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Laufende Arbeiten
In der zweiten Förderphase gehen wir verstärkt der politischen, sozialen, wirtschaftlichen und urbanistischen Entwicklung der neuen Poleis nach. Dabei soll insbesondere geklärt werden, unter welchen Bedin-gungen und auf welchen Wegen sich neue Poleis der ersten drei Grundtypen der Militärsiedler–Polis, der Indigenen–Polis und der Retorten–Polis in den vierten Grundtyp der hochurbanen Hellenistischen Polis weiterentwickelten. Zugleich soll die Frage genauer untersucht werden, inwieweit sich die hellenistischen Poleis, was ihre innere Verhältnisse und ihre Beziehungen zu den Herrschern bzw. zu den königlichen Verwaltungen anging, von den alten Poleis Kleinasien unterschieden. Genauer untersucht werden wird auch die Frage, ob die Herrscher und ihre Verwaltungen die einmal bestehenden neuen Poleis bewusst als Agenten der Hellenisierung des Binnenlandes einsetzten. In diesem Zusammenhang muss auch geklärt werden, warum bestimmte indigene Gruppen an der Gründung neuer Poleis beteiligt wurden, während andere in unterentwickelte Regionen des Binnenlandes abgedrängt wurden. Hier ist komplizierten Prozessen von Inklusion und Exklusion nachzugehen, durch welche die gegenseitige Annäherung der Indigenen und der Graeco-Makedonen teils gefördert, teils behindert wurde. Dabei stellt sich allerdings die Frage, ob nicht selbst die Exklusion von indigenen Bevölkerungsgruppen letztlich die Hellenisierung des Binnenlandes beförderte. Und zwar, indem sie eine indigene Binnenkolonisation auslöste, die dann von den Herrschern und ihren Verwaltungen gefördert wurde. In diesem Zusammenhang dürfte es zur Gründung von Indigenen–Poleis gekommen sein, die in der Folge maßgeblich zur Hellenisierung der kleinasiatischen mesogaia beitrugen.
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Letzte Änderung:
26.02.2009
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