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Poleis in Koina
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Poleis in Koina.
Untersuchungen zu den Auswirkungen von bundesstaatlichen Organisationsformen auf die politischen, ökonomischen, religiösen und städtebaulichen Strukturen in den griechischen Poleis der hellenistischen Zeit.

Die hellenistische Zeit ist die Epoche der griechischen Bundesstaaten. Ihnen kommt in dem Beziehungsgeflecht, in das die politischen Akteure der Zeit eingebunden sind, neben den vielen Poleis, den hellenistischen Monarchien und Rom eine wichtige Funktion zu. In Griechenland waren seit dem Beginn des 2. Jh. v. Chr. fast alle Poleis in Koina eingegliedert. Ziel des Projektes ist es herauszuarbeiten, welche politischen, sozialen, ökonomischen und religiösen Konsequenzen es für einen Polisverband mit sich brachte, wenn er Mitglied eines Bundesstaates wurde. Darüber hinaus soll in den Blick genommen werden, in welcher Weise übergeordnete „bundesstaatliche“ Strukturen auf siedlungspolitische Veränderungsprozesse in Bundespoleis einwirkten. Des
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weiteren wird danach gefragt, inwieweit in den Poleis selbst Reaktionen auf die Einwirkungsstrategien der Bünde erkennbar sind, die auf die Bewahrung von eigenständigen Konzeptionen im politisch-gesellschaftlichen Bereich zielten. Im Anschluß daran soll in weiterführenden Studien untersucht werden, wie Hellenistische Dynasten und dann auch Rom in die Belange der Bundesstaaten und einzelner Bundespoleis im Sinne der gerade entwickelten Fragestellungen eingegriffen haben. Der innovative Ansatz des Projektes besteht darin, daß konsequent die Binnenstruktur der Poleis und ihre Entwicklungslinien unterhalb der Bundesebene in den Blick genommen wird. Einerseits sollen die integrativen, auf Stabilität zielenden Entwicklungen, andererseits die Wandlungsprozesse im soziopolitischen Bereich vor dem Hintergrund der veränderten außenpolitischen Rahmenbedingungen herausgearbeitet werden, um damit einen Beitrag zu dem zentralen Thema des Schwerpunktprogramms zu leisten.


HD Dr. Klaus Freitag
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Seminar für Alte Geschichte/Institut für Epigraphik
Domplatz 20-22
48143 Münster
Tel.: 0251/83-24367
Fax: 0251/03-24365
freitag@uni-muenster.de



Letzte Änderung: 18.09.2006