Güneyde tepenin sırtındaki bir arkaik evre, ayrıca denize doğru inen ve bugünkü Golden Key Hotel plajının arazisini içeren bir Klasik evreyi ayırmak mümkündür. Bu genişlemeden sonra, arkaik sur bu bölgede yeni ev (yapı 19–24) ve merdivenlerin yapımı sırasında kısmen tahrip olmuştur.

    Yarımadanın iki burnunun arasındaki ovada, jeomanyetik bir araştırma yapılsa da kayaçların manyetik özellikleri nedeniyle bir sonuç alınamamıştır. Yerleşimin Doğusundaki yarımadayı kara ile bağlayan arazide, jeomanyetik araştırmalar, çok büyük ve dikdörtgen bir yapıyı göstermiştir. Aynı bölgede yüzeyde çok yoğun keramik ele geçmiştir. Bu bölge, Hellenistik dönemde, belki Rodos’un bir askeri üssü olarak yorumlanabilir.

    Surun çok iyi korunan kısımları ve 7, 8, 10, 20, 22 ve 49 nolu yapılar ayrıca çizim ve fotogrametri yöntemleri ile tesbit edilmiştir. İlginç bir sonuç, evlerin en azından bazılarının iki katlı olmasıdır (örnek: yapı 8/10 ve 5/6). Buna göre, evler Chersonesos’ta bulunan yerleşimlere göre daha kompleks ve büyüktür.

    b) Limanlar
    Sahilin araştırması sırasında, 2009’da tesbit edilen, Batıda, ortaları kaba taşlarla dolmuş rıhtımlardan oluşan Bizans limanı incelenmiştir. Karadaki Bizans liman yapılarına göre deniz bugünkü sahil şeridinden, 8–10 m dışarda olmalıdır. Küzeyde, ikinci bir limanın dışında sahilde az sayıda duvar ve bunların önünde sahile ve birbirine paralel (rıhtım) duvarları tesbit edildi. Her iki limanın çevresinde amphoralara ait çok sayıda fragman bulunmuştur.

    Ayrıca, yerleşimin Güneyinde, sahilde duvar kalıntıları tesbit edilmiştir. Bu alanın rüzgardan korumalı yapısı bugün de liman olarak kullanılmasını sağlamaktadır. Kapıcıkada yerleşiminin güneyinin de üçüncü bir antik limana sahip olduğu düşünülebilir.

    c) Nekropol
    2006’da ilk kez keşfedilen nekropol, yarımadanın karşışındaki kıyının yaklaşık 40 m genişliğindeki bir bölgede uzanmaktadır. Bu konumuyla Nekropol alanının yerleşimden görünmesinin mezarlar için önemli bir kriter olduğu anlaşılmaktadır. Nekropol, 1970li yıllarda, Club Amazon’a giden yol inşaat sırasında kısmen tahrip olmuştur. Ayrıca, birkaç yıl önce bu bölgedeki orman yanmıştır. Orman Müdürlüğü, yangını takiben bölgenin ağaçlandırması için arazide çok derin çift sürmüş ve sonrada yeni ağaç dikmek için derin çukurlar kazdırmıştır. Dolayısıyla, nekropolün yüzeyi tamamen mezarlara ait keramiklerle kaplanmıştır. Araştırma sırasında, nekropol alanı küçük parsellere ayırılarak karakteristik keramik bu alanlara göre ayrı ayrı toplatılmıştır.

    Fidan çukurlarının önünde, çukurların yerinde bulunan mezarlardan kaynaklanan, birçok keramik yığını tesbit edildi. Bunlar, ayrı ayrı ve tamamen toplatıldı (G 1–39). Chersonesostaki gömme geleneklerden farklı olarak, burada özellikle pithos ve amforalarda kremasyon mezarları tercih edildi. Bunların yanı sıra, bir çatı kiremidi mezarı (G 24) ve bir kaya mezarı (G 35) tesbit edildi.

    Ayrı toplanan yığınlardan (G 1–39) gelen keramikten, aynı kaplardan kaynaklanan kırıklar ayırıldı ve bunlar restoratörler Elwine Rothfuss-Stein ve Martin Stein tarafından mümkün olduğu kadar birleştirildi ve tamamlandı. Sonuç olarak, 8 kap birleştirmek ve tamamlamak mümkündü, aralarında bir pithos, bir krater, iki İyon kasesi, bir skyphos, bir Korint aryballos ve bir kadın figürini.


    2) Arap Mezarı (BY-FS 101)

    Bencik’in Doğusundaki bir koyda Arap Mezarı olarak adlandırılan kalıntının antik bir çömlekçi fırını olduğunu anlaşıldı. Fırın çizildi ve bölgesi araştırıldı. Bir yerleşime işaret eden bulgular ovada ve yakınındaki dağlarda bulunmamasına rağmen, az miktarda keramik geniş bir bölgede tesbit edildi. Bu atölye alanını muhtemelen daha uzak bir yerleşime bağlı bir atölye olarak yorumlanmak gerekmektedir.


    3) Asartepe (BY-FS 86)

    a) Yerleşim
    2009 yılında, Asartepe (491 m) üzerinde, antik ve surlarla çevrili bir yerleşim keşfedilmiştir. 2010’da, detaylı dokümentasyon çalışmalarına başlanmıştır. Yerleşim, daha önce bildiğimiz surlu yerleşimi (= Büyük Asartepe) dışında, Doğusundaki komşu Tepe (Küçük Asartepe) üzerinde ve iki tepenin arasındaki belde devam etmektedir. Yukarı şehrinin yapıları, 5717 m²’lik bir alanda tamamen haritaya geçirilmiştir. Poligonal bloklardan inşaa edilen surlar, özellikle Kuzey ve Doğu taraflarında takip edilmiştir. Batı suru az korunmuş olup Güney taraftaki kaya uçurumu yüzünden orada bir sur bulunmamaktadır.

    Yerleşime giriş, Doğudaki bir kapıdan sağlanmıştır. Buradan, evler surların yanında uzanmakta güneyde de bir kayayla sınırlanmaktadır. Bu kayanın üzerinde, çok az kalıntı korunmuştur. Su ihtiyacı için kullanılan sarnıçlardan iki tanesi yüzeyde tesbit edilmiştir. Zirvede, (geç geometrik/erken arkaik dönemine ait ?) yumurta şekilli plana sahip büyük bir yapı tesbit edilmiştir. Bu yapıyı 5 m’ye varan duvar genişliğine göre, muhtemelen bir kule olarak tamamlamak gerekmektedir. Bu yapının sonraki bir evrede, içine bir sarnıç eklenerek sıvanmış olduğu ortaya çıkarılmıştır.

    b) Kutsal Mağara
    Yukarı şehrinin altındaki ve Güneydoğu tarafındaki kayanın içinde bir Kutsal Mağara keşfedilmiştir. Mağaranın önündeki yamaçta, çoğu M.Ö. 7.-6. yy:a ait bol miktarda ince keramik, figürin kırıkları, cam ve demir curufu bulundu. Kısmen işlenmiş taşlardan oluşan büyük bir yığın, mağaranın önünde mimari yapıların bulunduklarını göstermekte olup bunlar maalesef kaçakçılar tarafından tamamen tahrip olmuşlardır. Mağaranın içi birkaç metreden sonra çok daralmaktadır. Mağaranın içinden sadece az miktarda ve düşük kalitede keramik ele geçmiştir.

    c) Aşağı şehir ve Küçük Asartepe
    Büyük Asartepe ve Küçük Asartepenin arasındaki belde büyük bir mağara bulunmaktadır. Buradan, surdışı yerleşimi devam etmekte olup Batıya doğru Küçük Asartepenin zirvesine (482 m) kadar uzanmaktadır. Evlerin çoğu küçük taşlardan inşaa edilmiştir. Yapı 31’in yakınındaki bir pres yatağı tarımsal üretime işarettir.

    d) Kutsal Alan
    Belden Güneye doğru ve Küçük Asartepenın altında büyük bir kaya terası üzerinde büyük bir kutsal alan kurulmuştur. Kuzeyinde, dik kayalarla sınırlanmıştır, Güneyinde ise yüksek bir teras duvarı inşaa edilmiştir. Bu teras duvarı, kaba taşlardan oluşmaktadır ve bölgenin erken arkaik surlarına benzemektedir. Terasta yoğun kaçak kazıların arasında, tapınak yapısının duvar izlerini takip etmek mümkündür. Diğer yapı elemanları bütün terasta ve altındaki yamaca yayılmış durumdadır. Tapınak sıradışı bir plana sahiptir. Üç paralel duvar kalıntıları, yan yana iki kült mekanlarına aittir. Bunların birisinin önünde iki kaba sütun bulunmuştur. Sütunlar ve tapınağın iç duvarları, ince kırmızı bir sıva ile kaplanmıştır.

    e) Çevre
    Yerleşimin Güneyinde birçok mezar kalıntıları tesbit edilmiştir. Bunlardan çoğu Chersonesos’a özgü basamaklı kaidelerden oluşmaktadır. Batıya doğru ayrıca bir mezar veya kutsal alana ait olan bir alınlıklı sunak (FS 136) ve bir Hellenistik çiftlik (FS 137) tesbit edilmiştir.


    4) Sığınma Kalesi (FS 130)

    Turgut ve Orhaniye köylerin arasındaki dağ sırtın üzerinde, Çatalca Tepe ve Hocabükü Tepe arasında, küçük bir sığınma kalesi keşfedilmiştir. Kavisli ve kaba taşlardan inşaa edilen suru 530 m²’lIk bir alanı kaplamaktadır. Zirve kayası, poligonal bloklardan oluşan bir surla ayırılmıştır. Kale, geç geometrik veya erken arkaik dönemine ait olmalıdır, ancak zirvedeki poligonal surlar yüzey keramiklerine göre M.Ö. 4. yy.da eklenmiştir.


    5) Kastabos, Hemithea Kutsal Alanı (BY-FS 36)

    Önceki yıllardaki tapınak dokümentasyonundan sonra, 2010’daki çalışmalar tapınak terasındaki diğer yapılar ve terasa yükselen rampa yolunda yoğunlaşmıştır.

    a) Parapet duvarı ve terastaki diğer yapılar
    Tapınak terasın kenarından 1,6 m mesafesinde uzanan parapet duvarı kısmen Cook ve Plommer tarafından araştırılmıştır. 2008’de, terasın Kuzeyinde, bu parapet duvara ve bununla birleşen bir küçük yapıya ait bir temel incelenmiştir. 2010'da, terasın Doğu ve Güney tarafları incelenmiştir.

    Kuzeydoğudaki yapı 4 temizlenerek çizilmiştir. Parapet duvarının yapının doğusunda da devam ettiği belirlenmiştir. (Cook ve Plommer bu duvarı yanlışlıkla Güneyde göstermişlerdir). Terasın Doğu tarafında, parapet duvarı ‚East Buildings’ („Doğu yapıları“) çevresinde incelenmiştir. Bu yapıların büyüğü, parapet duvarı ile aynı çizgide bulunmaktadır, ancak küçüğü Doğuda arkasında kalmaktadır. Ayrıca, büyük yapının duvarı parapet duvarından daha derine inmektedir. Duvarın Güneybatı köşesi sonradan yontulmuştur. Dolayısıyla, bu yapı parapet duvarından daha eski bir evreye ait olmalıdır.

    Temeli kısmen korunan diğer bir yapı, terasın Güneydoğu köşesinde bulunmaktadır. Parapet duvarı, Güney terasın ortasında bitmektedir. Burada terasın girişi beklenmelidir çünkü aşağıdan gelen rampa yolu burada bitmektedir. Batıya doğru, parapet duvarın devamı tam olarak anlaşılamamıştır. Terasın Güneybatı köşesinde ise iki mekanlı bir yapı keşfedilmiştir.

    Doğu yapıları, parapet duvarın içindeki diğer küçük yapılardan (‚naiskoslar’) farklıdır. Bunlar kaba poligonal duvarlardan oluşmaktadır. ‚Naiskoslar’ ise en azından tapınağa doğru cephesinde düzgün kesilmiş bloklardan inşaa edilmişlerdir.

    Parapet duvarı ve yapıların taş planları çizilmiştir. Taş kataloğuna 207 yapı elemanı eklenmiş olup bunlardan 180 adeti parapet duvarına ve buna bağlı küçük yapılara aittir. Bu ‚naiskoslara’ ait yapı elemanlarının ölçümleri birbirine çok yakındır. Detayları da birbirine benzemektedir.

    Büyük Doğu yapısında, üçtane mermer heykel parça ve bir mermer palmet parçası bulunmuştur. Burada ayrıca birer mühürlü amfora kulbu ve çatı kiremidi ele geçmiştir. Eski kazılar sırasında bu yapının duvarında bulunan bir kitabe de yapının içinde bulunmuştur. Yapı 4 ve 7’den üç adet mermer heykel parçası el geçmiştir.

    b) Güney yamaç ve rampa yolu
    2010 yılında Güneyden tapınak terasına yükselen rampa temizlenerek iki iyi korunan kısımların rölöveleri ve bütün rampanın da taş planı çizildi. Rampa, doğal kayayı kullanarak ve yontularak, düzgün kesilmiş poligonal bloklarla bir teras duvarı ile sağlamlastırılmıştır. Cook ve Plommer tarafından önerilen rampa dönüşünün ise yeni sonuçlara göre düzeltilmesi gerekmektedir. Rampadan gelen anayol, düz devam ederek Kutsal kayanın Batısındaki sırta tekrar yükselimektedir. Yolun bittiği yerde, 2008’de Bybassos’tan gelen antik yolun sonu tesbit edilmiştir.


    6) Çiftlikler

    Çiftlik araştırmaları, Orhaniye köyünün ovasındaki yamaçlara yoğunlaşmıştır. Burada çok sayıda bulunan, büyük bloklardan oluşan tarım teraslarının yapısı, daha önce araştırılan Hellenistik teraslarla eşittir. Ovanın Güneyindeki çiftlik BY-FS 60’ın tarım terasları 2,20 m’ye kadar korunmuştur. Bir diğer yapının içinde (FS 124) çok sayıda çatı kiremitleri bulunmuştur. Orhaniye mezarlığı karşısında, geniş bir bölgede birbirine paralel olan antik teraslar tesbit edilmiştir (FS 133). Ovanın Doğusunda diğer bir çiftlik alanı belirlenmiştir. Burada terasların yanında, (çiftlik) yapılarına ait kalıntılar da bulunmaktadır.

    Kampanyanın son haftasında, Orhaniye Keçibükü Mah. bölgesi gezilmiştir. Burada antik yapılar kısmen korunmuşsa da yeni yarımdaire yuvarlak zeytinyağı terasları nedeniyle çoğunlukla tahrip olmuştur (FS 140).
    Poligonal duvarlardan oluşan, çok yüksek bir teras Turgut ovasının Kuzeybatı kenarında bulunmaktadır (FS 129). Üzerinde muhtemelen Hellenistik bir çiftlik yapısının olduğu anlaşılan terasın üzerinde az sayıda Hellenistik seramik bulunmaktadır. Bu teras duvarınınüzerinde tonozlu bir bodrum mekanına sahip olan bir Bizans bir yapısı bulunmaktadır.


    7) Bizans dönemine ait bulgular

    a) Bybassos, Hisartepe
    Bybassos Hisartepenin üzerindeki Bizans iç kalesi 2010’da tekrar ve detaylı olarak incelenmiştir. Araştırmaların hedefi, iç kalenin tarihini ve evrelerini anlamaktı. Bu amaçla, özellikle kapılar, sarnıç Z3 ve Güneybatı bastiyonu incelendi. Trikonkhos, yanındaki hamam yapısından daha erken bir evreye ait olduğu anlaşıldı. Mevcut plan ve çizimler tamamlandı ve eksik rölöve çizimleri yapıldı.
    Güneybatı bastiyonu, büyüklüğüne rağmen, daha çok gösteriş amaçlı olarak inşaa edilmiş olmalıdır. Buradaki yamaç çok dik olduğu için, bu kadar güçlü bir bastiyona askeri bir ihtiyaç aslında yoktur. Buradan Zelle Tepesini, Bizans Limanını ve aşağıdaki ovayı izlemek mümkündür. Bastiyon için, antik surlar tahrip edilmiştir. Bu alanda diğer bir kule, dış kalenin Batısında tesbit edilmiştir.

    b) Turgut Kiliseleri
    Turgut Köyü Limanının yakınında iki Bizans kilisesi incelenmiştir (BY-FS 126 ve BY-FS 127). Üç nefli BY-FS 126 kilisenin uzunluğu 11 m, genişliği 10 m’dir. Yaklaşık 1,50’lik bir dolguya sahip olan kilise kaba taşlar ve harçtan inşaa edilmiş olup içi sıvalıdır. Burada kırmızı boya kalıntıları tesbit edilmiştir. Batı cephesinde üç adet giriş kapısı mevcuttur. Doğusunda, iki yan kapı ek mekanlara açılmaktadır. Bunlar olasılıkla Prothesis ve Diakonikon‘dur. Kilisenin Doğusunda, penceresi olan bir apsis bulunmaktadır. Diğer pencereler yan duvarlarda mevcuttur. Duvar izleri, kilisenin önündeki bir narthexe işaret etmektedir.

    BY-FS 127 kilisesi, sahilden 100 m mesafede olup bir tepenin dibinde yer almaktadır. Kilisenin içi, yarısına kadar dolmuştur. Haç şeklindeki yapının Doğusunda bir apsis tesbit edilmiştir. Kilisenin ana girişi Batıdaydı. Duvarlar, diğer kiliseyle aynı yapı tekniğiyle inşaa edilmiştir. Kilisenin çatısı tonozlardan oluşmuştur. Haçın ortası, ya çapraz tonozlu ya da kubbeli olarak düşünülmelidir.

    c) Orhaniye, Kale Adası (BY-FS 65)
    Orhaniye Koyunun içindeki Kale Adasında, kampanyanın son haftasında tesbit çalışmaları başlanmasına rağmen planı henüz çıkarılamamıştır. Adaya ulaşım ve yardımları için, Martı Marina Müdürü Ercan Güneştutar’a teşekkür ederiz. Kalenin çevresinde Bizans Dönemine tarihlendirilen tarakla yapılmış yivlendirmeye sahip
    keramik bulunmuştur. Kalenin içinde ise 12./13. yy.a ait sırlı keramik ele geçmiştir. Surların dısında ise et,tlük nitelikte bir orta Bizans ve bir geç Roma sikkesi bulunmuştur.


    8) Marmaris Müzesi çalışmaları

    Özellikle ilk haftada, Marmaris Müzesi’ne önceki yıllarda teslim edilen Kastabos yapı elemanların çizimleri tamamlandı. Kastabos’tan gelen mimari ve heykel parçalarının ayrıca restorasyonu planlandı (temizlik ve sağlamlaştırma). Müzedeki kısıtlı imkanlar ve Kapıcıkada nekropolünden çıkan keramik buluntuların acil restorasyon ihtiyacı yüzünden bu çalışmalar ertelendi.


    9) Keramik Çalışmaları

    Bybassos Yüzey Araştırmaları 2010 yılı araştırma sezonunda araziden toplanan 2045 adet küçük buluntu üzerine yapılan incelemelerin ilk sonuçları Hellenistik Dönem’de önemli bir üretici kent olan Bybassos ve çevresinin Arkaik dönemden itibaren hacmi artan güney Ege ticaretinde aktif rol oynayan bir konumda olduğunu düşünmemize neden olmuştur. 2010 yılı araştırmalarında incelenen seramiklerin büyük çoğunluğu Kapıcıkada yerleşimi ve nekropolünde ele geçmiştir. Özellikle 2 kmlik bir alanı kaplayan Nekropolde gerçekleşen yangından sonra bölgenin ağaçlandırılması sırasında çok sayıda seramik eser günışığına çıkmış olup bölgede 39 adet mezar tespit edilebilmiştir. Yüzeyde kırık olarak bulunan eserler toplanarak envanterlenmiş ve tümlenebilen eserler restore edilerek Marmaris Müzesi’ne teslim edilmiştir. Seramik eserlerin arazideki dağılımları Kapıcıkada nekropolisinde yaygın ölü gömme geleneğinin pithoslar içinde inhumasyon şeklinde olduğunu göstermektedir. Arkaik dönemde yaygın olarak izlendiği üzere pithosların kapaklarının mortarlarla kapatılma geleneği Kapıcıkada nekropolisinde birçok mezarda tespit edilmiştir. Yüzeyde bulunan büyük boyutlu amphoraların da pithoslar gibi kullanıldığı belirlenmekle birlikte araştırmalarda lahitlere rastlanmamıştır. Gerek bebek mezarı olarak kullanılan gerekse mezar ritüellerinde kullanılan ticari amphoraların kökenleri bölgenin ticari ilişkilerini gösteren önemli kanıtlar olarak değerlendirilmelidir. Bu verilere göre Gökova Körfezinin ticari rotalar üzerinde olmasından yararlanan Kapıcıkada yerleşiminin Güney Ege’de bulunan merkezlerin dışında Atina, Lesbos, Khios, Thasos, Mende gibi kuzeyde bulunan kentlerle hatta Kıbrıs ve Kuzey Suriye’de bulunan merkezlerle de ticari ilişkisinin bulunduğu ortaya çıkarılmıştır. Kapıcıkada nekropolisinde bulunan seramiklerin kronolojik incelemeleri mezarlık alanının İ.Ö. 7. Yüzyılın sonundan İ.Ö. 3. Yüzyılın başlarına kadar kullanıldığını belgelemektedir. Mezar buluntuları içinde 37 nolu mezar, parçaları kısmen tamamlanan bir terrakotta adak figürini, restore edilen bir Korinth aryballosu ve kısmen tamamlanan bir kraterle birlikte parçalar halinde korunan boyunlu bir pithostan oluşan buluntularıyla İ.Ö. 6. Yüzyılın ortalarına ait olmalıdır. Kapıcıkada nekropolisinde tespit edilen tahrip olmuş mezarların çevresinden toplanan seramiğin büyük çoğunluğunun İ.Ö. 6. Yüzyıla tarihlendirilmesi mezarlık alanının bu tarihte yoğun olarak kullanıldığını göstermiştir. 1 nolu mezarın çevresinde bulunan atık tabakaları içinde bulunan kylix gibi ince seramik örnekleri tipolojik olarak bu kronolojiyle uyum göstermektedir. Bu eserlerin içinde kökeni belirlenemeyen grupların arasında kil benzerlikleri olması yerel üretim ihtimalini de düşündürmektedir. 29 nolu mezarda parçalar halinde bulunan tutamaklı kase, kısmen tamamlanan bir kylix, bir mortar ve amphora parçaları bu mezarın da İ.Ö. 6. Yüzyılın ortalarına tarihlendirilmesine neden olmuştur. Kapıcıkada nekropolisinde 17 nolu mezarın atıkları arasında bulunan 9 adet pişmiş toprak ağırşakla birlikte bulunan kylix parçaları da bu mezar buluntusunu İ.Ö. 6. Yüzyılın ikinci yarısına tarihlendirmemize olanak sağlamaktadır.
    Orhaniye Köyü’nün artalanında gerçekleştirilen araştırmalarda özellikle tarım alanlarında ve işliklerin etrafında bulunan seramik eserler incelendiğinde bölgenin Erken Hellenistik Dönemde ve Geç Antik Dönemde aktif olarak kullanıldığı izlenmektedir. Ele geçen depolama kapları, pithoslar ve günlük kullanım seramiğine ait fragmanlar işletmelerin Erken Bizans Döneminde yoğun olarak kullanıldığını düşünmemize neden olmuştur. Bununla birlikte tarım alanlarında detaylı tarihleme yapmamıza olanak verecek ince seramik sınırlı olarak ele geçmiştir.
    Arapmezarı Koyu olarak da adlandırılan BYFS101 nolu alanda seramikler bölgelere göre kodlanarak toplatılmıştır. Bu alanda bulunan fırın ve çevresinde İ.Ö. 6.yy sonuna tarihlendirilen ince seramiğin yanında amphoralar da ele geçmiştir. Bu amphoraların kil analizleri bölgede üretilen seramiğin hamurlarıyla paralellik göstermektedir. Böylece Miletos tipi olarak da tanımladığımız badem formlu amphoraların bu bölgede de üretildiklerine dair yeni bir kanıt ortaya çıkarılmıştır. Bölgede ele geçen ince seramiğin incelenmesi sonucunda alanın İ.Ö. 6. Yy’ın ortalarından İ.Ö. 3. Yüzyılın başlarına kadar kullanıldığı anlaşılmıştır. BYFS101’de bulunan eserler arasında İ.Ö. 6. ve 5. Yüzyılara tarihlendirilen kylixler, skyphoslar, kandiller ve amphoralar önemli yer tutmaktadır. Bu alanda ele geçen mantar formlu amphoralar da bu tipin en erken örnekleri arasında değerlendirilmektedir.
    Asartepe’de gerçekleştirilen araştırmalar sonucu tespit edilen ve araziden toplanan seramikler bölgede Arkaik Döneme tarihlendirilen önemli bir yerleşim olduğunu kanıtlamaktadır. Geç Geometrik Dönem’e tarihlendirilen ince bantlı oinokhoeler ve amphoralara ait parçalar yerleşimin başlangıcı hakkında önemli ipuçları sunmaktadır. Bu buluntular arasında bir erken korinth aryballosuna ait parça ve attika siyah figürüne ait bir fragman tarihleyici unsurlar barındırmaları açısından dikkate değer buluntulardır. Bunların dışında İonia kaseleri ve dor tipi tabaklara ait parçalar da bölgenin Erken dönem seramiğinin karakteristik örnekleridir. Ayrıca Asartepe’de yoğun olarak bulunan terrakotta heykelcik parçaları bölgede bir kült alanının da olabileceğine dair veriler sunmaktadır. Arazide tespit edilen demir cürufları bu bölgedeki endüstriel faaliyetler üzerine yapılacak çalışmalarda da yol gösterici buluntular arasında değerlendirilmelidir.
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    6. Kampagne (29.August. - 07.Oktober 2011)

    An der 6. und letzten Kampagne in Bybassos nahmen insgesamt 30 Mitarbeiter teil.

    1.) Asartepe (BY-FS 86)
    Asar Tepe Stadtmauer   [zoom]


    a.) Oberstadt
    Im Verlauf der diesjährigen Kampagne konnten die im letzten Jahr begonnen Arbeiten in der Oberstadt abgeschlossen werden. Es wurden ein vollständiges Höhenmodell erstellt sowie einige nachträgliche Messungen vorgenommen. Darüber hinaus
    Asar Tepe Bau 1   [zoom]
    wurden die erhaltenen Gebäudebefunde photographisch dokumentiert. Von Bau 9, 11 und 15, die sich besonders gut erhalten haben, sowie einem Abschnitt der Stadtmauer wurden steingerechte Zeichnungen in Auf- und Ansicht erstellt.

    b.) Küçük Asartepe
    Darüber hinaus konnte die Dokumentation des Küçük Asartepe der Kampagne 2010 komplettiert werden. Die bereits entdeckten Bauten konnten um einige weitere Mauerzüge ergänzt werden, die überwiegend die Funktion von Terrassierungsmauern zu erfüllen scheinen. Zudem wurden in diesem Bereich auch einige natürliche Felskammern entdeckt, die ebenso wie in anderen Siedlungen auf der Chersones antik genutzt worden sein könnten. Leider konnte jedoch nur sehr wenig Oberflächenkeramik auf dem Küçük Asartepe entdeckt werden, die genauere Rückschlüsse über die Verwendung der einzelnen Räume zulassen würde. Rückschlüsse auf die antike wirtschaftliche Produktion des Hügels geben einige Pressbetten und Handmühlen, die am Nordosthang in Richtung Unterstadt aufgefunden wurden.

    c.) Unterstadt
    Die Dokumentation der Unterstadt auf dem Sattel zwischen dem Küçük Asartepe und der Oberstadt, die aufgrund der dichten Bewaldung des Sattels nur zu einem kleinen Teil erschlossen werden konnte, ergab Mauerzüge, die sich zu mindestens sieben Bauten ergänzen lassen. Von besonderem Interesse ist Bau 31. Der unweit einer kleineren, in den Felsen eingetieften Zisterne liegende Bau ist ein Ovalbau, ähnlich Bau 1 in der Oberstadt, und im Gegensatz zu den meisten Bauten in der Unterstadt aus sehr großen und nur grob bearbeiteten Blöcken errichtet.
    Die Bauweise der Häuser in der Unterstadt gleicht derjenigen der einfacheren Bauten im Süden der Oberstadt. An einigen Stellen zeigen Schnitte der Mauern in alten Raubgrabungslöchern, dass die Innenschalen aus zum Teil sehr kleinen Steinen errichtet wurden, die sich an der Oberfläche nur sehr schlecht erhalten konnten. Die Mauerzüge orientieren sich ähnlich wie in der Oberstadt am natürlichen Gelände. Eine Aussage zum Verlauf der Wege ist nur an zwei Stellen möglich: Ein Weg verband die Tempelterrasse und die Unterstadt, ein weiterer führte zur Oberstadt hinauf. Letztere entspricht weitestgehend dem modernen Aufweg unterhalb des kleinen Höhlenheiligtums.
    Letztlich sei noch die Grotte im Norden der Unterstadt erwähnt. Möglicherweise befand sich hier in der Antike eine Quelle. Dass die Höhle – vergleichbar mit der kleineren Höhle südöstlich der Oberstadt – kultisch genutzt wurde, bezeugen die Funde einer antiken Pyxis sowie weiterer Feinkeramik im Eingangsbereich. Keramik vergleichbarer Qualität wurde in der übrigen Unterstadt und auf dem Küçük Asartepe nicht gefunden. Das ebene, unbebaute Areal vor der Grotte könnte als Versammlungsplatz genutzt worden sein.

    d.) Tempel
    Die Dokumentation der Tempelterrasse wurde in diesem Jahr abgeschlossen. Der Tempel, die Tempelterrasse sowie eine größere Anzahl von Baugliedern und anderen Steinobjekten im Heiligtum wurden gezeichnet und fotografiert. Der Tempel hatte den ungewöhnlichen Grundriss eines Prostylos mit zwei nebeneinanderliegenden Cellae. Die Säulen waren nur grob bearbeitet, dürften aber mit rotem Stuck überzogen gewesen sein, von dem sich Fragmente fanden. Die sehr qualitätvollen Mauern waren aus kleinen, sehr fein mit dem Spitzmeißel bearbeiteten Quadern errichtet. Vom Dach sind zahlreiche Dachziegel erhalten, es dürfte sich dabei um ein Giebel- oder Walmdach gehandelt haben. Zu datieren ist der Tempel vermutlich in das 6. Jh. v. Chr. Im Bereich des Tempels wurden zudem das Fragment einer kleinen Stele sowie ein sauber gearbeitetes Marmorbecken entdeckt. Die massiven Raubgrabungen, die den Tempel zu erheblichen Teilen zerstört hatten, ließen sich anhand des Fundes einer Brille etwa in die 80er Jahre des 20. Jhs. datieren.

    Asar Tepe Nekropole   [zoom]
    e.) Nekropole
    Die Nekropole umfasst eine Fläche von 160 x 70 m am Südhang des Asar Tepe und weist ein sehr starkes Gefälle auf, was neben dem Bewuchs nicht nur die Vermessung außerordentlich erschwerte, sondern auch den zum Teil schlechten Erhaltungszustand bedingt. Hinzu kommen zahlreiche Raubgrabungen, weshalb sich keine der 38 Stufenbasen mehr in situ befindet. Die Grabmonumente und -terrassen wurden in einem Steinbruch innerhalb der Nekropole gewonnen. In einer dadurch entstandenen senkrechten Felsfläche entdeckten wir eine dreizeilige Inschrift im karischen Alphabet – die erste karische Inschrift auf der Chersonesos. Neben den für die Chersones so charakteristischen Stufenbasen wurden mehrere Terrassierungsmauern, ein Felsgrab und ein Grabaltar dokumentiert. Letzterer befindet sich östlich des Küçük Asartepe am modernen (und antiken?) Weg zur Siedlung. Er befand sich auf einem kleineren, mit Terrassierungsmauern befestigten Plateau unterhalb eines markanten Felsen. Der Altar selbst ist in drei größere, anpassende Stücke zerbrochen. Im Umfeld des Altars wurden Fragmente einer Ostothek gefunden. Die Position der Grabstätte abseits der Hauptnekropole sowie ihre besondere Form deuten auf eine herausragende Stellung des Bestatteten.

    2.) Das Hemithea-Heiligtum von Kastabos (BY-FS 66)

    Die Arbeiten in Kastabos konzentrierten sich auf das Theater und die Tempelterrasse. Hinzu kamen Ergänzungen der übrigen Bebauung des Heiligtums, die bereits in der Kampagne 2006 dokumentiert worden war.

    a.) Theater
    Kastabos, Theater   [zoom]

    Im Heiligtum liegt südwestlich unterhalb der Tempelterrasse ein antikes Theater. Es wurde erstmalig durch die britischen Archäologen J. M. Cook und W. H. Plommer in den Jahren 1959 und 1960 untersucht, als ein schmaler Streifen im südöstlichen Koilon freigelegt wurde. Bis auf wenige Fotos und eine kurze Beschreibung blieb das Theater dennoch in der 1966 erschienenen Publikation nicht berücksichtigt. Ziel unserer Arbeiten war die Klärung aller baulichen und funktionalen Fragen im Hinblick auf die Form des Koilons, die Ausbildung der Skene, die Dimensionen des Bauwerks und seine Einbindung in das Gesamtheiligtum.
    Es konnte festgestellt werden, dass das Koilon in Ostwestrichtung einen maximalen Radius von ca. 29 m besitzt. Im Norden und Süden wird seine gleichmäßige Form jedoch von mehreren aneinander gereihten Terrassen beschnitten, so dass ein langgestreckter und unregelmäßig geformter Zuschauerraum mit einem Durchmesser von 56 m in Nordsüdrichtung entsteht. Die Terrassen nördlich und südlich des Theaters waren als unabhängige Einheiten konzipiert, auf denen kleinere Bauten aus Bruchsteinmauerwerk standen. Das zeitliche Verhältnis des Koilon zu den Terrassen konnte aufgrund der Verschüttung nicht geklärt werden.

    b.) Tempelterrasse
    Die Arbeiten auf der Tempelterrasse konzentrierten sich auf die Vervollständigung der in den vergangenen Kampagnen erstellten Pläne und Schnitte. Ein Fokus lag dabei auf der Überprüfung und Vervollständigung des Fundlageplans, in dem alle Bauteilnummern der Kampagnen 2007-2010 kontrolliert und nachgeführt wurden. Zusätzlich konnten 156 Bauteile in den Bauteilkatalog neu aufgenommen werden, von denen ca. 130 den Gebäuden auf der Tempelterrasse zuzuordnen sind.

    c.) Tempel
    An den in den Kampagnen 2008 und 2009 gezeichneten Außenansichten des Tempels wurden kleinere Ergänzungen vorgenommen. Zusätzlich zu einer 2007 angefertigten Querschnittszeichnung durch den Pronaos wurden ein zweiter Querschnitt durch die Cella vervollständigt sowie zwei Längsschnitte mittig durch den Peripteros mit Ansicht jeweils nach Norden und Süden im Maßstab 1:20 gezeichnet.

    d.) Statuenfunde
    Westlich unterhalb der Skene des Theaters wurde ein doppelt lebensgroßer Statuenkopf aus Marmor an der Geländeoberfläche entdeckt. Südlich, direkt unterhalb der Tempelterrasse, fanden wir die marmorne Schulter- und Halspartie einer ebenfalls doppelt lebensgroßen Statue, die im unteren Bereich einen grob gespitzten Zapfen aufweist. Er ist als Einlassung in einen aus anderem Material bestehenden Statuenkörper zu interpretieren. Diese beiden Teile passen nicht aneinander an, könnten aber gut zur selben Statue gehören, bei der es sich um einen Akrolith handelte. Es muss sich um die Kultstatue des Heiligtums gehandelt haben, da in der Antike nur Kultstatuen als Akrolithe gearbeitet worden sind.
    In einem Steinhaufen in der Orchestra des Theaters wurde zudem der Hals einer weiteren überlebensgroßen Statue gleicher Form gefunden, der nicht an die zuvor genannten Kopf- und Schulterfragmente anpasst. Es muss sich demzufolge um mindestens zwei überlebensgroße Akrolithstatuen handeln. Bei einer dürfte es sich demnach um das Kultbild der Hemithea in der Cella des ionischen Peripteros handeln. Der ursprüngliche Aufstellungsort der zweiten Statue ist unklar – in Frage käme dafür einer der beiden ‚Naiskoi’ im Osten der Tempelterrasse.

    e.) Gesamtheiligtum
    Ergänzend zu den Bemühungen der Kampagnen 2006 und 2009 wurde versucht, den Gesamtplan des Heiligtums zu vervollständigen. Aufgrund des starken Bewuchses war bislang die Vermessung weiterer Mauerzüge östlich der Tempelterrasse und südlich oberhalb des modernen Fahrweges am Fuße des Köklü Dağ nicht möglich gewesen. Eine Begehung des Köklü-Dağ-Hanges brachte die Erkenntnis, dass dort noch wesentlich mehr Mauerzüge vorzufinden sind, als wir bislang erwartet hatten. Die Bebauung mit einzelnen Terrassen scheint sich analog zum Befund nördlich des Theaters an diesem Hang weiter hochzuziehen. Eine Vermessung konnte aufgrund der schwierigen topographischen und botanischen Verhältnisse nicht vorgenommen werden. Die unmittelbar südlich und nördlich an das Theater angrenzende Bebauung wurde im Lageplan in Teilen ergänzt und im Maßstab 1:50 exemplarisch gezeichnet.


    Eren Dağ, Befestigungsmauer   [zoom]
    3.) Eren Dağ
    ( BY-FS 104)
    Eren Dağ, Altarbereich   [zoom]


    Die 2009 entdeckten Ruinen auf dem Eren Dağ wurden vollständig vermessen und fotografiert. Der Gipfelbereich war mit einer archaischen Befestigungsmauer zu einer Fluchtburg ausgebaut, wie sie für Karien typisch ist. Die aus Bruchsteinen errichtete Mauer konnte im Norden und Osten auf einer Strecke von über 140 m verfolgt werden. Im Süden war eine Mauer aufgrund der steilen Felswand überflüssig, im Westen scheint sie ebenfalls zu fehlen. Im Inneren konnten nur zwei Häuser nachgewiesen werden, auch Oberflächenkeramik fehlt weitgehend.
    Der vermutlich hellenistische Altar auf dem nordwestlich gelegenen Gipfel wurde detailliert aufgenommen. 67 Bauteile wurden durch Maßskizzen und Photos dokumentiert. Da kein einziger Quader des Altars mehr in situ liegt, ist noch ungewiss, ob eine Rekonstruktion des Altars aus den Bauteilen gelingen wird.


    4.) Sonstige antike Befunde

    Zusätzlich wurden zwei Fundstellen in Orhaniye (BY-FS 61, FS 84) vermessen, die schon 2006 bzw. 2008 entdeckt wurden: eine Höhle mit einigen Mauern und einer Zisterne, sowie ein Felsheiligtum.


    5.) Byzantinische Befunde

    Kale Adası, östl. Befestigun   [zoom]
    a.) Kale Adası (BY-FS 65)
    Kale Adası, Bau 21   [zoom]

    Ein Schwerpunkt der Survey-Kampagne lag auf der Dokumentation der Befunde auf der Kale Adası in der Bucht von Orhaniye. Hier wurden alle Befunde skizziert, beschrieben, photographiert und tachymetrisch vermessen. Als Ergebnis liegt ein digitales Geländemodell der Insel mit nachantiken Mauerzügen und Befunden vor. Oberer und unterer Mauerring mit ihren Spezifika (Tore, Treppenverläufe, Scharten) sowie ca. 20 weitere Baubefunde sind vollständig aufgenommen. Besonders zu nennen sind zwei Zisternen, deren Innenraum durch Kreuzschnitte aufgenommen wurde, sowie eine einschiffige Kapelle, deren Nordwand gut erhalten ist und noch Ansätze der Deckenkonstruktion aufweist. Innerhalb der Mauern befindet sich eine umfangreiche Innenbebauung, die Aufschlüsse über Nutzung, Funktion, Entstehungszeitraum und -hintergrund der Festung verspricht. Bis auf eine Ausnahme handelt es sich um Rechteckbauten. Das Mauerwerk besteht in den meisten Fällen aus kleinen, unbearbeiteten Bruchsteinen unter Zusatz von weiß-grauem Mörtel sowie Ziegelbruchstücken in den Fugen. Teilweise fallen auch Spolienquader auf, die besonders an den Toren verbaut wurden.
    Daneben wurde auch die Uferrandzone prospektiert, wobei Versturzhaufen sowie eine Aufschüttungskante als Teil eines nachantiken Hafenbereiches erkannt wurden und ebenfalls skizziert, beschrieben und tachymetrisch eingemessen wurden.
    Die Keramikfunde waren außerordentlich reichhaltig und lieferten neben zahlreichen Dachziegelfragmenten auch glasierte byzantinische Keramik.

    An der Bucht von Turgut wurde die Dokumentation der Kirchen BY-FS 126 und 127 um Maßskizzen, Beschreibungen und Photographien ergänzt. Zudem wurde im Gehöft BY-FS 26 eine rechteckige Struktur nachantiken Ursprungs unbekannter Funktion tachymetrisch vermessen.





    6.) Gehöfte

    Die Begehungen im Bereich des Dorfes Orhaniye und seiner Ortsteile wurden fortgeführt. Dabei wurden an den Hängen neben antiken Terrassensystemen mit zueinander parallelen Mauerverläufen heute genutzte, halbrunde Ölbaumterrassen sowie Gebäudereste verschiedener Epochen angetroffen. Anhand der Mauertechnik und unterstützt durch die Auswertung der Oberflächenkeramik kann in einigen Fällen eine hellenistische und eine byzantinische Phase der Gehöfte unterschieden werden. Es wurde deutlich, dass winterliche Starkregenereignisse eine Ursache für Beschädigungen der antiken Terrassenmauern darstellen. Dort wo die talseitige Außenschale mit der Zeit zerstört wurde, ist stellenweise die Innenschale der antiken Mauern zu sehen. Mauerstärken von etwa 1 m sind messbar. Die zur Hangseite weisenden Innenschalen dieser für die Region in hellenistischer Zeit charakteristischen, ausgesprochen stabil und teilweise aus riesigen Blöcken errichteten Terrassenmauern besteht aus kleineren Steinen. Die qualitativ hochwertige Bauweise der antiken Mauern unterscheidet sich von den kleinsteinigen, leicht geböschten und kurvig verlaufenden heutigen Ackerterrassen. Die Verbindung der Terrassen mit antiker landwirtschaftlicher Aktivität wird zusätzlich durch die Funde von Pressen belegt. Nach fünf Kampagnen umfasst das Inventar der im Kontext von Einzelgehöften gefundenen Pressenbestandteile 13 Pressgewichte und 10 Pressbetten. Zudem konnten Steinpläne von zwei Kelterflächen gezeichnet werden.
    Terrassensystem FS 60   [zoom]

    Neben der Fortführung der Arbeiten rund um Orhaniye wurde die Vermessung und zeichnerische/photographische Dokumentation von fünf Fundstellen in der 2009 sowie bereits in früheren Jahren begangenen Kızılbağlık Ovası abgeschlossen.
    Im Rahmen unseres Projektes erbrachten die Forschungen zur ländlichen Siedlungsweise, zu Formen der Landnutzung und zur landwirtschaftlichen Organisation erste Ergebnisse, die einen Beitrag zur Gewinnung eines Bildes von der Karischen Chersones als antiker Agrar- und Industrielandschaft leisten. Die in hellenistischer Zeit im Zuge von Investitionen in den Agrarsektor – insbesondere in den Weinbau – errichteten antiken Terrassen können an nahezu allen Hängen angetroffen werden. Sie sind Zeugen einer intensiven Form der Landnutzung mit hohem Arbeitsaufwand nicht nur in der Phase ihrer Errichtung, sondern auch in der Bewirtschaftung und Pflege der gepflanzten Sonderkulturen, die Überschussproduktion ermöglichten und somit einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung der Region leisteten.

    7.) Fazit des Bybassos-Surveys 2005–2011

    Nach sieben Kampagnen ist die Feldarbeit des Bybassos-Surveys nunmehr abgeschlossen. In dem ca. 150 km2 großen Surveygebiet, das im Süden zur antiken Region Chersonesos, im Norden zur Apeiros gehört, wurden fünf antike Siedlungen (Bybassos, Köklü Dağ, Kargıcak Tepesi, Kapıcıkada und Asartepe) erforscht. Besonders detailliert wurde das Hemithea-Heiligtum Kastabos untersucht, wobei die bisherige, unzureichende Dokumentation des Tempels und der übrigen Bauten der Tempelterrasse nach den britischen Grabungen 1959/1960 nun nach den modernen Standards der archäologischen Bauforschung vorliegt. Die frühere Rekonstruktion von Cook und Plommer konnte bereits in wesentlichen Punkten korrigiert und ergänzt werden. Darüber hinaus wurde das gesamte Heiligtum erstmals insgesamt untersucht, wobei das Theater in einer detaillierte Bauaufnahme dokumentiert wurde. Als Primärquelle der wirtschaftlichen Grundlagen im Gebiet der Chersonesos standen des weiteren die Gehöfte und Ackerterrassen im Focus, die von einer intensiven Weinproduktion hellenistischer Zeit zeugen. Entdeckt wurden auch mehrere Töpferwerkstätten, in denen die Amphoren als Transportbehälter für den Export hergestellt wurden, sowie ein großer Exporthafen in Bybassos.
    Aus diesen Befunden gewinnen wir nunmehr eine klare Vorstellung von der Siedlungsgeschichte der Region. Dokumentiert wurden geringe Siedlungsspuren der chalkolithischen Epoche, jedoch keine der Bronzezeit. In den Epochen der klassischen Antike bietet sich uns das Bild einer für Karien typischen, dezentralen Siedlungsweise in kleinen, befestigten Siedlungen, die in regionalen Bünden organisiert waren. Für die Chersonesier war das politische Bundeszentrum das Hemithea-Heiligtum Kastabos, deren Kultinhaberin zugleich als Heilgöttin verehrt worden ist. Das entsprechende Zentrum der Apeiros ist bisher unbekannt. Diese Siedlungen entstanden in früharchaischer Zeit, davor dürfte es eine nomadisierende Bevölkerung gegeben haben, die in Notzeiten Fluchtburgen wie diejenige auf dem Eren Dağ aufsuchte. Anfang des 3. Jhs. v. Chr. wurden die bislang eigenständigen karischen Bünde der Chersonesos und der Apeiros zum Kern der Rhodischen Peraia, ihre Bewohner rhodische Bürger. In der gesamten Chersonesos wurden damals neue Gehöfte angelegt und die Berghänge terrassiert, um im großen Stil Wein für den Export zu produzieren. Die hellenistischen rhodischen Amphoren, die sich anhand ihrer Produzenten- und Epistatenstempel gut bestimmen und datieren lassen, wurden zu einem erheblichen Teil in dieser Region hergestellt. Bybassos wurde zu einem Exporthafen ausgebaut, wozu unterhalb der antiken Stadt ein großes Viertel mit Hafenspeichern errichtet wurde.
    Im 1. Jh. v. Chr. endet diese Blütezeit abrupt, als die Bewohner die Halbinsel verließen. Die Ursache dafür ist nicht eindeutig zu bestimmen, am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass durch die zu intensive Bewirtschaftung das labile natürliche Gleichgewicht der Chersonesos kippte. Die Erosion von den für die Landwirtschaft, die Brennöfen und Schiffe abgeholzten Bergen und das Versiegen der Quellen machte die Landschaft unbewohnbar, sodass die Bevölkerung gezwungen war, ihre Heimat zu verlassen. Erst in der Spätantike folgt eine erneute SIedlungsphase geringeren Umfangs, mit Siedlungen in Bybassos und auf dem Köklü Dağ, mehreren z. T. sehr großen Kirchen sowie einer Wiedernutzung einiger Gehöfte. Diese dauerte nur ca. vom 4.–6. Jh. n. Chr. und endete dann erneut. In spätbyzantinischer Zeit ist eine weitere Siedlungsphase zu beobachten, die überwiegend militärischer Natur ist und in Bybassos die Zitadelle, in Orhaniye die Festung auf der Kale Adası und eine weitere auf dem Kuletepe umfasst.

    Diese Forschungen wurden ermöglicht zum einen durch die Genehmigung der Antikendirektion am Kultur- und Tourismusministerium der türkischen Republik in Ankara, zum anderen durch die Finanzierung von seiten der DFG im SPP “Die hellenistische Polis als Lebensform” sowie durch TÜBİTAK. All diesen Institutionen möchten wir dafür unseren Dank aussprechen. Tatkräftige Unterstützung erfuhren wir von den Ministeriumsvertretern während der Kampagnen: Nizamettin Kara, Güner Sağır, Mustafa Akaslan, Muzaffer Doğanbaş, Fariz Demir, Güner Özler und Kemal Dedeoğlu Eine stets gute und gedeihliche Zusammenarbeit herrschte auch mit dem Museum Marmaris und seinen Direktorinnen Çiğdem Morçöl und Esengül Yıldız. Zu danken haben wir darüber hinaus Metin Kargın und seiner Familie, die uns während der Kampagnen in Hisarönü nicht nur unterbrachten und bestens verpflegten, sondern auch allerlei kleine Probleme zu lösen verstanden.
    Das Surveyteam basierte auf einer türkisch-deutschen Kooperation und umfasste Spezialisten aller für ein solches Projekt notwendigen Fachrichtungen: Klassische, Prähistorische und Christliche Archäologie, Architektur, Vermessung, Geophysik, Geographie, Restaurierung. Alle Mitarbeiter haben durch ihren Einsatz, der meist mit großer Hitze, bergigem Gelände und stachligen Büschen einherging, um den Erfolg des Unternehmens verdient gemacht. Nach Abschluss der Feldarbeit sollen die Ergebnisse nunmehr in einer Publikationsreihe vorgelegt werden.



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    2011 BYBASSOS YÜZEY ARAŞTIRMASI

    1.) Asartepe (BY-FS 86)

    a.) Yukarı şehir
    2011 yılı kampanyasında Asartepe‘de geçen yıl başlanan çalışmalar bitirilmiştir. Dijital topoğrafik arazi modeli tamamlanarak bazı eksik ölçüler alınmıştır. 2011 yılı çalışmalarında Asartepe’de bulunan yapıların tamamının fotoğrafları çekilmiş olup 9, 11 ve 15 nolu yapıların ve surun bir kısmının taş planı ve rölöveleri çizilmiştir.

    b.) Küçük Asartepe
    Küçük Asartepe’nin 2010’de başlatılmış dokümentasyonu bu sene tamamlandı. Geçen yıl tesbit edilen yaplara birkaç duvar – çoğu teras duvarları – ve mimari bulgu daha eklenmiştir. Bu alanda bulunan bazı doğal kaya mekanları, Chersonesos’un diğer yerleşimlerindeki gibi oda/mekan olarak kullanılmıs olabileceği sonucuna varılmıştır. Küçük Asartepe’deki yoğun bitki örtüsü nedeniyle sadece çok az yüzey keramiği ele geçmiştir. Küçük Asartepe’de bulunan yerleşim alanının ekonomisi hakkında, iki pres yatağı ve birkaç el değirmeni dışında bir bulgu ele geçmemiştir.

    c.) Aşağı şehir
    Küçük Asartepe ve Yukarı şehirin arasındaki bel üzerinde bulunan Aşağı şehir, buradaki çok sıkı orman ve çallı örtüsü yüzünden sadece kısmen tesbit edilebilmiştir. Kayaya oyulmuş bir sarnıcın yakınında yer alan 31 no’lu yapı, Yukarı şehirdeki yapı 1 gibi yumurta şekli bir planına sahiptir ve çok büyük ve kaba poligonal bloklardan inşa edilmiştir.
    Aşağı şehirdeki yapıların yapı tekniği, yukarı şehirin güneyindeki basıt yapılara benzemektedir. Kaçak kazı çukurlarındaki duvar kesitlerinde anlaşıldığı üzere duvarların iç yüzleri kısmen çok ufak taşlardan örülmüştür olup yüzeyde korunamamıştır. Yapılar, doğal araziye göre düzenlenmiştir. Bu bölgede, sadece iki yol tesbit edilebilmiştir. Birinci yol tapınak terasına doğru giderken diğeri – bugünkü patika gibi – yukarı şehire doğru yükselmektedir.
    Aşağı şehirin kuzeyinde bir mağara bulunmuştur. Antik dönemde burada bir kaynağın varolduğu düşünülmektedir. Mağaranın girişinde bir pyxis ve ince keramik parçaların bulunması – yukarı şehirin güneydoğusundaki mağaradaki gibi – dinî bir kullanımdan kaynaklanabilir. Benzer kalitede keramik diğer Aşağı şehir ve Küçük Asartepe’de bulunamamıştır. Mağaranın önündeki düz arazi, belki toplantı alanı olarak kullanılmıştır.

    d.) Tapınak Terası
    2010’de başlanan Tapınak terasının dokümentasyonu bu yıl tamamlanmıştır. Tapınak terasının yanında birçok yapı elemanı ve bazı taş objeler çizilmiş ve fotoğraflanmıştır. Tapınak, sıradışı bir plana sahiptir. Dışardan geniş bir Prostylos tipindeyken, içinde yan yana iki tane sella mekanları vardır. Kireçtaşından yontulmuş sütunlar sadece kabaca işlenmiştir. Yakınında kırmızı sıva parçaları bulundukları için, muhtemelen kırmızı sıva ile kaplanmış olmalıdır. Çok kaliteli duvarları, sivri uçlu murçla ince işlenmiş blok taşlardan oluşmaktadır. Çatısına ait birçok kiremit korunmuş olan tapınak, muhtemelen M.Ö. 6. yy.a tarihlendirmektedir.
    Tapınağın yakınında ayrıca bir stel parçası ve çok kaliteli bir mermer kabın parçası bulunmuştur. Tapınağın çoğunu tahrip eden kaçak kazıları, burada bulunan bir gözlük ile M.S. 20.yy.ın 80li yıllarına tarihlemek mümkündür.

    e.) Nekropol
    Nekropol, Asartepe’nin güney yamacından yaklaşık 160 x 70 m’lik bir alan kaplamaktadır. Bu alan, çok dik ve orman örtüsü altında bulunduğundan tesbit ve dokümantasyon çalışmaları çok zor olmuştur. Kaçak kazıların yüzünden, mezar bulguların koruma durumu genellikle çok iyi değildir ve mezar kaidelerin hiç birisi in situ olarak ele geçmemiştir. Mezar kaide ve teras blokları, nekropolün içindeki bir taş ocağından çıkarılmıştır. Ocağın içindeki dikey ve düz bir kayanın üzerinde, Karya alfabesinde yazılan üç satırlı bir kitabe bulunmuştur ki bu buluntu Chersonesos’ta bilinen ilk Karya kitabesi özelliği taşımaktadır.
    Chersonesos için tipik olan kademeli kaidelerin yanı sıra, birkaç teras duvarları, bir kaya mezarı ve bir mezar sunağı tesbit edilmiştir. Mezar sunağı, Küçük Asartepe’nin doğusunda, yerleşime giden modern (ve antik?) patikanın yanında bulunmaktadır. Bir teras duvarı üzerinde ve gösterişli bir kayanın yanındaki sunağın etrafında, bir ostotekin parçaları bulunmuştur. Dolayısıyla, sunak bir kutsal alana değil fakat bir mezara aittir. Özel yapı şekli ve diğer nekropolün uzağındaki pozisyonu, mezar sahibinin özel statüsünden kaynaklanıyor olmalıdır.

    2.) Kastabos, Hemithea Kutsal Alanı (BY-FS 66)

    Katsabos’taki çalışmalar, tiyatro ve tapınak terasında yoğunlaşmıstır. Ayrıca, 2006’da tesbit edilen diğer kutsal alandaki yapıların ek ölçüm ve çizimleri yapılmıştır.

    a.) Tiyatro
    Kutsal alanda, tapınak terasın güneybatısında antik bir tiyatro bulunmaktadır. Tiyatro, 1959 ve 1960 yıllarında İngiliz arkeolog J. M. Cook und W. H. Plommer tarafından incelenmiş ve Koilon’un güneydoğusunda bir kısım kazılmıştır. Bu çalışmalar hakkında, 1966’da yayınlanan „The Sanctuary of Hemithea at Kastabos“ kitabında, sadece birkaç cümle ve iki fotoğraf vardır. Yeni çalışmalarımızın hedefi, Koilon’un şekli, sahne binası, yapının boyutları ve kutsal alanındaki pozisyonu hakkında bütün mimari ve işlevi soruları idi.
    Sonuç olarak, Koilon’un doğu-batı yönünde, yaklaşık 29 metrelik bir çapı tesbit edilmiştir. Kuzey ve güneyinde, yan yana dizilmiş teraslar koilon’un üzerinde kurulmuştur. Dolayısıyla, ziyaretçilerin oturma sıralarından oluşan koilon uzun ve düzensiz bir şekil göstermektedir. Kuzey-güney yönünde ise koilonun uzunluğu 56 m’dir.
    Tiyatronun kuzey ve güneyindeki teraslar, tiyatrodan bağımsız yapılardır. Üzerinde kaba taşlardan oluşan ufak yapılar inşa edilmiştir. Teraslar ve tiyatronun kronolojik ilişkisi, kaymış toprakların yüzünden çözülememiştir.



    b.) Tapınak Terası
    Tapınak terasının üzerindeki çalışmalar, geçen kampanyalarda yapılan plan ve kesitlerin tamamlanması konusunda yoğunlaşmıştır. Genel planında, 2007–2010 arası tesbit edilen ve çizilen yapı elemanları ve numaraları kontrol edilmiş ve gerektiğinde tamamlanmış veya eklenmiştir. Ayrıca 156 yapı elemanı yeniden kataloğa eklenmiştir. Bunlardan 130’u tapınak terasındaki yapılara aittir.

    c.) Tapınak
    2008 ve 2009 yıllarında çizilen tapınağın dış rölövelerine bazı detaylar eklenmiştir. 2007’de çizilen bir Pronaos’un kesitinin yanı sıra, ayrıca 1:20 ölçekli sellanın bir kesiti ve bütün peripteros’un iki adet uzun kesitleri çizilmiştir.

    d.) Heykel buluntuları
    Tiyatronu sahne binasının batısında, yüzeyde gerçek boyutun iki katı olan dev bir mermer heykel başı bulunmuştur. Güneyde, tapınak terasının hemen altında, aynı boyutta bir mermer heykelin omuz kısmını bulunmuştur. Bu parça, aşağıda kabaca işlenmiş bir eklenti yeri göstermektedir. Dolayısıyla, başka bir malzemeden oluşan bir heykel gövdesine ait olmalıdır. Bu iki heykel parçası birleşmemelerine rağmen, aynı heykele de ait olabilirler. Bu heykel, akrolith tekniğiyle yapılmıştır. Bu teknik, ahşap, cam, metal vs.’den oluşan bir gövdeye, vücudun çıplak kesimlerinin (el, ayak, baş) mermerden yontularak eklenmesiyle yapılmaktadır. Bu tür heykeller antik dönemlerde sadece kült heykelleri olarak kullanılmıstır. 2011 yılında bulduğumuz bu heykel dev formatı nedeniyle Kastabos’un kült heykeli olmalıdır.
    Tiyatronun orkestrasındaki taşların arasında ayrıca, aynı şekil ve boyutlarda diğer bir mermer heykelin boynu bulunmuştur. Bu parça, diğer baş ve omuz heykel parçalarıyla birleşmemektedir. Dolayısıyla, kutsal alanda iki tane dev akrolith heykel olmalıdır. Bunlardan birisi, tapınağın içindeki Hemithea kült heykeli olmalıdır: Diğerin yeri ve işlevi tam belli değildir. İkinci heykel, tapınak terasının doğusundaki Naiskos’lardan birisinde kullanılmış olmalıdır.

    e.) Bütün kutsal alan
    2006 ve 2009’da ölçülmüş kutsal alanın genel planı, mümkün olduğu kadar tamamlanmıştır. Tapınak terasının doğusunda ve güneydeki modern ormanyolu üzerindeki yamaçta yer alan antik bulguların tesbiti ve ölçümü daha önce çok sıkı bitki örtüsü nedeniyle imkansızdı. Ormanyolu üzerindeki yamaçta bir tesbit gezisi sonucunda, beklendiğinden çok daha fazla duvar olduğu belirlenmiştir. Yapıların şekli, tiyatronun kuzeyindeki yamaca benzemektedir. Arazinin çok zor şartları yüzünden, bu duvarları ölçmek ve haritaya geçirmek mümkün olmamıştır.
    Tiyatronun güney ve kuzeyinde bulunan yapıların çizimleri tamamlanmış ve 1:50 ölçekli taş planları çizilmiştir.


    3.) Eren Dağ (BY-FS 104)

    2009 yılında keşfedilen Eren Dağ üzerindeki yapılar tamamen ölçülmüş ve fotoğraflanmıştır. Zirvedeki alanda, arkaik bir sur ile bir sığınma kalesinin varlığı belirlenmiştir. Bu tür sığınma kaleleri Karya için tipiktir. Kaba taşlardan örülmüş surlar, kuzey ve doğu tarafında 140 m uzunluğunda takip edilmiştir. Güney yönünde ise buradaki çok dik kaya uçurumu nedeniyle savunma duvarı kullanılmamıştır. Savunma yapısının içinde iki ev tesbit edilmiş olup yüzeyde keramik hemen hemen yoktur.

    Eren Dağ’ın kuzeybatısındaki zirve üzerindeki muhtemelen Helenistik döneme ait olan sunak detaylı bir şekilde çizilmiştir. 67 yapı elemanı ölçülü kroki ile çizilerek fotoğraflanmıştır. Sunağın hiç bir bloğu in situ olarak korunmadığından sunağın bir rekonstrüksiyonunu oluşturmak mümkün olmamıştır.


    4.) Diğer Buluntular

    Orhaniye’de, 2006 ve 2008’de tesbit edilen iki buluntu yeri ölçülmüştür. (BY-FS 61, FS 84). Bunlardan birisi bir mağara ve ilişkili olduğu düşünülen birkaç duvar ve sarnıç, diğeri ise bir kutsal kaya alanıdır.


    5.) Bizans Dönemine Tarihlenen Buluntular

    a.) Kale Adası BY-FS 65
    Orhaniye Koyu’nda bulunan Kale Adası üzerinde Bizans Dönemi’ne tarihlenen bir kale bulunmaktadır. Buradaki çalışmalarımızda bulguların kroki çizimleri, fotoğrafları ve ölçümleri yapılmıştır. Sonuç olarak, dijital arazi modelinin içinde bütün duvar ve bulgular haritalara işlenmiştir. Bunların arasında, yukarı kale suru, aşağı kale suru (kapılar, merdiven vs. dahil) ve surların içinde bulunan 20 yapı tesbit edilmiştir. Yapılara ait girişler detaylı olarak çizilmiştir. Bunların arasında, iki sarnıcın iç mekanları çapraz kesitleri ile ölçülmüştür. Bir tek nefli kilisenin kuzey duvarı iyi korunmuş olup çatı konstrüksiyonun izlerini göstermektedir. Surların içinde birçok yapı tesbit edilmiştir. Bu yapıların incelenmesi sonucunda kalenin kullanımı, işlevi ve tarihi hakkında sonuçlara ulaşılacaktır. Bir istisna hariç bütün yapılar dikdörtgen planlıdır. Duvarlar genellikle harçlı ve küçük kaba taşlardan oluşmaktadır. Yapı tekniği olarak duvarlarda taşların arasında kiremit parçaları sıkıştırıldığı izlenmektedir. Yapılarda, özellikle de kapılarda devşirme malzemesi kullanılmıştır.
    Bunların yanı sıra, kale surlarının dışındaki sahilin çevresi de araştırılmıştır. Burada liman olarak tesbit edilen taş yığınları ve yığın şeklindeki bir teras ölçülerek fotoğraflanmıştır. Yüzey keramik buluntuların arasında, yapılara ait birçok çatı kiremiti ve sırlı geç Bizans keramikleri bulunmaktadır.

    Geçen yıl tesbit edilen ve ölçülen, Turgut koyundaki kilisede (BY-FS 126 ve 127) kroki ve fotoğraf çalışmaları tamamlanmıştır. Ayrıca çiftlik BY-FS 26’da işlevi bilinmeyen, dikdörtgen bir yapı tesbit edilerek ölçülmüştür.


    6.) Çiftlikler

    Orhaniye köyünün mahallelerinde devam edilen tespit gezileri sırasında yamaçlarda antik paralel tarım teras sistemlerinin yanı sıra günümüzde kullanılan, yarım daire şeklinde zeytin teraslarına ve farklı dönemlere ait olan yapı kalıntılarına rastlanmıştır. Duvar tekniğine göre bazı çiftliklerin Hellenistik ve Erken Bizans dönemlerine ait iki evre tespit edilmiştir ve yüzeyde bulunan küçük buluntularla desteklenmektedir. Yapılan tespit gezileri sırasında kış mevsiminde tepelerden akan sel sularının yamaçlarda inşa edilmiş duvarlar için tahrip nedeni olduğu görmektedir. Antik duvarların dış yüzü zamanla tahrip görünce, duvarların iç yüzü yer yer gözükmektedir ve terasların kalınlığı 1 metre olarak ölçülmüştür. Bu bölgenin Helenistik dönemi için karakteristik, oldukça sağlam bir duvar yapısına sahip olan ve kısmen çok büyük bloklardan inşa edilmiş duvarların tepelere bakan iç yüzlerinin daha küçük boyutlu taşlardan yapıldığı tespit edilmiştir. Antik duvarların kaliteli işçiliği modern, küçük boyutlu taşlardan yapılan, hafif bükülmüş olan ve kavis şeklinde uzanan tarım teraslarından ayrılmaktadır. Terasların tarımsal faaliyetlere ilişkin oldukları, bağlı olan işlik kalıntılarından anlaşılmaktadır. Beş kampanyanın sonucunda yerleşimlerin dışında 13 adet pres ağırlık taşı ve 10 adet pres yatağı ve pres elemanları envantere eklenmiştir. İki pres alanının taş planlarını da çizildi. Bu bütün pres elemanlarını kapsayan tipolojik çalışma sürmektedir. 2009 kampanyasında ayrıca önceki yıllarda araştırılan, fakat çalışmaları henüz bitirilmemiş Kızılbağlık Ovasında bulunan 5 tane buluntu yerlerinde gereken ölçüm, çizim ve fotoğraf çalışmaları da yapıldı.
    Karia Chersonesos’un antik dönemlerde tarımsal, endüstriyel faaliyetler ve organizasyon ile ilgili bilgilere ulaşmaya yönelik araştırmalarımızın sonucunda bu bölgenin kırsal yerleşim sistemleri ve arazi kullanımı şekli hakkında çeşitli bilgiler elde edilmiştir. Hellenistik dönemde başlatılan tarım - özellikle bağcılık - sektörüne yatırımın sonucu inşa edildiği neredeyse bütün yamaçlarda teras sistemlerine rastlanmıştır. Teraslarda hem yapılaşmasında hem de bağın işlenmesinde harcanan yüksek çabayla bu yoğun arazi isleme yöntemi daha üretim fazlasına yol açmıştır. Böylece Hellenistik dönemde işletilen çiftlikler bölgenin ekonomisine önemli katkıda bulunmuştur

    7.) Bybassos 2005–2011 Yüzey Araştırması Sonucu

    Yedi kampanyadan sonra, Bybassos yüzey araştırmasının arazi çalışmaları sona ermiştir. Yaklaşık 150 km2‘lik alanın güneyi, antik Chersonesos, kuzeyi antik Apeiros bölgesine aittir. Bu alanda beş antik yerleşim (Bybassos, Köklü Dağ, Kargıcak Tepesi, Kapıcıkada ve Asartepe) araştırılmıştır. Çok detaylı bir çalışma, Kastabos Hemithea kutsal alanında gerçekleştirilmiştir. Burada, 1959/1960 yıllarında Cook ve Plommer tarafından yönetilen İngiliz kazıların sonucu olarak yayınlanan kitaptaki (“The Sanctuary of Hemithea at Kastabos”) çizim ve rekonstrüksiyonların yetersiz olduğu ortaya çıkarılmıştır. Yaptığımız çalışmalarda modern standardlara göre bir dokümantasyon hazırlanmıştır. Eski tapınak ve tapınak terası rekonstrüksiyonu, önemli noktalarda düzeltilmiştir. Ayrıca, ilk kez bütün kutsal alan araştırılarak tiyatronun plan ve rölövesi çizilmiştir. Chersonesos ekonomisi hakkında ayrıca çiftlikler ve tarla terasları önemli sonuçlar vermiş olup Hellenistik döneme ait yoğun bir şarap üretimin varlığı tesbit edilmiştir. Buna bağlı bulgular, şarap ihracı için amphoralar üreten çömlekçi atölyeleri ve Bybassos’taki büyük bir ihracat limanıdır.

    Bu bulgular bize bölgenin antik dönemindeki yerleşim tarihi hakkında artık net bir sonuç vermiştir. İlk yerleşim izleri Kalkolitik Döneme aittir, fakat Tunç Çağı buluntuları bölgede eksik olup bir Hiatus’a işarettir. Bölgede Klasik antik dönemler için, Karya için tipik olan yerleşim gelenekleri izlenmektedir. Küçük fakat surlarla çevirili yerleşimler, bölgesel birliklerde organize edilmiştir. Bunların siyasi merkezi, yerleşimlerin dışındaki kutsal alanlar olmalıdır. Chersonesos için, siyasi merkez Kastabos idi. Kastabos’un sahibi Hemithea‘ya aynı zamanda sağlik tanrıcası olarak da tapınılmıştır. Apeiros’un siyasi merkezi ise henüz tesbit edilememiştir. Yerleşimler, erken arkaik dönemde ortaya çıkmıştır. Bundan önce muhtemelen göcebe olarak yaşayan topluluklar tehlikeli durumlarda Eren Dağdaki gibi sığınma kalelerini kullanmış olmalıdır.
    M.Ö. 3. yüzyılda, daha önce bağımsız olan Karya birlikleri Chersonesos ve Apeiros, Rodos’un Peraiası olarak Rodos devletinin bir parçası olmuş, burada yaşayanlar Rodos’un vatandaşlığını almışlardır. Bütün Chersonesos’ta yeni çiftlikler kurulmuş, dağların yamaçları da mümkün olduğu kadar teraslanmıştır. Bunun hedefi, özellikle ihraç için şarap üretimi idi. Üretici ve yönetici mühürleriyle iyi tarihlendirilen Hellenistik Rodos amphoralarının ciddi bir payı bu bölgede üretilmiştir. Bybassos’un limanı ihracat için genişletilmiş ve şehirin altında büyük bir depo mahallesi inşa edilmiştir.
    M.Ö. 1. yy.da bu parlak dönem birden sona ermiş olmalıdır. Chersonesosluların Yarımadayı terk ettikleri anlaşılmaktadır. Bunun nedeni muhtemelen doğanın fazla yoğun kullanımı idi. Yamaçlardan tarlalar, çömlekçi fırınlar ve gemiler için ağaçlar kesilmiştir. Bu ciddi bir erozyonun ve kaynakların kurumasına neden olmuştur. Dolayısıyla, Chersonesoslular yarımadalarında artık yaşayamamışlar.
    Yaklaşık 400 yıllık bir Hiatus’tan sonra, geç antik/erken Bizans döneminde yeni bir yerleşim evresi tesbit edilmiştir. Bybassos ve Köklü Dağ yerleşimleri küçük bir boyutta tekrar kullanılmış olup kısmen çok büyük kiliseler inşa edilmiştir. Bazı antik çiftikler de tekrar kullanılmıştır. Bu evre yaklaşık 4. yy. dan 6. yy.a kadar sürmüş ve tekrar bitmiştir. Geç Bizans döneminde yine bir yerleşim evresi başlamıştır. Bu evre, özellikle askeri karakterde olup Bybassos iç kalesi, Orhaniye’de Kale Adası ve Kuletepe’deki kaleyi kapsamaktadır.

    Bu araştırma, T.C. Kültür ve Turizm Bakanlığı Kültür Varlıkları ve Müzeler Genel Müdürlüğü izni ile gerçekleştirilmiştir. Finans desteği, hem DFG (destek programı: SPP “Die hellenistische Polis als Lebensform”) hem de araştırma kapsamında gerçekleştirilen bir proje sayesinde TÜBİTAK tarafından sağlanmıştır. Bütün bu kurumlara teşekkürlerimizi sunarız. Kampanyalar sırasında, bakanlık temsilcileri bizi her bakımdan desteklediler: Nizamettin Kara, Güner Sağır, Mustafa Akaslan, Muzaffer Doğanbaş, Fariz Demir, Güner Özler ve Kemal Dedeoğlu. Güzel ve verimli bir işbirliği ayrıca Marmaris Müzesi ve müdireleri Çiğdem Morçöl ve Esengül Yıldız’la yaşadık. Metin Kargın ve ailesi kampanyalar sırasında bizim barınma ve beslenme problemlerimizi çözmekle kalmadı karşılaşılan beklenmedik sorunların çözümlerinde de destekçimiz oldular.

    Araştırma heyeti, Marburg Üniversitesi ve Ege Üniversitesi’nden bir Türk-Alman kooperasyonu üzerinde kurulmuştur. Her iki üniversite de bize proje odaları sağlamış ve çalışmalarımızı kesintisiz sürdürmemize yardımcı olmuşlardır. Heyette proje için gereken tüm uzmanlar yer almıştır: Klasik Arkeoloji, Prehistorya, Bizans Arkeolojisi, Mimarlık tarihi, Jeodezi, Jeofizik, Coğrafya, Restorasyon. Bütün ekip üyeleri, sıcak güneşin altında, dik dağlarda ve dikenli çallıların içinde çok yoğun çalıştılar. Projenin başarısında herkesin önemli bir payı bulunmuştur. Arazi çalışmalarının bitiminden sonra sonuçlar artık monografik bir yayın dizisi olarak yayınlanacaktır.

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    Letzte Änderung: 15.04.2012