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Laufende Arbeiten
Kampagnen 2010
2010
fanden eine Kampagne, die ausschließleich für Prospektionen genutzt wurde, im
Frühjahr vom 9. bis 24. Mai und die
große Sommerkampagne vom 28. August bis 26. September statt.
Stadtpläne, Bauaufnahmen und Oberflächenfunde
Im
September wurde in den Städten Samikon, Platiana, Lepreon, Vrestos und Anilio
an den Stadtplänen und an detailierten Bauaufnahmen gearbeitet. In allen
Städten wurde die Oberflächenkeramik beobachtet und einzelne diagnostische
Scherben eingesammelt.
Samikon
In
Samikon wurden die Stadtplanaufnahmen im Maßstab 1:1000 des Vorjahres anhand
der einzelnen Mauerblätter überprüft und korrigiert. Zusätzlich wurden
Bauaufnahmen im Felsgebiet südlich der Stoa im Maßstab 1:50 durchgeführt. Die Türme 4, 5, 6 und 7 wurden in Grundriß und
Ansicht im Maßstab 1:50 gezeichnet.
Neben
der Oberflächenkeramik, die meistens in hellenistische Zeit datiert, wurden 6
Webgewichte und eine elische Münze mit der Darstellung eines Pferdes aus dem 4.Jh.v.Chr.
gefunden.
Platiana
In
Platiana wurden die Stadtplanaufnahmen im Maßstab 1:1000 des Vorjahres anhand
der einzelnen Mauerblätter überprüft und korrigiert. Zusätzlich wurden
Bauaufnahmen im Gebiet des Theaters, der großen Zistern und der byzantinischen
Kirchenruine im Maßstab 1:50 durchgeführt.
In
Platiana wurden erstmals auch prähistorische Scherben gefunden, die eine
Besiedlung belegen, die wesentlich älter ist als die
spätklassisch-hellenistische Stadt.
Lepreon
In
Lepreon wurden Bauaufnahmen im Maßstab 1:50 nur im Bereich der Stadtmauer durchgeführt.
Vrestos
In
der antiken Ortschaft bei Vrestos konten die Arbeiten der letzten beiden
Kampagnen am Stadtplan abgeschlossen werden. Zusätzlich wurden die Türme 2, 6
und 7 in Grundriß und Ansicht im Maßstab 1:50 gezeichnet.
Anilio
In
der Befestigung oberhalb der modernen Ortschaft Anilio wurden an der Mauer der
Oberburg und an einem Turm der unteren Befestigung an zwei ausgewählten Stellen
kurze Mauerabschnitte vom Versturz gereinigt und im Maßstab 1:50 gezeichnet.
Neben
wenigen prähistorischen Scherben, die eine sehr frühe Nutzung des markanten
Felsen belegen, wurde nur Kermik aus byzantinischer Zeit gefunden. Der
wichtigste Fund ist eine Silbermünze mit der Darstellung eines christlichen
Kreuzes.
Prospektionen
Vrina
In
Vrina wurde die Peribolosmauer eines Grabbezirkes mit den dahinter liegenden
Kistengräbern besucht. Oberhalb der Nekropole sind Abschnitte einer antiken
Straße mit einer Pflasterung aus großen Steinen zu erkennen. Die Straße wird
Samikon mit Gryllos verbunden haben.
Gryllos
Auf
dem Plateau südlich der modernen Ortschaft Gryllos lag eine antike Siedlung,
die nach den Oberflächenfunden von mykenischer bis hellenistischer Zeit existierte.
Hier könnte die antike Siedlung Hypana gelegen haben.
Smerna
Auf
der Spitze des Lapithasgebirges oberhalb des Grottenheiligtums der Panagia
wurde sehr wenig unbestimmbare Keramik beobachtet. In der Hochebene
nordwestlich und auf dem Hügel nördlich des modernen Dorfes Smerna wurde keine
Keramik gefunden. Hier scheint keine antike Siedlung existiert zu haben.
Minthi
- Alvena
Auf
der höchsten Stelle des Minthigebirges (1221 m) wurde ein etwa 8x8 m messendes
Fundament entdeckt, das vielleicht zu einem großen Zeusaltar gehört haben kann.
Das Fundament wird heute zum Teil von der Ruine einer byzantinischen Kapelle
bedeckt. Keramik konnte nicht beobachtet werden.
Auf
der östlich vom Minthi gelegenen Spitze (1000 m), die Alvena genannt wird, sind
außer der mittelalterlichen Befestigung keine antiken Reste gefunden worden.
Epitalion
Das
große Plateau nordwestlich des Kloster Zoodochos Pigis ist übersät mit
Grobkeramik, Dachziegelfragmenten und sehr viel Keramik aus spätklassischer und
hellenistischer Zeit. Hier muß die antike Stadt Epitalion gelegen haben.
Die
homerische Siedlung Thryon muß weiter westlich in der Umgebung der Kirche
Aghios Elias lokalisiert werden. Dort wurden einige prähistorische Scherben
beobachtet.
Phrixa
Auf
dem 304 m hohen Hügel Paliophanaro nördlich des modernen Dorfes Phrixa wurden
neben Scherben klassischer Zeit, einige Muschelkalkquader und ein großes
Fragment eines korinthischen Flachziegel von sehr guter Qualität gefunden. Da
solche Ziegel nur zur Eindeckung öffentlicher Bauten oder Tempel bebraucht
wurden, könnte dort der bei Pausanias (VI 21,6) erwähnte Tempel der Athena
Kydonia von Phrixa gelegen haben.
Aghios
Elias (bei Giannitsochori)
Bei
der Kirche Aghios Elias des gleichnamigen Ortes wurden mehrere große
Muschelkalkquader, viele lakonische Dachziegelfragment und Feinkeramik aus
klassischer Zeit gefunden. Vielleicht lag hier Pyrgos, die südlichste Polis
Triphyliens, zu der der große Athenatempel von Prasidaki als außerstädtisches
Heiligtum gehört haben könnte.
Lepreon
Bei
Begehungen mit den ortskundigen Herren Antonopoulos und Prokopis im Gebiet östlich
der modernen Stadt Lepreon konnten mehrere Gräber, eine Zisterne und ein
Steinbruch besichtigt werden.
Geobohrungen
Das
Gelogenteam von Prof. Vött der Universität Köln hat für das Triphylienprojekt
in diesem Jahr drei Bohrungen unterhalb von Samikon durchgeführt. Die Frage
war, wo der Hafen von Samikon lag und ob die Hügelgruppe Kleidhi in der Antike
Inseln waren oder nicht. Eine Bohrung in der großen Senke nördlich der antiken
Stadt ergab, dass dort in historischer Zeit das Meer nicht so weit in das
Landesinnere reichte. Dort war also nicht der Hafen der Stadt, wie er von
Strabon 8,3,17 im Norden von Samikon lokalisiert wurde, sondern eher fruchtbare
Felder.
Die
Bohrungen südlich und westlich von Kleidhi zeigten, dass die Hügelgruppe mit
dem Festland in Verbindung stand, also wie eine Landzunge in das Meer ragte.
Geophysik
Geophysikalische
Untersuchungen mit Bodenradarmessungen wurden in dieser Kampagne von der
Freiburger Firma GGH von Christian Hübner in Platiana und Lepreon durchgeführt.
Von
den vier Messungen in Platiana erbrachte nur die Untersuchung des
Akropolisplateaus verwertbare Ergebnisse. Dort wurde der Grundriss eines etwa
6x6 m messenden Gebüdes sichtbar.
In
Lepreon wurden zwei Stellen mit dem Georadar untersucht. Im Gebiet nördlich des
Demetertempels konnten keine Spuren von Gebäuden entdeckt werden. Nördlich der
Toranlage, die in ein Bauerhaus umgebaut wurde, ist der oberirdisch nicht mehr
sichtbare Verlauf der Stadtmauer klar zu erkennen.
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Kampagne vom 29.08. – 27.09.2009
In der vierwöchigen Herbstkampagne
wurde vor Ort in Platiana, Samikon, Lepreon, Vrestos, Anilio und Tripiti sowie
in den Fundmagazinen des Museums von Olympia mit einer Gruppe von insgesamt 19
Mitarbeitern der Fachrichtungen Architektur, Archäologie und Geodäsie
gearbeitet.
In Vrestos, wo wir im Vorjahr
erst mit der Stadtplanaufnahme im Bereich der Stadtmauer begannen, wurde die
gesamte oberirdisch sichtbare Architektur innerhalb der Mauer aufgenommen. In
den drei Städten Platiana, Samikon und Lepron wurden die in den Vorjahren
erstellten Stadtpläne überprüft und ergänzt. Zusätzlich wurden in diesen
Städten an ausgewählten Stellen mit Baufaufnahmen im Maßstab 1:50 begonnen, um
unklare chronologische Bauabfolgen und -zusammenhänge zu klären. Parallel
arbeitete eine Architektengruppe an der Beschreibung und Aufnahme der Stadtmauern
aller Poleis.
Oberflächenbegehungen fanden in
den genannten Städten und erstmals im sog. Kastro von Anilio sowie in Tripiti
statt. Die neue Fundkeramik und die Auswertung der Funde älterer Ausgrabungen
ergaben, dass Platiana und Samikon Neugründungen des Triphylischen Bundes aus
dem frühen 4. Jh.v.Chr sind. Auch Vrestos scheint in diesen Zeitraum zu fallen,
bedarf jedoch weiterer Untersuchungen. Die Befestigung von Lepreon mit dem
Demetertempel und auch die erstmals untersuchte Stadt bei Tripiti stammen aus
spätarchaischer Zeit. Die Burg oberhalb des Dorfes Anilio lieferte bislang
keine datierbaren Funde.
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Kampagne vom 15.03. – 27.03.2009
Wie geplant fand in diesem Frühjahr eine zweiwöchige
Geophysikkampagne in Skilloundia und Babes statt. Nach den letzten
geophysikalischen Untersuchungen im Herbst 2008 wurde erwartet, dass der im
Frühling wesentlich feuchtere Boden bessere Ergebnisse bring.
Tatsächlich zeigen die elektrischen Widerstandsmessungen im südlichen
Bereich des vermuteten Stadtgebietes von Makistos (heute Skilloundia) ein
rechteckiges Raster, welches einem Straßensystem einer klassischen Polis entsprechen
könnte. Deutlich zu erkennen wären demnach eine Hauptstraße und mehrere
schmalere Nebenstraßen. |
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Makistos Geophysik 2009
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Kampagne vom 25.08. – 08.10.2008
In der ersten Woche der Herbstkampagne 2008 wurden in den Städten im Norden Triphyliens Babes und Skilloundia geophysikalische Untersuchungen durchgeführt, um die Surveyergebnisse von 2006 zu ergänzen. In Skilloundia wurden die Bereiche unterhalb der Akropolis und unterhalb der byzantinischen Kirche Radar, Geoelektrik und Magnetische Verfahren angewandt. Wie bei den ersten Testuntersuchungen im Stadtgebiet 2006 konnten auch in diesem Jahr wenig Anomalien sichtbar gemacht werden, die Hinweise auf antike Siedlungsstrukturen geben können. Die neuzeitlichen Planierungen und Terrassierungen für Olivenbaumkultur waren wahrscheinlich so weitreichend, dass Fundamentreste der antiken Stadt vollständig beseitigt wurden. In Babes wurden ergänzend zu den Untersuchungen im letzten Jahr die Terrassen im nördlichen Teil des Stadtgebietes durchgeführt. Da in den neuzeitlichen Terrassenmauern viele antike Quader, Fragmente von Gebrauchskeramik und Kleinfunde aus dem Hausgebrauch gefunden wurden, muss dieser Bereich noch Teil des antiken Siedlungsgebietes gewesen sein. Als Ergebnis der Untersuchungen mit Radar, Elektrik und Magnetik kamen Strukturen zum Vorschein, die von antiken Siedlungsspuren stammen könnten aber in der Nachbereitung noch weiter ausgewertet werden müssen. Um die geophysikalischen Arbeiten in diesen Stätten vollständig abzuschließen ist eine kurze Arbeitskampagne im Frühjahr 2009 geplant. Es ist zu erwarten, dass ein feuchterer Boden eine bessere Lesbarkeit seiner Zusammensetzung gewährleistet.
Ein umfassender Arbeitsbereich waren in diesem Jahr die Stadtplanaufnahmen der Städte im Lapithosgebirge Samikon im Westen und der antiken Stadt oberhalb von Platiana im Osten sowie von den Siedlungen Lepreon und Vrestos im Süden von Triphylien. Mit einer Gruppe von 15 Leuten (Studierenden der Fächer Archäologie und Architektur und den Geodäten des Lehrstuhls für Vermessungskunde der BTU-Cottbus) wurden alle oberirdisch sichtbaren Informationen der Städte zusammengetragen. Mauern mit Tachymeter und GPS eingemessen, Oberflächenfunde aufgenommen und detaillierte Beobachtungen in Baubeschreibungen und einer Photodokumentation festgehalten. Ergebnis dieser vierwöchigen Arbeit waren drei vollständige Pläne im M 1:1000 von Samikon, Platiana und Lepreon, und ein unvollständiger von Vrestos, da die große Ausdehnung überraschend war und der vollständige Stadtmauerverlauf erst durch den Waldbrand im Sommer 2007 freigelegt war.
Untersuchung der Funde aus den älteren Grabungen vor 2002.
In der diesjährigen Sommer-Kampagne wurde in den Magazinen des Museums von Olympia Keramik der Fundorte LEPREON, PLATIANA, SAMIKO, und VRESTOS bearbeitet. Es handelt sich dabei vorwiegend um Material aus Grabungen des griechischen Antikendienstes, die vor 2002 durchgeführt wurden.
Desweiteren wurden 57 Objekte in einen Katalog aufgenommen, die während der Geländeuntersuchungen gefunden wurden, darunter 4 Münzen und 1 Skarabäus. Diese Objekte wurden photographiert und die wichtigsten Stücke gezeichnet. Es handelt sich um Funde aus LEPREON, PLATIANA, SAMIKO, VRESTOS, TRIPITI und SKILLOUNDIA bzw. BABES.
Die Fundauswertung zeigt, dass Lepron seit geometrischer Zeit, Skilloundia und Babes seit spätarchischer Zeit besiedelt war. Aus den Städten Platiana und Samikon hingegen stammen keine Funde, die vor 400 v. Chr. datiert werden können.
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GPS-Messung auf der Akropolis
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Vorbereitungen für das Laserscanning
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Dokumentation der Scherbenfunde
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Kampagne vom 20.08. – 28.09.2007
In der zweiten Kampagne vor Ort vom 20.08. – 28.9.2007 sollten vornehmlich Stadtplanaufnahmen im M 1: 1000 in den Städten Samikon, Platiana und Lepreon durchgeführt werden. Die Arbeiten vor Ort begannen am 20.8.2007, mussten aber wegen Problemen mit der Genehmigung zunächst unterbrochen werden. Erst nach drei Tagen konnten die Arbeiten fortgeführt werden, die aber schon am gleichen Tag aufgrund der verheerenden Waldbrände abgebrochen werden mussten. Durch die Waldbrände war Triphylien in besonderem Maße betroffen, so dass an eine Fortführung der Kampagne nicht zu denken war. Nach einigen Übernachtungen in Notquartieren konnte die Mannschaft das Katastrophengebiet glücklicherweise verlassen und nach Deutschland zurückkehren.
Die Untersuchungen in den ersten beiden Kampagnen in Triphylien 2006 und 2007 haben gezeigt, dass es mit den eingesetzten Methoden möglich ist, den Wissenstand über Größe, Aufbau und Struktur der triphylischen Städte zu erweitern. In Skilloundia zeigen die Größe des Siedlungsgebietes und die Qualität der Funde im Stadtgebiet, dass es sich um ein bedeutendes städtisches Zentrum gehandelt haben muss. Ein Peripteros auf dem Akropolishügel aus spätarchaischer Zeit, zeigt, dass dieses Zentrum vermutlich schon ab dem späten 6. Jh.v.Chr. bestand. Die reichen Funde aus den Nekropolen, der Ausbau des Tempels mit Marmordach und Giebelskulpturen und die Feinkeramik im Siedlungsgebiet lassen auf ein selbstbewußtes Bürgertum schließen, das die Möglichkeiten der Repräsentation im privaten und öffentlichen Raum suchte. Im Gegensatz dazu gibt es bei den Nachbarorten Babes und Phrixa weder Monumentalarchitektur noch reich ausgestattete Privathäuser. Der Befund in Babes deutet auf eine ländliche Ansiedlung, die zu der in der antiken Literatur überlieferten Chora von Makistos gehörte. Sie muss aber dennoch einen gewissen Stellenwert gehabt haben, da sie ein rechtwinkliges Siedlungsraster besaß und über die Ausrichtung der beiden peripher gelegenen Heiligtümer die Beziehung zu Samikon und Olympia herstellte.
Die Orte Samikon und Platiana auf dem Kamm des Lapithosgebirges unterscheiden sich von Makistos und seiner Chora deutlich durch ihre markante Lage und starken Ummauerungen. Es scheint, dass bei der Wahl des Siedlungsplatzes und der Anlage der Bauten nicht funktionale sondern repräsentative, auf Fernwirkung zielende Absichten ausschlaggebend waren, wie sie später für Stadtanlagen des Hellenismus üblich werden sollten. Auch das Theater in Platiana folgt mit seinem steinernen Bühnengebäude hellenistischen Vorstellungen. Das Peristylhaus zeigt zudem, dass auch in den stark befestigten Poleis Elemente hellenistischen Wohnungsbaus Einzug gehalten haben. Mit den Fundbeobachtungen in Makistos und der Aufnahme der Bauten in Platiana wurden in den ersten beiden Projektjahren einige wesentliche Faktoren herausgearbeitet, die sich als Zeichen des Umbruchs zwischen spätklassischer und frühhellenistischer Zeit interpretieren lassen.
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Platiana-Akropolis-Sep07
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Samikon-Stadtgebiet-Aug07
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Lepreon-Befestigungsmauer-Se
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Kampagne vom 14.08. – 11.09.2006
In der ersten Kampagne vor Ort vom 14.08.-11.09.2006 wurden Arbeiten in Skilloundia (das antike Makistos) und Babes durchgeführt. Mit einer Arbeitsgruppe aus einem Vermessungsingenieur, Geophysikern, Archäologen und Architekturstudenten wurden alle oberirdisch sichtbaren Reste, wie Mauerzüge, Bauglieder, Terrassenmauern, Kleinfunde, etc. aufgenommen. Die Bauaufnahme erfolgte teilweise als Skizze, als steingerechtes Aufmaß oder mit GPS. Erste geophysikalische Prospektionen wurden an einzelnen Stellen in Babes und Skilloundia durchgeführt. Ihre Ergebnisse zeigen, dass der Einsatz dieses Verfahrens an vielen Stellen im antiken Siedlungsgebiet möglich ist und hier zu einer weiteren Verdichtung der Informationen über den antiken Stadtplan führen kann. Parallel zu den Arbeiten im Gelände wurden die Funde der älteren Ausgrabungen in Skilloundia und Babes bearbeitet. Unsere Untersuchungen im Gelände erbrachten, dass das Siedlungsgebiet von Makistos eine enorme Ausdehnung besitzt. Die bedeutende Rolle im triphylischen Städtebund, die dieser Polis in der antiken Überlieferung zugeschrieben wird, kann so durch die Ergebnisse des Stadtsurveys untermauert werden. Zu dem gleichen Ergebnis kommt die Auswertung der Funde von zwei zum Teil reich ausgestatteten Nekropolen der Stadt. Die kleine Siedlung bei Babes mit zwei kleinen Tempeln, die nur 4 km von Makistos entfernt liegt, kann dagegen keine eigenständige Polis gewesen sein, sondern eher eine ländliche Siedlung in der Chora von Makistos.
Die gemessenen Daten aus Babes und Skilloundia wurden in einem digitalen Gesamtplan zusammengetragen und zusammen mit den Ergebnissen der Untersuchungen der Funde aus den Magazinen ausgewertet. Bauaufnahmen im M 1:50, Einzelaufnahmen, Fundblätter und Beschreibungen wurden ebenfalls in den Autocadplan auf verschiedenen Layern eingelesen, um alle Informationen zu einem Ort über diese Gesamtkartierung abrufen zu können. Die Autocadzeichnung soll demnächst in ein GIS überführt werden.
Basierend auf der Entwicklung webgestützter Datenbanken und Geoinformationssysteme der Lehrstühle Baugeschichte und Vermessungskunde der BTU Cottbus und des Deutschen Archäologischen Instituts, wurde eine Surveydatenbank für das Triphylienprojekt entwickelt.
Die Datenbank umfasst mehrere Module, jeweils eins für Photos, für Messpunkte, für Pläne und für die Literaturdaten. Die Einzelbeobachtungen aus Skilloundia und Babes wurden bisher als Textbeschreibungen auf unterschiedlichen Ebenen in der Surveydatenbank festgehalten. Alle Photos aus dem gesamten Projektgebiet wurden in die Photodatenbank eingegeben und mit den Befunden und Beschreibungen der einzelnen Städte verknüpft. Vorhandenes Planmaterial der alten Grabungen oder Expeditionen sowie neue Bauaufnahmen wurden in dem Modul der Plandatenbank hinterlegt, das ebenfalls mit den Informationen der Surveydatenbank verknüpft ist. Gleichzeitig wurde am DAI in Berlin mit der Eingabe der antiken und wissenschaftlichen Literatur zu Triphylien begonnen.
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Skilloundia, Byzantinische Kirche auf antikem Fundament, August 2006
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Skilloundia, Grabbeigaben aus der Nekropole Trano Plai, September 2006
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Letzte Änderung:
11.11.2010
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