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Laufende Abeiten
In der Sommerkampagne 2006 konnten
durch verschiedene Surveymethoden (s. Projektbeschreibung) erste Erkenntnisse
zur Ausdehnung des Stadtgebietes sowie zur Funktion und Ausstattung einzelner innerstädtischer
Areale gewonnen werden. Die intensivierte Kenntnis des Geländes und seiner
Besonderheiten erlaubt nun die weitere Optimierung der Feldforschungsstrategien
für die geplante Kampagne 2009. Neben der Fortführung des extensiven
Umlandsurveys und des intensiven Stadtsurveys sollen dann auch ausgesuchte
Flächen geophysikalisch untersucht werden, um in Ermangelung oberirdischer
Baureste Aussagen zur Infrastruktur Lysimacheias machen zu können. Die
Oberflächenfunde können danach auch im Kontext erster Befunde ausgewertet
werden.
Nachdem die Eingabe der Funde von
2006, die sämtlich in das Museum Çanakkale
verbracht wurden, in unsere Datenbank ‚Adiuvabit’ abgeschlossen ist, kann sich
das Team nun der Auswertung des Fundmaterials zuwenden. Dafür stehen die am Ort
gemachten Photographien und Zeichnungen zur Verfügung, die eine vergleichende
Analyse erlauben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Marmorfunden, die bereits
ein komplexes Bild der repräsentativen Architektur und der luxuriösen
Ausstattung vermitteln. Aber auch Handelsbeziehungen, die sich anhand der
Amphorenstempel ablesen lassen, sind von Interesse. Für die Auswertung der in
großer Menge aufgelesenen Fundkeramik wurde mit Dr. J. Gebauer ein erfahrener
Spezialist auf diesem Gebiet in unser Team beauftragt.
Unabhängig von den Feldforschungen
werden im Institut für Klassische Archäologie und Frühchristliche
Archäologie/Archäologisches Museum der Universität Münster bereits seit 2005
sämtliche Quellen und Sekundärliteratur zu Lysimacheia und ihrem Gründer
zusammengestellt. Ein besonderes Interesse gilt dabei den numismatischen
Zeugnissen.
Von besonderer Bedeutung für die
Feldforschungen und die Darstellung der Ergebnisse ist die
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Abb. 5: Höhenmodell (© WWU Münster)
[zoom]
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Verknüpfung aller
Satellitenbilder, Höhenmodelle (Abb. 5) und Funde in einem Geoinformationssystem (GIS) durch Dr. H. Zumsprekel. Auf
diesem Wege konnte eine dringend benötigte topographische Karte im Maßstab
1:5000 angefertigt werden, die nun unter anderem zur Planung weiterer Kampagnen
und zur Veranschaulichung der Fundlage über die Kopplung mit der Funddatenbank
dienen kann. Zudem werden gerade am dreidimensionalen Geländemodell
Sichtbarkeitsanalysen zur besseren Beurteilung repräsentativ oder strategisch
bedeutsamer Areale des Forschungsgebietes durchgeführt.
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Letzte Änderung:
31.10.2008
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